Die Besten im Ölradiatoren Test 2016

Mit Öl-Unterstützung betriebene Elektro-Radiatoren im Vergleich

Wollte man sich zu DDR-Zeiten von Opas Westgeld einen Ölradiator im Intershop kaufen, war das vorherige Lesen eines Testberichtes keine Pflicht. Die Auswahl beschränkte sich auf einen Ölradiator mit 9 Rippen und einen mit 11 Rippen. Das Test-Heft der Stiftung Warentest suchte man am Zeitungskiosk vergeblich. Unterm Ladentisch fand sich allenfalls die Wochenpost und obendrauf das Neue Deutschland. Ein Ölradiator Test war aber auch aus anderen Gründen überflüssig wie ein Kropf. Sind heutige Elektro-Radiatoren schon vor ihrer Herstellung defekt, so laufen die damals erworbenen, nach über 30 Jahren immer noch. Der Energieverbrauch war damals schon so suboptimal, wie er bei den besten Ölradiatoren der Neuzeit ist. Der Stromverbrauch ist wie bei allen Elektroheizern Ölradiator Testein unangenehmes Problem, welches das Einsatzgebiet der Radiatoren einschränkt. Wie Heizlüfter und Heizstrahler, eignet sich auch der Ölradiator nur in Ergänzung zur eigentlichen Heizungsanlage. Er unterscheidet sich aber wesentlich von den genannten Konkurrenten, im Kampf um die beste Schuko-Steckdose. Dienen die anderen Direktheizer der direkten Körpererwärmung, z.B. am Wickeltisch oder vor dem Klosett, so beheizt der Ölradiator die Luft des Raumes. Davon profitiert der Mensch zwar nur indirekt und muss etwas länger auf den Effekt warten, aber er braucht dafür die Nachteile der anderen Schnellheizer nicht zu fürchten. Der Ölradiator arbeitet dezent, lautlos und sauber im Hintergrund, ohne die gute Stube zu verschandeln. Heute ist das Lesen eines Testberichtes oberste Bürgerpflicht, plant man den Kauf eines Elektroradiators. Aus Made in GDR, ist Made in China oder Nord-Korea geworden. Was das bedeutet, muss nicht näher erläutert werden. Die Qualität der Öl-Radiatoren sinkt, während die Gefahren für Leib und Leben steigen. Bestenfalls wirft man nur sein Geld zum Fenster hinaus. Im Ölradiator Test 2016 küren wir den Besten zum Testsieger und benennen die Alternativen.

Einsatzgebiete der Ölradiatoren

Wer den Ölradiator als Stromfresser verteufelt, hat dessen Sinn nicht erkannt. Er kann deshalb auch keine glaubwürdigen Alternativen präsentieren. Natürlich eignet sich der elektrische Direktheizer nicht als Erstheizung, außer vielleicht in Norwegen. Trotzdem muss man für ihn nicht die Werbetrommel rühren, nur um eine Marktlücke zu fingieren. Manchmal ist das Heizen mit Strom, die günstigste Variante. Dies gilt nicht nur im Notfall, wenn die Gas-Zentralheizung ihren Dienst versagt. Speziell an kühlen Sommerabenden wäre es ein Frevel, die Zentralheizung zu aktivieren, nur um die Wohnzimmer-Temperatur um 2 Grad anzuheben. Günstiger und schneller geht es, wenn man die Wärme dort bereit stellt, wo sie benötigt wird. Die langen Wege der Wärmeleitung entfallen, so dass die höheren Stromkosten schnell kompensiert werden. Freut man sich auf dem Klo sitzend oder auf dem Wickeltisch liegend, über eine direkte Wärmebesudelung, so wünscht man sich im Wohnzimmer doch eine etwas dezentere Wärmequelle. Eine Wärmequelle welche Dreck, giftige Strahlen, Lärm und Gestank außen vor lässt. Der Elektro-Radiator passt sich halbwegs seriös in das Wohnumfeld ein und stellt die Wärme nahezu schüchtern bereit, ohne Staub aufzuwirbeln oder durch Lichtverschmutzung zu glänzen. Von Nachteil ist diese Eigenschaft, wenn man sich nur kurzzeitig den Adonis erwärmen möchte. Auf der Toilette sind ein warmer Luftzug oder der heiße Strahl wesentlich effektiver. Da muss man nicht den ganzen Sanitärbereich aufheizen. In der guten Stube aber, sitzen hoffentlich mehrere Menschen, um der Einsamkeit vorzubeugen. In so einem Falle ist es am Besten, den Raum zu heizen und nicht den Einzelnen. Der Ölradiator kommt zum Zuge und gewinnt seine Existenzberechtigung. Ob er auch einen Test gewinnt, hängt von ihm ab.

Der Ölradiator Test im Detail

Im Ölradiator-Test müssen wir hammerharte Entscheidungen treffen, um einen würdigen Testsieger präsentieren zu können. Unzählige Ölradiatoren bewarben sich um einen Platz im Testfeld. Es geht ihnen nicht gut, denn steigende Strompreise und fallende Qualitäten machen ihnen das Heizen schwer. Die hohen Ölpreise sollten eigentlich kein Problem darstellen, möchte man meinen. Trotzdem werden auch Elektroradiatoren ohne Öl verkauft. Dies wird als Errungenschaft angepriesen, obwohl sich gerade das Öl im Radiator, für die zeitnahe aber schonende Bereitstellung der Wärme verantwortlich zeichnet. Andere Ölradiatoren verteilten ihren Lebenssaft nach und nach auf die Auslegware. Dazu brauchten wir nicht auf die Durchrostung zu warten. Eine schlechte Verarbeitungsqualität erfüllt mitunter den selben Zweck! Einen Einfüllstutzen suchten wir vergebens. Als Hauptproblem vieler Billigimporte aus den Ländern lächelnder Arbeitgeber, stellte sich aber im Ölradiator Test 2016, die gefährlich billige Elektrik einiger Testsieger Aspiranten heraus. Im harmlosesten Fall resultierte daraus nur das frühe Versagen im Dauertest. Immerhin zwei der Radiatoren vermochten es jedoch, ihren Strom mit den Produktprüfern zu teilen. Diese waren noch neu im Geschäft und etwas unbedarft. Sie rechneten nicht mit derartigen Zwischenfällen, zumal alle ölbetriebenen Elektroheizungen mit dem CE-Zeichen ausgestattet, zum Vergleich antraten. Ein anwesender Arzt, brachte deren Herzen wieder in den richtigen Takt, aber der Test war fortan um je zwei Ölradiatoren und Produktprüf-Praktikanten ärmer. Aufgrund von schweren Qualitäts- und Sicherheitsmängeln, bestand das Testfeld recht bald nur noch aus 12 von ursprünglich 26 zu testenden Öl-Radiatoren. Eine erschreckende Bilanz, gab es doch in unserem ersten Testbericht vor 20 Jahren, eine Ausfallquote von 0% zu verzeichnen. Damalige Ölradiatoren wurden nahezu ausnahmslos in DDR-Haftanstalten produziert, in den Westen exportiert und zum doppelten Preis via Genix in den Osten reimportiert. Immerhin 3 Elektroradiatoren verließen unseren Dauertest, welcher eine 2-jährige Nutzungsdauer simulieren sollte, unbeschadet.

Bezüglich der Verbrauchskosten nahmen sich die Testkandidaten nicht viel. Die Technik ist so simpel, dass es keinen Raum für Sparmaßnahmen gibt. Kriechströme sorgten für minimale nicht nennenswerte Unterschiede. Es muss aber angemerkt werden, dass die angegebenen Heizstufen mitunter falsch beziffert wurden. So verbrauchte ein Ölradiator in der Stufe 3, bei angegebenen 2000W, schon mal 2200 Watt. Er heizte aber auch entsprechend mehr. Zum Problem wird dies in Altbauten mit unterdimensionierten Leitungen. Da kann schon mal die Bude abfackeln! Eine solche Unkorrektheit führte deshalb zur Abwertung im Testergebnis.
Beim Komfortfaktor kommt letztendlich alles auf die Zahl der Heizrippen an. Je mehr Rippen, desto größer die Abstrahlfläche. Aus diesem Grunde empfehlen wir immer den Griff zum größeren Ölradiator, wenn es die Stellfläche erlaubt. Eigentlich erlaubt sie es immer! Der größere Ölradiator heizt den Raum deutlich schneller auf, ohne dabei mehr Strom zu verbrauchen, denn er besitzt ja ein Thermostat. Das Thermostat schaltet den Radiator ab, wenn die Wunschtemperatur erreicht ist. Freilich sollte man vom Thermostat, als auch von den Heizstufen sinnvollen Gebrauch machen. Wer das Ding voll aufdreht und vergisst, hat einen deutlich höheren Stromverbrauch. Die Anschaffungskosten unterscheiden sich in Abhängigkeit von den Rippen nur marginal. Kostet ein Ölradiator mit 7 Rippen 40 EUR, so kostet der 11 Ripper 70 EUR (Mittelwert). Ab 10 Quadratmeter Raumfläche, empfehlen wir deshalb immer den Griff zum 11- oder besser noch 12-Ripper!
In Punkto Design waren wir etwas unkritischer, nahmen es aber trotzdem in die Wertung mit auf. Wir erwarten von einem Heizgerät im Wohnbereich, ein neutrales nicht hervorstechendes Erscheinungsbild. Schließlich sitzt man nicht davor, wie vor einem Kamin. Man möchte von der Wärme profitieren und nicht vom Antlitz der Heizung. Man möchte natürlich auch nicht darunter leiden. Einige der Testteilnehmer erschienen uns etwas zu farbenfroh. Letztendlich muss der Einzelne entscheiden, was ihm gefällt, so dass wir nicht mit dem Holzhammer werteten.
Sowohl Komfort als auch Design sind beeinträchtigt, wenn das Netzkabel zu knapp bemessen wurde. Wie bei allen Elektrogeräten, sparen die Hersteller auch beim Ölradiator, gerne an der Länge des Stromkabels. So wälzt man im Brandfall die Haftung auf den Hersteller der Verlängerungsschnur ab. Die Verlängerungsschnur unterliegt zudem selten irgend welchen Modekriterien. Sie ist im Auge des Betrachters immer ein Störfaktor! Leider erwiesen sich fast alle Ölradiatoren im Test, als zu kurz beschnurt. Wie der Testsieger verfügten die besten Ölradiatoren über eine manuelle Kabelaufwicklung.

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Das Testergebnis im Radiatoren Vergleich

Es ist schon erschreckend was heute alles verkauft werden darf. Schuld ist letztendlich der Käufer selbst, denn er wählt ja oft den günstigsten Ölradiator und verschärft so den Kostendruck auf die Hersteller. Dabei braucht man nur von 12 bis Mittag denken, um die Gefahren seiner Handlung zu erkennen. Wer einen Öl-Radiator für 40 EUR kauft, riskiert mit hoher Sicherheit, den baldigen Verlust seines eingesetzten Kapitals. Auch stehen die Chancen gar nicht so schlecht, sein Heim, seine Familie oder gar sich selbst, bei einem Brand zu verlieren. Positive Ausnahmen bestätigten im Test die Regel. Drei von 26 gestarteten Ölradiatoren, überstanden den Dauertest in bester Erhaltung. Einer davon hatte nur 9 Rippen und der zweite war ein ölfreier Elektroradiator. Nur wer arge Platzprobleme hat, sollte auf Ölradiatoren mit 9 oder gar nur 7 Rippen zurück greifen. Zu gering ist deren Abstrahlfläche. Um eine ähnliche Effektivität wie beim 11- oder 12-rippigen Radiator zu erreichen, müsste man deren Gehäuse zum Glühen bringen. Dies ist nicht im Interesse der Sicherheit. Wer einen ölfreien Elektro-Radiator kaufen möchte, sollte auf das Vorhandensein einer 12-jährigen Garantie, gegen das Durchrosten von Innen nach Außen achten. Unser bester Radiator im Test, kam selbstverständlich mit einer gut verpackten Ladung Öl zur Auslieferung und behielt sie über das Testende hinaus, bei sich. Im Ergebnis unseres Testberichtes empfehlen wir Ihnen den Kauf eines echten Ölradiators mit mindestens 11 Rippen! Der hohe Preis alleine, ist kein Garant für Qualität. Es ist aber unabdingbar etwas tiefer in die Tasche zu greifen, möchte man sich zumindest die Chance auf ein langes Leben erhalten.
 

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