Ein Ölofen Test ohne Vorurteile

Der Ölofen als effizientere & ökologischere Alternative im Vergleich zu CO2 neutral mit Holz befeuerten Kleinfeuerstätten

Einen aktuellen Ölofen Test suchte man lange Zeit vergebens, denn aufgrund hoher Ölpreise bestand kein Interesse am fossilsten aller Einzelraumheizer. Doch dank E-Auto, Dieselskandal, Ökostrom und Fracking steht nun ein Überangebot an Erdöl zur dauerhaften Verwendung und wartet verzweifelt auf Verschwendung. Sorgt auch das Erdöl-Kartell (Opec) für temporär steigende Ölpreise, und haut auch der Staat eine ordentliche Mineralölsteuer auf den Dieselkraftstoff, so fallen doch die Heizölpreise von Jahr zu Jahr. Wer einen Heizöl-Tank im Keller stehen hat, muss sich vor den jährlichen Preisschwankungen und Kapriolen der Heizöl-Lieferanten nicht fürchten. Hat auch die Öl-Zentralheizung aufgrund staatlicher Gängelei zum Zwecke der Die besten Ölöfen im TestWirtschaftsförderung ausgedient, so hat die blühende Zukunft des Ölofens als kostengünstige und aufwandsarme Form des Einzelraumheizers gerade erst begonnen. Im Ölofen Test 2017 werfen wir einen genauen Blick auf das wachsende Angebot Heizöl betriebener Kleinfeuerstätten. Reicht deren optische Bandbreite auch vom schmucklosen Quader bis hin zum romantischen Ölofen mit Sichtfester, so gibt es an der Effektivität der Heizöl betriebenen Raumheizer kaum einen Zweifel. Allenfalls Qualitäts- und Preisunterschiede sorgen neben den optischen Gesichtspunkten, für eine numerische Rangfolge im Testergebnis. Das Heizen mit Öl auf Raumebene, ist eine ökonomische und ökologische Alternative im Vergleich zu Kamin- und Dauerbrandofen. Die saubere und einfache Handhabung der Heizöl betriebenen Kleinfeuerstätten, hebt den Ölofen aus der Masse der größtenteils umständlich zu bedienenden und umweltschädlichen Einzelraumheizer heraus. Er eignet sich als primäre Heizung im Ferienhaus, ebenso wie in Ergänzung zur Zentralheizung im Wohnhaus. Seine Wärme ist gut regulierbar und kann bei vorhandenem Sichtfenster, fast so gemütlich sein, wie die des Kaminofens.

Die Geschichte des Ölofens

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde in den deutschen Wohnstuben das Licht der Kerze durch das Licht der Petroleumlampe ersetzt. Die Erdöl betriebene Petroleumlampe ließ sich besser regulieren und wusste mit einer größeren Spitzenhelligkeit zu überzeugen. Die hohe Abwärme welche man heute heftig kritisieren würde,  war damals ein überzeugendes Verkaufsargument. In der Übergangsjahreszeit übernahm die Petroleumlampe mehr und mehr die Heizfunktion der offenen Feuerstelle. Was heute aufgrund hoher Feinstaubbelastung unzumutbar wäre, war für die Menschen von Damals eine saubere und fortschrittliche Angelegenheit. Der marginale Rußausstoß der Öllampe, war im Vergleich zu den dichten Rauchschwaden der offenen Feuerstelle, ein wahrer Segen für die Gesundheit der armen Leute. Die Lebenserwartung der Deutschen stieg derart an, dass Otto von Bismarck eine Versicherung gegen Altersarmut (Rente) einführen musste. Mit den Jahren baute man die Öllampen größer und immer größer, um mit der freigesetzten Abwärme ganzjährig die Blockhütte beheizen zu können. Da mit zunehmender Größe der Petroleumlampen auch die Lichtverschmutzung zunahm, erfand man mit der Öllampe ohne Sichtfenster, den Vorläufer des heutigen Ölofens. Den Hals der Lampe führte man zum Dach hinaus und erfand ganz nebenbei den Schornstein. In Erinnerung an das romantische Licht der Petroleumlampe, spendierte man dem Ölofen optional ein kleines Sichtfenster. Der Ölofen mit Sichtfenster ist somit neben dem Kamin, ein Vorfahre des Kaminofens!
In zahlreichen Ländern etablierte sich der Ölofen zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Heizquelle Nr. 2, gleich nach dem Kachelofen. Mit wachsender Verbreitung des Automobils, zunehmender Industrialisierung und weltkriegericher Aktivitäten, bekam der Ölofen erste Schrammen. Die Ölpreise stiegen rasant und das Heizen mit Öl verlor an Effektivität. Trotzdem behauptete sich der Ölofen, da sich auch die anderen Energiequellen verteuerten. Das Heizen mit Holz und Kohle war zudem nicht annähernd so bequem, wie der Betrieb eines Ölofens. Mit den Ölpreiskrisen in den 1970er Jahren, bekam der Ölofen schließlich eine tiefe Delle, von welcher er sich lange Zeit nicht wieder erholte. Fortan ergänzte der deutsche Häuslebauer seine Gas- oder Öl-Zentralheizung, lieber mit einem romantischen Festbrennstoff betriebenen Kamin- oder Dauerbrandofen, um für zukünftige Ölkrisen gewappnet zu sein.
Mit der Energiewende und dem beginnenden Siegeszug des Elektroautos, fand das auf Halde geförderte Öl plötzlich keine Abnehmer mehr und der Ölpreis fiel in den Keller. Aber nicht in die Heizungskeller der Häuslebauer, denn die heizen heute mit Wärmepumpen. Zumindest so lange bis der Durchbruch des E-Autos vollzogen und das Heizen mit Strom unbezahlbar geworden ist. Schon heute wird in Ergänzung zur Wärmepumpen- oder Pellet-Zentralheizung, auf umweltschonende und günstig zu betreibende Ölöfen gesetzt. In Passivhäusern kommt vermehrt die raumluftunabhängige Petroleumlampe mit Abgasrückgewinnung und Feinstaubfilter als primäre Heizquelle zum Einsatz.

Der Ölofen und die Umwelt

Der Umweltindustrie in die Hände spielende Ökofritzen verteufelten lange Zeit den Energieträger Erdöl und propagierten stattdessen das CO2 neutrale Holz. Die Vorstellung dass Benzin- und Diesel-PKWs durch CO2 neutrale Holzvergaser-Autos ersetzt werden könnten, lässt den Irrsinn dieser Sichtweise erkennen, aber auch an der Aufrichtigkeit der Öko-Industrie zweifeln. Erdöl, und das lernen schon die Kinder in der Grundschule, ist ein durch Umwandlung großer Mengen abgestorbener Biomasse entstandener Energieträger. Über Millionen von Jahren wurden in einem natürlichen Prozess, dahin geschiedene Kleinstlebewesen, Algen aber auch abgestorbenes Holz, zu einer energiereichen schwarzen Suppe umgewandelt. Für die Entstehung von Erdöl musste kein Baum eines unnatürlichen Todes sterben! Es mussten keine Wälder abgeholzt und auch keine Ackerflächen zum Anbau von Biomasse zwecks Biogas-Erzeugung zweckentfremdet werden. Erdöl ist grundsätzlich eines der umweltfreundlichsten Rohstoffe, welchen uns Mutter Natur zur Verfügung stellt.
Aufgrund unsauberer Fördermethoden, Tankerunglücke, havarierter und versenkter Ölplattformen, ist jedoch der an sich hoch anständige Energieträger nicht ganz zu Unrecht in Verruf geraten. Insbesondere durch Erdöl-Fracking wurde vielerorts das natürliche Bodengefüge derart durchlöchert und in seiner klar gegliederten Struktur gestört, dass Öl und Gase sich mit dem Grundwasser vermengten. So soll das vielerorts in Amerika aus den Wasserhähnen strömende Gas, die US-Präsidentschaftswahl 2017 zugunsten von Trump maßgeblich beeinflusst haben. Verlässliche Studien gibt es dazu allerdings nicht. Umweltkatastrophen im Zusammenhang mit Öl, resultieren zumeist aus der Profitgier großer Ölmultis und der Unbedarftheit schlecht bezahlter Arbeiter. Natürlich birgt der Rohstoff Erdöl bei unsachgemäßer Handhabung ein größeres Risiko als ein Scheitholz. Fällt ein Holzscheit ins Meer, kräht kein Hahn danach. Ein Tropfen Erdöl hingegen, kann 10.000 Liter Wasser verseuchen. Angeblich! Tatsächlich setzen namhafte Schokoladenhersteller schon lange auf Mineralöl statt auf Kokosfett und Palmöl, wie die Stiftung Warentest in diversen Testberichten heraus gefunden hat. Und trotzdem ist die so zusammengesetzte Schokolade quadratisch, praktisch und auch gut!
Durch eine gezielt gesteuerte Negativwerbung, wurde der natürliche Rohstoff Erdöl bewusst in Verruf gebracht, um der an Profitgier kaum zu überbietenden Öko-Industrie zum Durchbruch zu verhelfen. Das Resultat sind mit Windrädern verschandelte Landstriche (Öko-Strom), der Nahrungsmittelproduktion entzogene Felder (Biogas) und abgeholzte Wälder zugunsten CO2 neutral zu beheizender Kaminöfen. Ein irregeleitetes falsches Umweltbewusstsein bescherte dem Ölofen lange Zeit ein Nischendasein. Wer ihn besaß und nutzte redete nicht gerne darüber. Dafür gibt es keinen Grund mehr! Wer sich einen modernen Ölofen kauft, braucht sich nichts vorwerfen zu lassen. Der Rohstoff Erdöl ist ein reines Naturprodukt, welches sich in einem modernen Ölofen, einer sauberen Verbrennung hingibt. Schuld an der Feinstaubbelastung in unseren Städten sind weder der Ölofen noch der Diesel-PKW. Letzterer und vor allem deren Besitzer müssen das ausbaden, was Festbrennstoff betriebene Einzelraumheizer trotz BImSchV verursachen. Unumstritten ist die Umweltfreundlichkeit moderner Ölöfen im Vergleich zu Kaminöfen und anderer Kleinfeuerstätten.

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Vor- und Nachteile der Ölöfen

Geringes Gewicht, leichter Transport

Ein Ölofen wiegt nur 1/5 bis 1/3 dessen, was ein Kaminofen auf die Wage bringt. Aufgrund seines regulierbaren und nur bei Bedarf arbeitenden Ölbrenners, kommt der Ölofen in seinem Inneren ohne schwere Schamotte- oder Vermiculite-Auskleidung daher. Eine Wärmespeicherung erübrigt sich. Somit eignet sich der knapp 30kg leichte Ölofen nicht nur für das Erdgeschoss, sondern auch für die oberen Stockwerke. Eine einzelne Person (Postbote...) kann ihn mittels Sackkarre bis ins Dachgeschoss transportieren. So ist der Ölofen mit Sichtfenster für die in den oberen Etagen wohnenden Romantiker, oft die einzige Alternative zum Kaminofen. Aufgrund des geringen Gewichtes spart man sich teure Transportkräfte und hohe Transportkosten. Der Ölofen lässt sich von einer einzelnen Person, präzise an der endgültigen Position zurecht rücken und bei Bedarf später verschieben. Leichter machen es nur Elektro- und Ethanolkamin. Beides keine wahren Alternativen zum Kaminofen. Ihm kann nur der Ölofen mit Sichtfenster Paroli bieten.

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Geringe Anschaffungskosten

Ein Ölofen kostet nur 1/5 bis 1/3 dessen, was ein Kaminofen der Brieftasche entlockt. Dabei haben wir die Transportkosten bereits mit einkalkuliert. Kostet ein Ölofen mit Testsieger Qualitäten ca. 300 EUR, so kostet ein im Test für gut befundener Kaminofen gut 800 EUR. Für Lieferung und Aufstellung des Ölofens sollten weniger als 10 EUR genügen. Darin bereits enthalten das Trinkgeld für den Postboten, nicht aber Anschluss und Abnahme des Ölofens. Der Festbrennstoff betriebene Ofen, welcher gut 100 bis 150kg wiegt, muss von einem Transportunternehmen für große und schwere Produkte geliefert und von mehreren Personen an den endgültigen Standort gewuchtet werden. Die Preise dafür sind individuell verschieden. Mit 300 EUR darf gerechnet werden. Hinzu kommen in beiden Fällen der Anschluss des Ofens an den Schornstein und die Abnahme der Feuerstätte durch den Schornsteinfeger. Nicht verhehlen darf man an dieser Stelle, die Kosten für einen Öltank (ca. 600 EUR), so er noch nicht vorhanden. Zwar geht es auch ohne, aber wer will schon 2x die Woche mit dem Kanister zum Öl-Händler oder Baumarkt fahren, um dort überteuerte Kleinstmengen an Heizöl zu kaufen?

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Laufende Kosten für Brennmaterial und dessen Lagerung

Ein Vergleich der laufenden Betriebskosten ist nicht ganz so einfach, denn eigentlich gilt es neben den Kosten für das Brennmaterial, auch den Aufwand für dessen Beschaffung mit einzurechnen. Das Heizöl muss weder im Wald geschlagen noch zurecht gesägt werden. Bestellt man das Heizöl in großen Mengen, bekommt man einen ordentlichen Mengenrabatt. Je nach persönlichen Vorraussetzungen kommt man besonders günstig ans Holz oder kann das Öl nur in kleinen Mengen lagern. Hier muss jeder selbst den Rechenschieber bemühen. Für den Besitzer des Ölofens ist es von Vorteil, wenn er einen kompakten Öltank im Keller oder Hauswirtschaftsraum zu stehen hat. Zwar kostet ein 750l Tank gut 600 EUR, hilft aber dabei von jährlichen Ölpreisschwankungen zu profitieren und Ölpreisschocks zu ignorieren. Die Lagerung von Brennholz kostet deutlich weniger, erfordert aber viel mehr Platz. Der Öltank macht sich schnell bezahlt, wenn mehrere Ölöfen betrieben werden. Wer ohnehin eine Öl-Zentralheizung betreibt, hat bereits einen riesigen Öltank und profitiert so von besonders rabattierten Ölmengen. Unter idealen Vorraussetzungen ist das Heizen mit Öl langfristig deutlich günstiger als das Verfeuern von Holz. Das Gegenteil ist der Fall, wenn das Holz günstig aus unweitem Forst bezogen und im eigenen Garten gelagert werden kann. Wer auf Bequemlichkeit wert legt, sollte nicht auf den Pfennig achten und im Zweifelsfalle den Ölofen kaufen!

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Geringer Aufwand, einfacher Betrieb

Wer den Ölofen mit dem Öltank verbindet, braucht nicht einmal mehr die Ölkanne zur Hand zu nehmen. Die meisten Ölöfen im Test, ermöglichten diese arbeitserleichternde Öltank-Anbindung. Eine solche direkte Verbindung muss freilich erst einmal hergestellt werden, was je nach Lage der beiden Dinge (Ölofen und Öltank) nicht ganz einfach ist. Doch auch wer täglich die Ölkanne schwenken muss, macht sich nicht tot. Der dauerhaft im Einsatz befindliche Ölofen, verlangt je nach erforderlicher Heizleistung, zwischen 3 und 10 Liter Heizöl pro Wintertag. Wer mit dem Ölofen nur gelegentlich hinzu heizt oder ab und zu mit ihm ein Schäferstündchen romantisieren möchte, muss aufpassen dass das Öl in dessen Inneren nicht ranzig wird. Im Falle des Dauereinsatzes muss man schlimmstenfalls einmal täglich eine 10l Heizöl fassende Ölkanne aus dem Keller hinauf in den schlecht isolierten 5. Stock tragen. Für eine alte oder kranke Person kein einfaches Unterfangen. Selten muss man allerdings vom Schlimmsten ausgehen. Der Betrieb eines Festbrennstoff betriebenen Ofens ist wesentlich aufwendiger. Holz ranschaffen, Ofen bestücken, einheizen, Fenster aufreißen, Aschekasten entleeren, Staub saugen usw... Der Ölofen ist eine Art "Spiegeltrinker". Um zuverlässig seinen Dienst verrichten zu können, braucht er jeden Tag sein Heizöl und sonst nichts. Die Bedienung des Ölofens ist so einfach, wie das Gießen der Zimmerpflanzen. Man muss ein wenig zielen und auf die richtige Menge achten.

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Einfache Konstruktion - Krisenfest und ewig während

Der Ölofen ist keine Innovation aus dem Silicon Valley! Sein Funktionsprinzip ist das der Petroleumlampe von Anno Knips, wenngleich man die einzelnen Bauteile des Ölofens zugunsten einer sauberen Verbrennung, eines niedrigen Ölverbrauchs und einer optimierten Wärmeabgabe modifiziert hat. Die einfache aber trotzdem funktionelle Bauweise der Ölöfen bringt zahlreiche Vorteile mit sich. So bietet der Ölofen kaum Raum für Fehlerquellen. Seine Defektanfälligkeit ist gering. Fehlerhafte Dichtungen sorgten vereinzelt nach 20-30 Jahren für einen leichten Ölverlust. Dies ist insofern nicht zu verharmlosen, weil daraus eine Brandgefahr resultieren kann. Darüber hinaus gibt es an einem Ölofen quasi nichts was aufgrund seiner Komplexität kaputt gehen und teure Reparaturen nach sich ziehen kann. Der Ölofen währt ewig und die Ewigkeit dauert unserer Erfahrung nach mindestens 20 Jahre. Die fehlende Regelelektronik bietet einen weiteren Vorteil. Der Ölofen heizt auch bei Stromausfall. Dies vermag die Zentralheizung nicht. Fällt der Russe über uns her und kapert den Strom, na und was macht das schon? Mit dem Ölofen sind wir auf der sicheren Seite. Einzig eine längerfristige Ölpreiskrise ließe den Ölofen aber auch die davor Sitzenden kalt aussehen. Angesichts der aktuellen Umweltpolitik ist dies jedoch nicht zu befürchten. Der langfristige Ölpreisverfall ist unaufhaltsam und wird allenfalls künstlich gebremst (OPEC, Steuern...). Nachteil der einfachen Bauweise ist die zumeist fehlende elektronische Regelung. Vorteil: Das Drehen am Rad vermag auch der Dumme.

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Wärmeabgabe der Ölöfen gut regulierbar

Einmal ordentlich eingeheizt, kennt der Kaminofen kein Erbarmen, denn seine Schamottesteine sind dumm wie Brot. Auch der Kachelofen gibt die gespeicherte Wärme ohne Rücksicht auf Verluste an die Umgebung ab, egal ob sie benötigt wird oder nicht. Da kann die Zimmertemperatur allenfalls mit dem Fenster reguliert werden. Dies ist weder wirtschaftlich noch ökologisch vertretbar. Auch mit Komfort hat dies nichts zu tun. Die Wärme des Ölofens hingegen, lässt sich trotz fehlender Regelelektronik einfach wenn auch manuell regulieren. Wird es im Zimmer zu warm dreht man am Rad, um die Flammengröße und somit auch den Ölverbrauch zu reduzieren. Weder Speichersteine noch Kacheln verzögern die Wärmeabgabe. Der Ölofen stellt die Wärme dann bereit, wenn Sie benötigt wird. Dazu schaltet man den Ölofen ein und reguliert die Flammengröße mittels Stellrad je nach Wärmebedarf. Somit erwies sich der Ölofen im Test 2017, als fast so flexibel wie die elektrischen Direktheizer. Diese fallen jedoch bei Stromausfall aus und eignen sich aufgrund hoher Betriebskosten nicht für den Dauereinsatz.

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Sauber und umweltfreundlich

Behauptet auch der ewig gestrige Ökofritz das Gegenteil, so gibt es kaum eine umweltfreundlichere Heizmethode, welche zudem noch so günstig zu betreiben ist. Die Investitionskosten in den Ölofen sind gering, dessen Verbrennung sehr sauber. Das Erdöl entstanden aus abgestorbener Biomasse, stellt uns Mutter Natur in Hülle und Fülle, wenn auch nicht unbegrenzt zur Verfügung. Die Investition in eine angeblich umweltfreundliche Technologie wie die Wärmepumpe rentiert sich nie, denn sie ist zu komplex, in der Herstellung zu aufwendig und geht lange vor ihrer Amortisation kaputt. In umwelttechnischer Hinsicht gilt es bei Wärmepumpen, Solarheizungen und Windrädern, die ungeheure Energie- und Ressourcenverschwendung anzuprangern, welche bei deren Herstellung zu beklagen ist. Ökostrom, Biogas und CO2 neutrales Brennholz sind maßgeblich verantwortlich, für die Verschandelung der Natur. Deren Flächenverbrauch nimmt uns und den Tieren den Wald, den Bauern die Felder für eine bezahlbare Nahrungsmittelproduktion. Windräder nehmen der Natur jeglichen Erholungseffekt. Eine saubere Leistung ist dies nicht, sondern das Ergebnis einer bis in die Regierung reichenden Ökomafia. Bezahlen muss diesen Wahnsinn der Verbraucher. Mit einem Ölofen kann er der irregeleiteten Umweltpolitik der Bundesregierung zumindest teilweise entgehen. Der Feinstaubausstoß der Ölöfen ist im Vergleich zu den "CO2 neutralen" Holz-Öfen wesentlich geringer. Auch das Beheizen des Ölofens ist für den Nutzer eine saubere, beinahe sterile Angelegenheit. Verrußte Kaminzimmer sind das Privileg Festbrennstoff betriebener Kamin- und Dauerbrandöfen. Ebenso der Aschekasten.

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Einsatzgebiete der Ölöfen

Was der Dauerbrandofen im Osten, war der Ölofen im Westen. Bis in die 80er Jahre hinein, stand er in jedem kleinbürgerlichen BRD-Haushalt als zentraler Blickfang im Wohnzimmer. Im Kinderzimmer stand ein zweiter Ölofen. Das Schlafzimmer blieb kalt. Im Osten gab es kein Öl. Da schmierte man sogar die Türscharniere mit Margarine. Im Wohnzimmer stand ein Kachelofen, im Kinderzimmer ein Dauerbrandofen, in der Küche ein Festbrennstoff betriebener Küchenherd und im Badezimmer ein gestohlener Bahnheizkörper (wir hatten gleich 3 davon!). Nur im Schlafzimmer entstand die Wärme wie im Westen durch Reibung und Backpfeifen. In besseren Haushalten dominierte die Zentralheizung. Im Osten mit Holz, Braunkohle und bei bestehenden Beziehungen mit Koks beheizt, kam im Westen fast ausschließlich das schwarze Gold zum Einsatz. Nach der Wende zum Guten, rüstete auch der Osten um. Wenn möglich auf Gas, wenn nicht auf Öl. Einzelraumheizer waren damals verpönt und flogen raus, weil ihnen der tiefere Sinn abhanden gekommen war, aber auch wegen dem Asbest. Die Zentralheizung erfüllte günstig und bequem ihren Zweck. Wozu ein Einzelraumheizer?
Um die Jahrtausendwende herum setzte ein Umdenken ein. Es kam aber auch ein falsches Umweltbewusstsein zum Tragen. Im Sinne einer umweltfreundlichen Verbrennung wurde die Heiztechnik immer komplexer und defektanfälliger. Die Zentralheizung war häufiger kaputt, als einsatzbereit. Deren Regelelektronik schaltete den Brenner immer dann ab, wenn die Wärme benötigt wurde. Außerdem wollte auch der arme Mann etwas mehr Gemütlichkeit im Wohnzimmer. Der Einzelraumheizer kehrte, wenn auch nur in Ergänzung zur Zentralheizung, in die kärglichen Stuben der einfachen Leute zurück. Denen ging es nicht nur ums Rammeln vor dem Sichtfenster, sondern auch ums Geld sparen, wurden doch Gas und Öl immer teurer. Also fiel die Wahl in der Regel auf einen Kamin- oder Pellet-Ofen. Dies half auch anfangs beim Sparen, wenngleich das Heizen mit Holz und Kohle mit Aufwand und Dreck verbunden war. Später als dann jeder Piesepampel Fotos von seinem Kaminofen herum reichte, wurde der Festbrennstoff aufgrund hoher Nachfrage unbezahlbar und die Luft in den Städten immer dicker. Im Gegenzug wurde das Heizöl immer günstiger. Ökofritzen haben das Mineralöl über die Jahre derart verteufelt, dass sogar in der Automobilindustrie ein Umdenken stattfand. Schon bald wird auch der letzte Heizöl-Ferrari, durch ein modernes Brennstoffzellen-Autos ersetzt werden. Auf dem Weg dorthin, werden mehr und mehr Elektroautos mit Öko-Strom befeuert. Heiz- und Elektroenergie-Erzeugung finden im großen Maßstab ohne fossile Energieträger statt. Das Mineralöl liegt auf Halde und fällt unaufhaltsam im Preis.
Was liegt da näher als sich einen Ölofen in Ergänzung zur defektanfälligen Zentralheizung ins Wohnzimmer zu stellen? Genau hier liegt eines der Einsatzgebiete! In der Übergangsjahreszeit und an kalten Sommertagen kann die Zentralheizung deaktiviert bleiben. An kalten Wintertagen sorgt der Ölofen für die Extraportion Wärme. Insbesondere bei unterdimensionierter oder falsch eingestellter Zentralheizung, kein unwichtiger Fakt. Bei Stromausfall oder Heizungs-Havarie, verhindert der Ölofen das Schlimmste. Besitzt der Ölofen ein Sichtfenster, sorgt er für das nötige Maß an Romantik, um die Eheleute in ihren Beischlafbemühungen zu unterstützen.
In Gartenlaube, Ferienhaus oder Werkstatt, bietet sich der Ölofen als primäre Heizung an. Auch hier sind die Holz- und Kohle-Öfen nicht gern gesehen, denn sie sorgen im Inneren für Dreck und hüllen die gesamte Gartenanlage in eine dichte Rauchwolke. Wer den Blick auf das Flammenspiel nicht missen möchte, greift statt zum Kaminofen, zum Ölofen mit Sichtfenster. Wir bitten zu beachten, dass der Ölofen, so er manuell betankt werden muss, keinen langfristigen Frostschutz garantieren kann. Auch auf Sparflamme betrieben, ist der kleine Öltank in seinem Inneren nach 2-3 Tagen leer. Gegebenenfalls sollte ein kleiner elektrischer Frostwächter hinzu gekauft werden.

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Diesel, Heizöl oder Frittenfett?

Die Antwort ist einfach und ernüchternd zugleich. Der Diesel gehört ins Auto, das Frittenfett in die Friteuse und das Heizöl in den Ölofen. Alles andere ist ineffizient, schädlich für die Technik und ruft im Regelfall sogar das unbarmherzige Finanzamt auf den Plan.
Obwohl es in unserem Ölofentest nicht um die Nöte des Autofahrers geht sei am Rande erwähnt, dass das Betanken eines Dieselfahrzeugs mit Heizöl, aber auch mit Pflanzenfett, den Tatbestand der Steuerhinterziehung erfüllt. Ja auch wer als irregeleiteter Ökofritz seinen Diesel-PKW mit Frittenfett betanken möchte, muss zuvor eine Genehmigung dafür beantragen und zusätzliche Steuern auf jeden Liter Pflanzenöl an das Finanzamt abführen. Tut er dies nicht, ist er ein krimineller Ökofritz, dessen Dummheit nicht vor Strafe schützt! Durch das Betanken des Diesel-PKWs mit Frittenfett, wird außerdem die Lebensdauer der Technik enorm reduziert. Heutige Turbodiesel sind längst nicht mehr so robust, wie es die alten Selbstzünder im Golf I einst waren. Deshalb würden heutige Diesel-Triebwerke auch bei Verwendung von Heizöl alsbald den Dienst quittieren und zuvor noch schnell per Funk Selbstanzeige beim Finanzamt erstatten.
Dass Sie den Ölofen aus Kostengründen nicht mit Diesel betanken sollten, dürfte klar sein, aber Sie können es im Notfall tun! Der Ölofen wird es Ihnen danken, denn selbst der günstigste Diesel ist hochwertiger als das beste Heizöl. Rechnen Sie in diesem Falle aber bitte nicht mit einer Steuererstattung durch das Finanzamt! Pflanzenöl hat im Ölofen keinesfalls etwas verloren. Der Ofen müsste komplett umgerüstet werden, denn das Frittierfett schädigt die normalen Dichtungen und unterscheidet sich in Dichte und Heizwert vom Heizöl. Sogar eingefleischte Bastelfreaks sind schon an einer derartigen Umbaumaßnahme gescheitert. Letztendlich macht es auch keinen Sinn, denn die Preise für Heizöl sind mittlerweile so niedrig, dass es mancherorts das Pflanzenöl aus der Friteuse verdrängt hat. Sogar in der Schokoladenindustrie wird vermehrt auf Heizöl gesetzt, weil das bisher verwendete Palmöl mit der Entstehung ökologischer und sozialethischer Probleme in Verbindung gebracht und dafür heftig kritisiert wurde. Außerdem soll Palmöl Erbgut verändernde und Krebs erzeugende Eigenschaften aufweisen.

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Der Ölofen Test 2017

Noch immer gibt es Hersteller, welche sich ihre Finger nicht gerne am Ölofen verbrennen. Selbsternannte Ökofritzen verteufelten das Mineralöl lange Zeit wie der Teufel das Weihwasser und schädigten so auch den Ruf der Ölöfen. Nun da man weiß, dass Weihwasser in seiner Schädlichkeit nur von Pflanzenöl, Biogas und CO2 neutralem Brennholz übertroffen wird, erlebt das Erdöl ein Revival. Was in den Köpfen der Verbraucher längst angekommen ist, hat die Wasserköpfe in den Vorstandsetagen zahlreicher Ofenhersteller noch nicht erreicht. So müssen wir bestürzt vermelden, dass der Ölofen Test 2017 nur von wenigen Teilnehmern bereichert wurde. Nur sieben Ölöfen stellten sich unserem Vergleich, um den Testsieger Titel unter sich auszumachen. Darunter nicht eine Neuentwicklung der letzten Jahre. Immerhin gab es nicht einen Testverlierer zu beklagen, denn alle zum Test angetretenen Ölöfen zeigten sich ausgereift, zuverlässig, sparsam und umweltfreundlich. So brilliert der Ölofen Test 2017 nicht nur mit einem Testsieger, sondern in seiner ganzen Breite mit einem guten Testergebnis. Lediglich Ästheten und Besserverdiener dürften sich durch die zur Schau gestellten Designs selten angesprochen fühlen, denn gar zu bodenständig zeigten sich die Ölöfen im Test 2017. Passen auch die meisten der getesteten Ölöfen farblich gut zur politischen Ausrichtung des Pöbels, so doch selten zu dessen Einrichtung.

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Design und Verarbeitung der Ölöfen

Schwarzbraun ist die Haselnuss, gerade so wie der Ölofen. Wenn Sie mit einem Ölofen planen, empfehlen wir Ihnen die Ausgestaltung Ihres Wohnzimmers mit gelben Tapeten und grünen Polstermöbeln. Die Ölöfen stehen in verschiedenen zumeist geflammten Brauntönen zur Verfügung. Deren Oberflächen sind trotz guter Verarbeitung und hoher Zweckmäßigkeit, an Wertigkeit kaum zu unterbieten. Der Ölofen ist ein ehrlicher Arbeiter und so sieht er auch aus. Ein integriertes Sichtfenster lenkt den Blick weg vom lieblosen Blechmantel, hin zum Flammenspiel. Kaufen Sie bitte keinen Ölofen ohne Sichtfenster! Andererseits lenkt doch erst das Flammenspiel den Blick auf den Ölofen?! Ohne Sichtfenster fiele er gar nicht erst auf. Kaufen Sie Ihren Ölofen mit oder ohne Sichtfenster, denn Ihre persönliche Sichtweise entscheidet!
Positiv anzumerken ist die gute bis sehr gute Verarbeitungsqualität aller getesteten Ölöfen. Ohne Zuhilfenahme einer Lupe hätten wir in Punkto Verarbeitung nur Testsieger ausmachen können. Zwei minimale Verarbeitungs- oder Transportschäden, sowie geringfügig ungleiche Spaltmaße bei drei der getesteten Ölöfen, führten letztlich doch zu kleineren Abweichungen im Testergebnis. Wirklich sichtbar waren die kleinen Schönheitsfehler nicht. Auch das Material an sich war bei allen getesteten Öfen ohne Fehl und Tadel. Trompetenblech suchten wir vergebens. Dass beim Ölofenbau keine edlen Metalle und schon gar keine Natursteine zum Einsatz kommen, hatten wir bereits bemängelt. Bezüglich Funktion und Haltbarkeit ließ aber das profane Blech keine Nachteile erkennen. Auch im Inneren bot sich im direkten Vergleich der Ölofen kein schockierender Anblick. Im Aufbau ähnlich, fand man sich sofort zurecht und wunderte sich über die Einfachheit, aber auch über die saubere Verarbeitung der durch die Bank weg doch recht günstigen Ölöfen. Erst nach dem Dauertest sollte sich das saubere Bild etwas trüben.

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Leistung und Verbrauch

Interessanterweise bietet der Markt kaum Ölöfen für große Stuben über 120m³ Rauminhalt. Wer ein schlecht isoliertes Wohnzimmer mit einer Fläche von mehr als 40m² bewohnt, sollte sich im Winter warm anziehen oder sich keinen Ölofen kaufen. In Neubauten oder kürzlich isolierten Altbauten sieht die Sache nicht so kritisch aus. Im Ölofen Test 2017 konnten wir aber deutlich erkennen, dass die meisten Testteilnehmer zu einer Zeit das Reißbrett verließen, als deutsche Stuben selten mehr als 20 schlecht isolierte m² zu bieten hatten. Eigentlich clever von den Ofenherstellern dass sie nichts Neues bringen, denn aufgrund der stetig modifizierten Energieeinsparverordnung, genügen die eigentlich unterdimensionierten Ölöfen alsbald der Aufheizung von Passiv-Turnhallen. Möglicherweise ist unser Testszenario etwas praxisfremd und aus der Zeit gefallen? Wir testeten die Ölöfen in einem massiven aber nicht isolierten ca. 30m²/80m³ großen Altbau. Zum Schnellheizer mutierte dort keiner der 7 getesteten Ölöfen. Trotzdem blieben allzu negative Überraschungen aus. Fünf der Ölöfen erwiesen sich als geeignet, auch bei dauerhaften Tiefsttemperaturen um -10 Grad Celsius im Außenbereich, im Innenbereich für behagliche Temperaturen um 21 Grad Celsius zu sorgen. Damit das Erreichen der Wohlfühltemperatur in erträglicher Zeitspanne erfolgt, sollte man aber das Zimmer nicht zu sehr auskühlen lassen! Zwei der getesteten Ölöfen wurden, dies muss man fairer Weise anmerken, für kleinere Räumlichkeiten wie Kinderzimmer oder Heimbüros entwickelt. So etwas muss es ja auch geben, oder? Eigentlich nicht, denn jene Testkandidaten waren weder günstiger noch sichtbar kleiner. Außerdem ist die Gefahr einen überdimensionierten Ölofen zu verbauen nicht gegeben, denn dessen Heizleistung kann in Echtzeit sehr weit herunter reguliert werden. Wenn man sich nicht sicher ist, welche Heizleistung erforderlich ist, empfehlen wir stets den größer dimensionierten Ölofen zu kaufen. Wenn wir von "Größe" sprechen, meinen wir die Heizleistung.
Bezüglich des Ölverbrauchs konnten wir keine signifikanten Unterschiede im Ölofen Vergleich 2017 feststellen. Verbrauchte einer der Ölöfen geringfügig mehr, so lag dies an den gesunkenen Außentemperaturen. Aufgrund begrenzter Räumlichkeiten konnten wir nicht alle Ölöfen gleichzeitig testen, so dass wir trotz größter Sorgfalt, leichte Unterschiede in den Testbedingungen hinzunehmen hatten. Der annähernd gleiche Verbrauch lässt sich mit den fehlenden Innovationen im Inneren der Ölöfen erklären. So fand sich im Test weder ein Turbolader noch eine Mikroprozessor gesteuerte Einspritzanlage. Das Prinzip war überall das selbe. Die Zuverlässigkeit des Ölofens wird nicht zugunsten einer 5-prozentigen Heizöleinsparung geopfert. Dies kann man beurteilen wie man will. Wir finden es gut, denn es reicht unserer Meinung nach vollkommen aus, wenn die Zentralheizung 3x im Jahr kaputt geht. Deren Innovationen machen die Zentralheizung nicht nur unzuverlässig, sondern auch extrem teuer.

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Installation und Bedienung

Obwohl die Arbeitsschritte zur Installation des Ölofens die selben sind wie beim Anschluss eines Kaminofens, geht dessen Inbetriebnahme deutlich einfacher vonstatten. Die Verbringung an den Aufstellort und das punktgenaue zurecht rücken, gehen dank des niedrigen Gewichts nahezu spielerisch vonstatten. Hilfskräfte braucht es dazu nicht. Die einzuhaltenden Sicherheitsabstände zu brennbaren Materialien sind gering aber dennoch einzuhalten. Genaue Angaben zu den Sicherheitsabständen findet man im jeweiligen Datenblatt des Ölofens. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, überlässt den Anschluss der Rauchrohre an den Schornstein dem Fachmann. Der Heimwerker macht dies natürlich selbst. So oder so muss der Schornsteinfeger den Ölofen vor dessen Inbetriebnahme abnehmen. Dies tut er natürlich nur, wenn der Ölofen die vor Ort gültigen Normen erfüllt (2. Stufe BImSchV, Münchner Norm, Regensburger Norm, DIN EN 1). Wir kennen keinen Ölofen welcher die Normen nicht erfüllt, denn das oft verunglimpfte Heizöl verbrennt 10x sauberer als das hochgelobte "CO2 neutrale" Holz.
Auch die Bedienung der Ölöfen ist keine Wissenschaft für sich. Wird das Öl manuell per Ölkanne nachgefüllt, darf dies nur bei erkaltetem Ofen erfolgen! Ansonsten kann sich das Heizöl entzünden und in einem Großbrand münden. Wenn doch mal Flammen aus dem Ofen schlagen, niemals den Ölbrand mit Wasser löschen! Er täte sich freuen und rasant ausbreiten. Pulverfeuerlöscher oder Löschdecke sind im Falle eines Kleinbrandes in Verbindung mit Öl, die Mittel der ersten Wahl. Spätestens wenn die TAE-Anschlussdose schmilzt, gilt es die Feuerwehr herbei zu zitieren. Obwohl es auch Ölherde für die Küche gibt, niemals die Suppe auf dem normalen Ölofen kochen! Ein Überkochen führte zum Großbrand, ggf. sogar zur Detonation.
Hat man sich die Sicherheitshinweise der Gebrauchsanleitung zu Gemüte geführt, geht alles weitere nahezu intuitiv vonstatten. Trotzdem sollte man am Anfang die Gebrauchsanweisung überfliegen. Dies ist besser als in Einzelteilen das Haus zu überfliegen. Im Übrigen waren wir im Ölofen Test mit den beiliegenden Handbüchern bzw. Bedienungsanleitungen recht zufrieden. Sie waren groß genug und gut lesbar. Große Unterschiede bezüglich der Bedienung, können wir im Ergebnis des Testberichtes nicht vermelden. Bei Ölöfen mit Sichtfenster gilt es hin und wieder die verrußte Scheibe zu reinigen. Dies gelingt ohne Spezialreiniger.

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Ölöfen im Dauertest

Da der Ölofen Test 2017 im selben Jahr publik gemacht werden sollte, konnten wir im Dauertest nur eine 2-jährige Einsatzdauer der Ölöfen simulieren. Trotzdem erachten wir das Testergebnis als vielversprechend. Die abschließende Inspektion zeigte zwar optische Verunreinigungen im Inneren der Ölöfen, aber weder Spuren von Verschleiß noch Sicherheitsmängel. Trotzdem gilt es hin und wieder Sichtprüfungen durchzuführen, um Leckagen aufgrund defekter Öldichtungen im Ansatz zu erkennen. Wir mussten bei keinem der getesteten Öfen einen unautorisierten Ölaustritt zur Kenntnis nehmen. Nach 20 Jahren kann dies aber durchaus der Fall sein, wie wir den Erfahrungsberichten einiger Nutzer entnehmen konnten. Zwar hat sich die Ersatzteilversorgung bei 5 der 7 getesteten Ölöfen als gut und günstig erwiesen, aber ob entsprechende Dichtungen auch nach 20 Jahren noch verfügbar sind, darf angezweifelt werden.
Die Hausfrau sollte hin und wieder die Lüftungsöffnung des Ölofens mit dem Staubsauger reinigen, um die saubere und sichere Verbrennung dauerhaft zu gewährleisten. Im Ergebnis des Dauertestes konnten wir hier einen Schwachpunkt der Ölöfen ausmachen. Dort wo Luft angesaugt wird, sammelt sich leider auch der Hausstaub.
In den ersten Stunden des Dauertestes sorgten 6 der 7 Ölöfen für Gestank durch hitzebedingte Ausdünstungen von Lösemitteln. Dies stellte für uns keine Überraschung dar, da wir bis jetzt in jedem Heizungstest damit konfrontiert wurden. In den ersten Betriebsstunden sollte man den Ofen kräftig einheizen und das Fenster geöffnet lassen (nicht das Ofenfenster). Spätestens nach zwei Tagen sollte der penetrante und ungesund anmutende Gestank fast vollständig verflogen sein. So war es auch im Ölofen Test. Zwei der Ölöfen verbreiteten mitunter einen leichten Ölgeruch, wenngleich wir keine Leckagen ausmachen konnten. Trotzdem ist dieser Maschinenhallenduft im Wohnzimmer nicht willkommen, so dass wir leichte Abwertungen im Testergebnis vermerken mussten. Gott sei Dank, denn sonst hätte es fast nur Testsieger und ein anrüchiges Testergebnis im Ölofen Test gegeben.

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Testergebnis im Ölofen Test 2017

Das Testergebnis im Ölofentest 2017 hat uns positiv überrascht. Da war zum einen die ökonomische und ökologische Arbeitsweise aller 7 getesteter Öfen. Wir wissen nun, dass man die Weisheiten selbsternannter Umweltaktivisten nicht nachplappern, sondern sich selbst ein Bild machen sollte. Heizöl wird gar zu gerne schlecht geredet, um es für die Wirtschaft erschwinglicher zu machen. Tatsächlich ist es einer der umweltfreundlichsten Energieträger, wenn es nicht gerade tonnenweise an den Strand gespült wird. Im Ölofen verbrennt es ungleich sauberer als das hochgelobte "CO2 neutrale" Holz im Kamin. Mit einem Sichtfenster versehen, sorgt der Ölofen sogar für ein wenig Romantik. In erster Linie für Sozialromantik, denn im großen und ganzen muten die getesteten Öfen ein wenig ärmlich an. Ihre Arbeit erledigen sie unterdes absolut zuverlässig. Die gebotene Heizleistung genügt mittelgroßen Räumlichkeiten, wobei ein großes Wohnzimmer mit amerikanischer Küche schon gut isoliert sein sollte. Außerdem hat sich der Ölofen in unserem eingeschränkten Dauertest, aber auch in den Erfahrungsberichten seiner Nutzer, als nahezu unkaputtbar und ewig während erwiesen. Für wenig Geld bekommt man einen zuverlässigen Einzelraumheizer, welcher bequem und günstig zu beheizen ist. Dies gilt nicht nur für unseren Testsieger, welcher sich knapp behauptete, sondern für alle getesteten Ölöfen. Deren Technik ist banal und ausgereift, weil sie seit Jahren mangels Interesse nicht weiterentwickelt wurde. Nicht das Schlimmste was passieren konnte, wenn wir uns im Vergleich dazu, die aktuellen Krücken der deutschen Automobilindustrie zu Gemüte führen.

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