Die besten Lichttherapie Lampen im Test

Tageslichtlampen zur Behandlung lichtmangelbedingter Depressionen (Winterdepression / Winterblues) im Vergleich

Selbst das beste Lichttherapie-Gerät im Test vermag es nicht immer die Tränen tiefer Traurigkeit zu trocknen. Resultieren aber die feuchten Augen aus einem Stimmungstief, verbunden mit Müdigkeit und Angstzuständen, kann ein kontinuierlicher Lichtmangel als Ursache in Betracht gezogen werden. Der Winterblues (SAD) tritt nicht nur im Winter auf, sondern kann Stubenhocker und Träger von Sonnenbrillen, auch im Sommer deprimieren. Entscheidend für das Auftreten der Winterdepression sind nicht die kurzen Wintertage oder der Wolken verhangene Himmel, sondern die ungenügende Ausnutzung des vorhandenen Tageslichtes und die Abschottung der Netzhaut vor der Sonne. In den genannten Fällen produziert die Zirbeldrüse das Hormon Melatonin nicht nur zur Schlafenszeit, sondern auch am Tage. Soll das Schlafhormon zur Nacht hin für Müdigkeit sorgen, sorgt es zur falschen Zeit freigesetzt, für eine hammerharte Winterdepression. Diese Tatsache lässt die Lichttherapie Lampen Test 2017Seriosität der Lichttherapie erahnen. Um die fehlenden Tageslichtstunden zu kompensieren, kann man ein im Test für gut befundenes Lichttherapiegerät kaufen und regelmäßig anwenden. Spätestens jedoch wenn der Lichtmangel zur Endzeitstimmung führt, sollte parallel zur Lichtdusche, ein Psychologe ins Vertrauen gezogen werden! Auch bei schwereren Depressionen kann ein Lichttherapie-Gerät in Ergänzung zu Psychotherapie und medikamentöser Behandlung hinzu gezogen werden. Mehr aber auch nicht. Dies zu sagen, war unsere Pflicht!

Ursachen und Entstehung einer Winterdepression

Menschen sind grundsätzlich depressiv, was an deren Perspektive liegt. Sie leben zunächst in bescheidenen Verhältnissen, um im Alter das Geld zu haben, welches sie in ihrer Jugend gebraucht hätten (oder umgekehrt). Letztendlich leben die Menschen für ihre Kinder, um kurz vor denen zu sterben. Alter, Krankheit und Tod, das sind die Perspektiven eines jeden Menschen. Doch warum resignieren die Menschen nicht und halten das Laufrad der Gesellschaft trotz düsterer Aussichten in Bewegung? Die Antwort ist recht einfach.
Ein umfassendes Maßnahmenpaket, geschnürt von Mutter Natur, aber auch von der Menschheit selbst, sorgt für die erfolgreiche Ausblendung negativer Stimmungsmacher wie Naturkatastrophen, Kriegsverbrechen oder der eigenen Unzulänglichkeit. Auch unangenehme Ereignisse wie schwere Krankheiten, Siechtum und der unabwendbare Tot, belasten das Gemüt erst dann, wenn sie auf der eigenen Tagesordnung oder der eines engen Verwandten stehen.
Eine vom Menschen erfundene Maßnahme im Kampf gegen die Depression, kennen wir unter dem Begriff Religion. Mit deren Hilfe redet sich der Religiöse seit Jahrtausenden ein, es gäbe ein Leben nach dem Tode und dieses würde sich sogar im Paradiese abspielen und ewig währen. Bedenkt man welches Leid durch Religionen verursacht wurde und wird, sollte man eigentlich depressiv werden?! Dennoch: Wer im Glauben Trost und Kraft findet, der hat in der Religion einen positiven Stimmungsmacher, welcher die natürlich vorhandene Dauerdepression übertüncht.
Doch wie können die vielen Ungläubigen das natürliche Ende abwarten? Die wissen doch genau, dass nach dem Tod nichts kommt und vor dem Tod nichts Gutes?! Hier hat Mutter Natur ein paar Bausteine zum Maßnahmenpaket beigesteuert. Eigentlich sind es die wichtigsten Bausteine zur Ausblendung einer Depression, auch für den religiös Verblendeten. Das gesunde Gehirn produziert Botenstoffe bzw. Neurotransmitter wie Noradrenalin, Serotonin und Dopamin. Diese Botenstoffe lassen den grauen Alltag bunt erscheinen. Werden diese Botenstoffe in nicht ausreichender Menge bereitgestellt, fliegt der ganze Schwindel auf und die Sinnlosigkeit des Lebens wird offensichtlich.
Wichtig ist es in diesem Zusammenhang festzustellen, dass die Depression im genetischen Strang eines jeden Einzelnen fest verwurzelt ist. Ebenso sind dort die natürlichen Gegenspieler der Depression verankert, als da wären unter anderem die genannten Botenstoffe Noradrenalin, Serotonin und Dopamin. Genetisch bedingt, aber auch aufgrund äußerer Einflüsse, kann es bei einigen Menschen im Verlaufe des Lebens dazu kommen, dass die zur Ausblendung der grausamen Realität benötigten Neurotransmitter, in unzureichender Menge produziert werden.  

Im Falle der Winterdepression bringt der Mangel an Tageslicht, den Tag-Nacht-Rhythmus aus dem Ruder. Die innere Uhr braucht das Licht zur richtigen Zeit, da sie ihre Zeiger nach der Sonne stellt. Geht die Sonne spät auf und früh unter, oder bleibt sie über mehrere Tage hinter einer Wolkendecke verborgen, wird mit dem Hormon Melatonin ein wichtiger Taktgeber der inneren Uhr zur falschen Zeit bereitgestellt. Das in der Zirbeldrüse aus Serotonin produzierte Melatonin, soll die Lebensgeister zur Schlafenszeit ausschalten, damit der Mensch abschalten kann. Zur richtigen Zeit bereitgestellt, fördert es den gesunden Schlaf und sorgt dafür, dass der Mensch am Tage ausgeschlafen zum Dienst erscheint. Gebremst wird die Melatonin-Produktion idealer Weise mit dem Sonnenaufgang, und ausgebremst wird das Melatonin durch die am Himmel stehende Sonne, auch wenn sie sich hinter Wolken versteckt. Auch hinter den Wolken hat sie noch genügend Durchschlagskraft, um die Netzhaut des menschlichen Auges mit einer hohen Lux-Zahl zu torpedieren. Voraussetzung ist allerdings, dass der Mensch das Haus für mehrere Stunden verlässt, denn anders als im Sommer genügt der Lichteinfall durch das Fenster im Winter nicht. Aufgrund der schlechten Wetterlage mutieren jedoch im Winter nicht nur alte und kranke Menschen zum Stubenhocker. Auch der normal Gesunde leidet nach einem Arbeitstag in der Fabrikhalle und dem Genuss seiner Fernsehserien bei Muschebubu-Beleuchtung, unter einem gefährlichen Lichtdefizit. Dies kann zu Schlafstörungen führen, zur dauerhaften Müdigkeit und sogar zu Bluthochdruck. Kommen noch ein paar Probleme hinzu, wie beruflicher Stress, der Verlust eines geliebten Haustieres oder eine Steuernachzahlung, so ist die Nährlösung für den Winterblues perfekt.
Da die Melatoninausschüttung durch Lichtmangel angeregt wird, kann auch das dauerhafte Tragen einer Sonnenbrille zur Winterdepression im Sommer führen. So wird das Burnout-Syndrom oftmals durch eine Sommerdepression begünstigt. Manchmal ist die Sommerdepression sogar der einzige Auslöser eines Burnouts. Vielleicht sollte man besser formulieren, dass die Sommerdepression oft als Burnout fehlinterpretiert wird. Die Ursachen sind eigentlich grundverschieden!
Ergänzend der Hinweis, dass Melatonin erfolgreich zur Behandlung anderer Formen der Depression eingesetzt wird. Dies soll zeigen, dass Depressionen unterschiedlichste Ursachen haben, welche in einem Testbericht der Lichttherapielampen, nicht abgeklärt werden können. Dies zu tun ist Aufgabe eines Arztes! Maßnahmen, Medikationen und Ernährungsempfehlungen, welche bei anderen Formen der Depression von Vorteil sind, können bei der Winterdepression genau das Gegenteil bewirken.

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Einsatzgebiete und Grenzen der Lichttherapie-Lampen

Die Depression hat vielfältige Ursachen. Wer davon träumt am Baum zu zerschellen, sollte nicht immer den Lichtmangel als Ursache dingfest machen. Trauer, Trennung oder beruflicher Stress, können in Verbindung mit einer erblichen Veranlagung, zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Depression führen. Manchmal beschränkt sich diese aufs heulen, manchmal träumt man davon letztmalig friedlich einzuschlafen und manchmal zieht man es in Erwägung, einen Lockführer unglücklich zu machen. Der Kauf einer Lichttherapielampe kann mitunter die letzte Investition sein, welche man im irdischen Leben tätigt. Die Erben nutzen das Lichttherapiegerät dann gerne als Schreibtischlampe, in Erinnerung an den Zerschmetterten. Zuviel Melatonin kann die Ursache sein, sogar für Selbstmordgedanken. Leider sind die Ursachen oftmals schwerwiegender und erfordern eine psychologische Aufarbeitung, in Kombination mit einer medikamentösen Behandlung. In Einzelfällen hilft selbst dieses Gesamtpaket nicht weiter. Schade!
In Ihrem Sinne wollen wir die Sache nicht zu schwarz malen und hoffen, dass tatsächlich nur der Mangel an hellem Licht, eine Winterdepression zur Folge hatte.
Ein Winterblues wird oft als leichte Form der Depression abgetan und von Nichtdepressiven ins Lächerliche gezogen. Die Auswüchse einer Winterdepression können unterdes genauso fatal sein, wie die der erblich bedingten schweren Depression. Fehlt der Selbsterhaltungstrieb, kann auch der Melatonin geplagte Mensch, das unnatürliche Ableben als Option in Erwägung ziehen. Um so wichtiger erscheint es uns, dass ein kompetenter Arzt, den Ursachen der Depression auf den Grund geht. Haben Sie trotz schlechter Stimmungslage einen gesunden Selbsterhaltungstrieb und keine ernsthaften Suizidgedanken, können Sie es zunächst mit einer Selbstmedikation versuchen. Das Schlucken von Johanniskraut ist dabei genauso sinnvoll, wie das extensive Fressen von Bananen. Hilft Letzteres sind Sie ein Affe, hilft Ersteres waren es keine Pillen aus dem Supermarkt. Beide "Psychopharmaka" sind so niedrig dosiert, dass allenfalls der Placeboeffekt das Leben leichter machen könnte. Wenn Sie zweifelsfrei festgestellt haben, dass der Lichtmangel für Ihr negatives Stimmungsbild mit verantwortlich ist, kann die Lichttherapielampe einen wertvollen Beitrag zur Aufhellung Ihrer Stimmung leisten. Das Lichttherapiegerät verhindert die Melatoninausschüttung zur falschen Zeit, und erweckt die fröhlichen Lebensgeister des Trübsinnigen.
Doch das ist nicht alles, was ein gutes Lichttherapie-Gerät zu leisten vermag. Wer tagsüber wach ist und am aktiven Leben teilhaben kann, der schläft des Nachts auch besser. Die morgendliche Lichttherapie bringt die innere Uhr wieder in Takt und sorgt somit kurioser Weise dafür, dass zur Schlafenszeit wieder genügend Melatonin bereit steht. Kontraproduktiv wäre in diesem Zusammenhang, die abendliche Lichtdusche, es sei denn man muss zur Nachtschicht oder will einen Jetlag bekämpfen. Auch wer unter Schlafstörungen leidet, kann also von der regelmäßigen Nutzung einer Lichttherapie-Lampe zu morgendlicher Stunde profitieren. Dies ist erwiesen! Oft werden bei Schlafstörungen Psychopharmaka verordnet, weil eine Depression als Ursache vermutet wird. Die Lichttherapie ist in so einem Fall oft effektiver und außerdem frei von Nebenwirkungen.
Wer unter Schlafstörungen leidet, hat oft noch ein anderes ernsthaftes Problem. Bekommt der Mensch nicht seinen wohlverdienten Schlaf, bekommt er dafür quasi als Entschädigung einen zu hohen Blutdruck. Regelmäßige Schlafstörungen in Verbindung mit einem ohnehin erhöhten Blutdruck, können zur hypertensiven Krise und zum Schlaganfall führen. Auch wenn die hypertensive Krise den seltenen Extremfall darstellt, sind die Folgen eines dauerhaft erhöhten Blutdrucks hinlänglich bekannt. Schlafstörungen sind unterdes nicht immer die Ursache für einen erhöhten Blutruck, aber häufiger als man denkt. Auch wenn der Bluthochdruck seine Ursache ganz wo anders hat, kann er durch Schlafmangel um das kritische Fitzelchen verstärkt werden. In vielen Fällen kann eine Lichttherapie mit einer im Test für gut befundenen Therapielampe, das Blutdruckproblem mildern. Wie bei der Depression, ist auch mit dem Bluthochdruck nicht zu spaßen. Deshalb sollte der Arzt nicht erst mit dem Rettungswagen aufgesucht werden.

Schlafmangel und Bluthochdruck können direkte Folgen des Winterblues darstellen. Wenn dies so ist, können Sie mittels Lichttherapie-Lampe nicht nur der Winterdepression zu Leibe rücken, sondern auch der Schlafstörung und dem zu hohen Blutdruck. Auch das Burnout-Syndrom kann durch die regelmäßige Nutzung einer Therapielampe, ins Reich der Fabelwesen zurück katapultiert werden. Der Burnout hat unterdes noch andere Ursachen, welche vom Arzt abgeklärt werden müssen.

Im Rahmen einer Lichttherapie können zudem Krankheiten wie Akne, Neurodermitis oder Sklerodermie behandelt werden. Unter hellem Licht kann auch die Wundheilung angeregt werden. Die Beurteilung entzündungshemmender Wirkungen, war jedoch nicht Gegenstand unseres Testberichtes. In unserem Vergleich ging es uns ausschließlich um Lichttherapie-Lampen für den Heimgebrauch, zur Behandlung der Winterdepression samt Folgeerkrankungen. Lichtduschen für den Heimgebrauch, stellen ihre maximale Helligkeit punktuell zur Verfügung, so dass die Bestrahlung größerer Hautareale wenig effektiv verlaufen würde.

Woran erkenne ich einen Winterblues?

Genauer gefragt: Wie grenze ich den Winterblues von einer schwerwiegenderen allgemeinen Depression ab? Jeder harte Winter hält auch ein paar Sonnenstunden bereit. Getrauen Sie sich an so einer Sonnenstunde ins Freie, und wandelt sich Ihre Depression dabei in eine Euphorie, sind Sie entweder manisch depressiv oder aber Sie leiden unter einer lichtmangelbedingten Winterdepression. Hellt die einstündige Sonnenlicht-Therapie Ihre Stimmung merklich auf, dürfen Sie von einem Winterblues ausgehen. Im Gegensatz zur medikamentösen Behandlung mit Antidepressiva, welche ihre Wirkung erst nach 2 bis 4 Wochen zeigt, wirkt eine Lichttherapie in der freien Natur unmittelbar. Bei Durchführung einer künstlichen Lichttherapie mittels Therapielampe, kann es bis zu einer Woche dauern, bis der Therapieerfolg eintritt. Leuchtet der wolkenlose Himmel mit 50.000 Lux, so erreicht selbst die beste Lichttherapie-Lampe nur eine Helligkeit von 10.000 Lux. Verfehlt der Gang ins Freie seine Wirkung nicht, sollten Sie den Kauf einer wirksamen Lichtdusche in Erwägung zu ziehen. Der regelmäßige Gang ins Freie wäre freilich effektiver.
Doch Vorsicht! Mitunter liegt der Stimmungstrübung eine nicht erkannte, wenn auch leichte Grunddepression zu Grunde, welche durch den Winterblues nur verstärkt wurde. Auch dann kann ein Lichttherapiegerät für Erleichterung sorgen, aber nicht die Grunddepression bekämpfen. Oftmals wird den betreffenden Personen im Rahmen einer Winterdepression erst klar, dass sie im Inneren total verkorkst sind. Der Winterblues veranlasst die betreffenden Menschen dazu, im Internet nach Symptomen einer Depression zu googeln. Bei der Gelegenheit stellen sie fest, dass sie ganzjährig Symptome einer Depression zeigen. Symptome, welche sie sonst nie einer Depression zugeschrieben hätten. Als da wären jene Symptome, welche man auch einer Demenzerkrankung zuschreiben könnte. Konzentrationsschwächen, Orientierungsschwächen und der Verlust der Fähigkeit, sein Leben auf die Reihe zu kriegen, sind nicht immer die Folge einer Demenz. Häufig ist eine schwere Depression die Ursache. Nicht selten werden alte Menschen entmündigt und in die Klapsmühle gesteckt, obwohl sich nur eine Depression hinter der vermeintlichen Demenz verbirgt. Hoch dosiertes Johanniskraut, ein Gespräch unter Freunden aber auch die Lichttherapie, können in so einem Fall, die vermeintliche Demenz wegzaubern.
Wer dank des Winterblues feststellt, dass er eigentlich ganzjährig unter Symptomen einer Depression leidet, hat nun die Gelegenheit seine Krankenkasse zu belasten. Mit geeigneten Psychopharmaka und einer anständigen Sofa-Therapie, kann der nicht lichtmangelbedingten Grunddepression zu Leibe gerückt werden. Die Kosten dafür übernimmt in der Regel die Krankenkasse.

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Die Kostenübernahme der Lichttherapie

Zahlt die Krankenkasse ein Lichttherapie-Gerät?

Ein Lichttherapiegerät bezahlt die Krankenkasse leider nicht. Im Einzelfall übernimmt die Krankenkasse jedoch die Kosten für eine Lichttherapie, obwohl auch diese grundsätzlich keine Kassenleistung darstellt. Da jedoch eine wirksame Lichttherapie höhere Folgekosten für die Krankenkasse vermeiden kann, erklären sich die Krankenversicherungen hin und wieder zu einer Kostenübernahme bereit. Ein einsatzfreudiger Arzt und ein gutes Verhandlungsgeschick können dabei recht hilfreich sein, denn die Krankenkassen wollen den Vorteil einer Kostenübernahme oft nicht erkennen. Dabei ist die Wirksamkeit der Lichttherapie im Falle der lichtmangelbedingten Winterdepression (SAD) unumstritten.
Wer nicht das Glück hat, die Lichttherapie von seiner Krankenkasse bezahlt zu bekommen, muss in dass obere Drittel seiner eigenen Tasche greifen. Entweder er bezahlt die regelmäßigen Lichttherapie-Sitzungen selbst, oder er kauft sich ein im Testbericht für gut befundenes Lichttherapiegerät, um die Lichtdusche daheim in Eigenregie durchführen zu können. Letzteres erscheint uns sinnvoller, wenngleich im Falle einer depressiven Verstimmung, die persönliche Betreuung durch geschulte Lichttherapeuten nicht zu verachten ist. Mit der Lichttherapie-Lampe können Sie nicht reden, wohl aber mit dem Personal welches den Lichtschalter betätigt.
Die Lichttherapie unter der Fremdlampe des Psychologen schlägt mit ca. 7,50 EUR pro Sitzung zu Buche. Je nach Schweregrad der Erkrankung, können bis zu 5 dieser 30-minütigen Lichttherapie-Sitzungen pro Woche erforderlich sein. Rechnet man die Wegekosten und den Zeitverlust hinzu, ist man schnell bei den Anschaffungskosten einer günstigen Lichttherapie-Lampe angelangt. Günstige Einsteigerlampen für depressive Anfänger, gibt es bereits für 60 EUR, ohne dass wir für diese Billig-Lichtduschen eine Empfehlung aussprechen wollen. Diese Therapielampen erwärmen nämlich weniger das Gemüt, als vielmehr das Zimmer. Zwar scheint es für Lichttherapiegeräte kaum eine obere Preisgrenze zu geben, aber schon für deutlich unter 200 EUR bekommt der Winterdepressive ein adäquates zertifiziertes Medizinprodukt, mit modernen und energiesparenden LED-Leuchten bestückt. Im Interesse der Folgekosten sollten nur Lichttherapieleuchten mit LED-Lämpchen in die engere Wahl gezogen werden. Diese verbrauchen 10 bis 20 mal weniger Strom als eine mit Röhren bestückte Tageslichtlampe. Ergänzend dazu zwei Hinweise: Je nach Bauform lassen sich Therapielampen auch zur Wohnraumbeleuchtung oder als Schreibtischlampe hernehmen. Dadurch werden die in der Anschaffung zunächst etwas teureren LED-Lichtduschen besser ausgenutzt. Die Amortisierung des höheren Kaufpreises ist also nur eine Frage von Wochen. Außerdem können Sie den Kaufpreis der Lichttherapielampe von der Steuer absetzen, die Stromkosten nicht.

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Lichttherapie-Lampen im Test

Qualität und Preis stehen am Ende einer langen Kette von Faktoren, welche beim Kauf einer Tageslichtlampe berücksichtigt werden müssen. Schon allein der Begriff Tageslichtlampe muss im Test genauer beleuchtet werden. Dabei stellt man schnell fest, dass sich dahinter nicht immer eine Therapieleuchte verbergen muss. So wird vom künftigen Lichttherapie-Lampen Testsieger eine Mindesthelligkeit vorausgesetzt, welche für den Therapieerfolg unerlässlich ist.

Die Helligkeit der Therapielampe und der Abstand zum Kopf

Oftmals werden unter dem Begriff "Tageslichtlampe" nur besonders helle Lese- und Schreibtischlampen verkauft, deren Helligkeit trotz guter Schreibtischausleuchtung, nicht annähernd für eine Reduzierung der Melatoninausschüttung ausreicht. Die Winterdepression bleibt also im Scheine einer solchen Tageslichtlampe erhalten. Es gibt aber auch Tageslichtlampen, welche die Anforderungen an ein zertifiziertes Medizinprodukt erfüllen. Von einer zertifizierten Lichttherapie-Lampe, welche das Sonnenlicht simulieren soll, wird eine Helligkeit von 10.000 Lux erwartet. Schauen Sie also in das Datenblatt des jeweiligen Herstellers, um die max. Helligkeit der gewünschten Therapieleuchte in Erfahrung zu bringen. Auch der Abstand zum Kopf ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung. Je größer die Entfernung der Therapieleuchte zu den Augen, desto geringer die dort ankommende Helligkeit. Um einen gesundheitsfördernden Effekt zu erzielen, genügen zwar bereits 2500 Lux, aber je geringer die Lux-Zahl, desto länger muss man vor der Lampe ausharren. Außerdem lassen die räumlichen Gegebenheiten daheim, nicht immer einen geringst möglichen Kopfabstand zu. Ist der Kopfabstand zu groß, erreichen bei Nutzung einer günstigen Tageslichtlampe, nicht selten weniger als 1000 statt der versprochenen 5000 Lux das Zielgebiet. Zu wenig um die Melatonin Produktion zu unterbinden. Vom künftigen Testsieger unter den Lichttherapie-Geräten für Heimanwender, erwarteten wir deshalb eine Lichtleistung von mindestens 2500 Lux, in einer Entfernung von 50cm. So kann die Therapielampe hinter einem Monitor betrieben werden, während der Depressive am Bildschirm sein Testament verfasst.
Spaß beiseite! Es ist aber doch so, dass nicht jeder Mensch stundenlang tatenlos vor einer Lampe ausharren kann. Da wird man schnell unruhig und bricht die Therapiesitzung vorzeitig ab. Kann man aber während der Lichttherapie einer sinnvollen Tätigkeit oder sogar seiner Arbeit nachgehen, vergeht die Zeit wie im Fluge. In medizinischer Hinsicht stellt dies kein Problem dar. Zwar muss das Licht die Augen treffen, aber das direkte Starren in die Lichtquelle ist nicht notwendig. In diesem Zusammenhang erwiesen sich Lichttherapie-Lampen mit Schwanenhals im Testbericht 2017 als äußerst Vorteilhaft. Deren biegsamer Lampenträger erleichtert sowohl Nutzung als auch Standortwahl, und eröffnet der Lichttherapie-Lampe weitere Verwendungsmöglichkeiten. So können Lichttherapie-Geräte wie der Testsieger, auch als vollwertige Lese- oder Schreibtischlampe eingesetzt werden.

Ergänzend folgender Hinweis: Beachten Sie bitte, dass der letzte Wille handschriftlich zu Papier gebracht werden muss. Andernfalls könnte der Enterbte das Lichttherapie-Gerät gerichtlich einklagen.

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Das beste Leuchtmittel für die Therapielampe

Die Wahl des Leuchtmittels ist beim Kauf einer Lichttherapie-Lampe von ebenso großer Bedeutung, nicht nur für deren Folgekosten. Noch heute werden viele Therapielampen mit quecksilberhaltigen Leuchtstoffröhren bestückt. Diese sind in der Herstellung besonders günstig, da die Weltmarktpreise für giftige Quecksilberdämpfe seit Jahren stark am fallen sind. Selbiges gilt für die giftige Beschichtung der Lampen. Geht so eine vermeintlich günstige Lichttherapielampe kaputt, verteilt sich deren giftige Ladung im ganzen Raum. Die Winterdepression ist dann Ihr kleinstes Problem, wenngleich Sie Ihnen bis zum nahen Ende erhalten bleibt.
Doch die Leuchtstofflampen halten noch weitere böse Überraschungen bereit. Einst als Energiesparlampen gefeiert, verbrauchen sie doch gut 10 mal soviel Strom, wie die in ihrer Leuchtkraft vergleichbaren LED-Leuchtkörper. Dies hindert die Hersteller der günstigen Leuchtstoff-Therapielampen unterdes nicht daran, in ihren Datenblättern von der besonderen Sparsamkeit ihrer Lichtduschen zu sprechen. Glauben Sie nie das Geschwafel eines Herstellers, der nur sein Zeug verkaufen will! Achten Sie stattdessen auf die Zahlenangaben im Datenblatt. Verbraucht eine Lichttherapielampe mit Leuchtstoffröhren etwa 45 bis 150 Watt pro Stunde, so verbraucht die vernünftig dimensionierte LED-Licht-Therapielampe, nur gut 4 bis 10 Watt in der Stunde. Kostet die mit LEDs gespickte Lichtdusche auch das Doppelte in der Anschaffung, so ruiniert der spätere Blick auf die Stromrechnung, nicht deren Therapieerfolg. In Anbetracht der enormen Verbrauchsunterschiede, welche der Lichttherapie-Lampen Test 2017 ans Tageslicht gebracht hat, wäre eine Amortisationsrechnung reine Zeitverschwendung. Wirklich günstig ist nur eine LED-Therapielampe. Doch LED-Lichttherapie-Geräte sind nicht nur günstiger, sondern auch besser.
Auch wenn Hersteller altbackener Leuchtstoff-Therapielampen behaupten, ihre Röhren seien flimmerfrei, konnte im Test das Gegenteil festgestellt werden. Zwar war das Flimmern der quecksilberverseuchten Leuchtstoffröhren nur bei zwei Tageslichtlampen visuell wahrnehmbar, aber 5 weitere Therapielampen verursachten bei den billig von der Agentur für Arbeit angemieteten Testpersonen, Kopfschmerzen im Dauertest. Eine eilig eingeleitete Messung bestätigte unseren Verdacht. Ein Auswechseln der Leuchtstoffröhre kann für Besserung sorgen, muss aber nicht. Zudem hat der Laien-Depressive gar keine Möglichkeit, die Flimmerfreiheit einer Röhre festzustellen. Nur selten ist das Flimmern sichtbar, wie auch wir im Test feststellen mussten. Neuere LED-Lampen hingegen flimmern nicht, es sei denn deren Steuerungselektronik ist minderwertig. Auch diesen Fall mussten wir im Testbericht vermerken. Der arglose Griff zur erst besten LED-Lichttherapielampe ist also auch nicht anzuraten. Sorgt die verbaute Mikroelektronik für eine hohe und gleichmäßige Leuchtfrequenz, agieren moderne LED-Lampen jedoch flimmerfrei.
Sowohl den Tageslichtlampen mit Leuchtstoffröhren, als auch den Therapiegeräten mit LED-Lampen, konnten wir im Test die angestrebte UV-Freiheit bescheinigen. Um Hautrötungen und Netzhautschäden zu vermeiden, müssen zur Lichttherapie verwendete Leuchtmittel immer UV-frei arbeiten. Eine Lichttherapielampe ist keine Höhensonne! Die zur erfolgreichen Lichttherapie notwendige Farbtemperatur von ca. 6500 Kelvin, wurde von 13 der 28 getesteten Therapieleuchten bereitgestellt. Genannte Farbtemperatur spiegelt ein weißes, ganz leicht ins blaue gehendes Lichtspektrum wieder, wie es auch von Mutter Natur am Tage bereit gestellt wird. Ist der Blaulicht-Anteil zu hoch (ab etwa 7000 Kelvin), schädigt dieser auf Dauer die Augen. Ist der Gelblicht-Anteil zu hoch, resultiert daraus zwar eine gemütliche, aber doch wirkungslose Therapiesitzung. Kommt gar Rotlicht ins Spiel, droht aus dem Depressiven ein radikaler Kommunist zu werden.

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Design und Funktion der Lichttherapielampen im Vergleich

Ja auch darauf gilt es sowohl im Test, als auch beim Kauf einer Lichtdusche zu achten. Das Design eines medizinischen Produktes kennzeichnet nämlich nicht nur dessen Schönheit, sondern in erster Linie dessen Funktion. Kommt es bei Profi-Therapielampen in Arztpraxen, neben der Hauptfunktion, auf das professionelle Erscheinungsbild der Geräte an, so freut man sich beim Heim-Therapiegerät, eher über dessen Flexibilität und Vielseitigkeit. Sicherheitshalber möchten wir an dieser Stelle vermerken, dass wir im Test keinerlei Einbußen bei der Hauptfunktion, zugunsten irgendwelcher Spielereien duldeten. In der Arztpraxis unnötig, stellt der Schwanenhals daheim einen echten Mehrwert dar. Und wir meinen damit nicht vordergründig die daraus resultierende Schreibtischlampen-Funktion. Aber auch dieser Zusatznutzen ist nicht zu verachten. Nicht ganz so filigran wie eine Halogen-Schreibtischleuchte, verbraucht die LED-Tageslichtleuchte nur rund 1/4 an Strom und leuchtet deutlich heller. Die Raumausleuchtung der LED-Therapielampen ist hingegen nicht so prickelnd. Deren Stärke ist eher punktueller Natur. Auch sollte man sie des Abends nicht als Fernsehleuchte hernehmen, da sonst die Müdigkeit ausbleibt. Als Arbeitsleuchte kann eine Therapielampe mit flexiblem Hals jedoch gute Dienste leisten. Der Schreibtisch sollte unterdes nicht zu klein sein, weil Lichttherapielampen des großen Leuchtmittels wegen, etwas wuchtiger ausfallen.
Auch in ihrer Funktion als Therapielampe zur Bekämpfung der Winterdepression, profitiert die Tageslichtleuchte vom eventuell vorhandenen Schwanenhals. Er ermöglicht das zielgerichtete Ausrichten des Leuchtmittels und ein entspanntes Sitzen vor der Lampe, auch wenn der Stuhl nicht nah genug an den Tisch gerückt werden kann. Wer über entsprechendes Mobiliar verfügt und auf genannte Zusatzfunktionen verzichten kann, der braucht natürlich keinen Schwanenhals unter seiner Therapieleuchte. Nur sollte man seine räumlichen Verhältnisse vor dem Kauf der Lichttherapielampe genauestens unter die Lupe nehmen, damit man diese nicht später während der Therapiesitzung in den Händen halten muss.
Als nicht ganz unwichtig erschien uns im Test, die Handhabung der Lichttherapie-Lampen. Zunächst dachten wir diesen Punkt schnell abhandeln zu können, kann es doch nicht so schwer sein, einen Lichtschalter zu bedienen?! Weit gefehlt! Einige Hersteller sind dazu übergegangen, unsensible Sensorschalter zu verbauen. Besonders wenn eine Lampe mehrere Helligkeitsstufen bereitstellte (Dimmfunktion), was ja durchaus einen Mehrwert darstellt, mutierte die Bedienung mitunter zur depressiv machenden Angelegenheit. Manchmal ist halt weniger doch mehr. Ein einfacher Lichtschalter oder ein manueller Drehregler, sind durch einen Sensorschalter nicht zu ersetzen. Aus Kostengründen wird es leider immer häufiger getan. Unterdes arbeitete dadurch keine Therapielampe so schlecht, dass man sie hätte abwerten müssen. Wir waren allerdings auch nicht depressiv. Wären wir es gewesen, sähe die Sache vielleicht anders aus?!

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Alternativen zum Lichttherapie Gerät

Es liegt in der Natur des Menschen, dass er statt ein Problem einfach zu lösen, zu diesem Zwecke erst einmal ein "Ding" kaufen muss. Statt einfach loszulaufen, müssen erst einmal neue Turnschuhe her. Statt durch den Wald zu laufen, muss zunächst ein teures Laufband gekauft werden. Bevor die Sachen nicht da sind, kann auch das Lauftraining nicht beginnen. Turnschuhe als auch Laufband, landen dann gemeinsam mit Hometrainer, Ellipsentrainer und noch besseren Turnschuhen, neuwertig wenn auch verstaubt, in der Erbmasse des bis zum Schluss adipösen Diabetikers. Ähnlich verhält es sich bei der Lichttherapie. Nur für wenige Winterdepressive ist die Nutzung einer Lichttherapie-Lampe unabdingbar. Es sind Frauen die über Jahre im Keller gehalten werden, Alte die das Haus aus gesundheitlichen Gründen nicht verlassen können, und Workaholics welche die Sonne nie zu sehen bekommen. Für alle anderen gilt: Warum eine Lichttherapie-Lampe kaufen, wenn selbst ein Regentag deren Helligkeit deutlich übertrifft?

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Gehen Sie doch mal wieder raus!

Es ist nicht das schlechte Wetter, welches sich für den Winterblues verantwortlich zeichnet. Auch die kurzen Tage im Winter führen nicht zwangsläufig zur Depression. Vielmehr sind Winter und schlechtes Wetter dafür verantwortlich, dass Sie das Haus zu selten verlassen. Würden Sie trotz starker Bewölkung nicht auf Ihren Freigang verzichten, bekämen Sie auch keine Winterdepression. Auch ein stark bewölkter Wintertag, hält eine Lichtmenge von mindestens 3000 Lux für Ihre Netzhaut bereit. Eine gute Lichttherapie-Lampe leistet in 50cm Entfernung zur Netzhaut, in etwa das Gleiche. Ein Sonnentag knallt Ihnen bis zu 50.000 Lux in die Rübe. Dagegen kann eine Lichttherapielampe nur abstinken. Klart also das Wetter mal auf, tut man gut daran dies auszunutzen. Verzieht sich die Wolkendecke nicht, muss man halt ein bisschen länger vor die Tür. Auch der Blick aus dem Fenster kann Positives bewirken. Wer sein Kopf aus dem Südfenster hängt oder sich gemütlich dahinter platziert, bekommt die benötigte Lux-Ration ohne Anschaffungs- und Folgekosten. Nur sollte man halt gen Himmel schauen und nicht das arbeitende Volk bei der Arbeit beobachten. Sicherheitshalber an dieser Stelle der Hinweis, dass das direkte ungeschützte Starren in die Sonne, zwar die Depression verhindert, nicht aber die Blindheit! In ein zertifiziertes Lichttherapie-Gerät dürfen und sollten Sie schauen, aber nicht in die Sonne!

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Nehmen Sie doch mal wieder Ihre Sonnenbrille ab!

Dass die Winterdepression mittlerweile auch den Sommer erobert hat, liegt an der Sonnenbrille. Die Sonnenbrillen-Lobbyisten hören dies nicht gerne, aber wir reden trotzdem darüber. Sonnenbrillen werden angepriesen, da sie angeblich das Auge schützen. Dies ist eines der größten Märchen der Menschheitsgeschichte. Das Gegenteil ist oft der Fall. Das Auge hält einen natürlichen Schutzmechanismus, bei zu großer Helligkeit bereit. Wird es dem Auge zu grell, verkleinert sich seine Pupille, um den schädlichen Lichteinfall zu bremsen. Verdunkelt man seine Augen mit einer Sonnenbrille, wird dieser Schutzmechanismus außer Kraft gesetzt, aber nicht erübrigt. Das heißt die Pupillen bleiben groß, das Auge schutzlos, während sich das Licht seinen Weg, oben, unten, links und rechts, an den Gläsern der Sonnenbrille vorbei, direkt ins Auge bahnt. Den UV-Schutzfaktor der Sonnenbrillengläser können Sie für sich genommen, somit unter Ulk verbuchen. Freilich ist er nicht ganz unwichtig. Genauso wichtig ist aber, die exorbitante Größe der Brillengläser, auch wenn Sie dadurch wie eine Stubenfliege ausschauen. Wir sagen dies in dem Wissen, dass man manchmal z.B. beim Autofahren, nicht auf eine Sonnenbrille verzichten kann. Man sollte sie aber nicht tragen, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Sie früher nie eine Sonnenbrille getragen haben, aber heute gar nicht mehr ohne können? Dann haben Sie durch das ständige Tragen einer Sonnenbrille, den natürlichen Schutzmechanismus Ihrer Augen ruiniert.
Doch nun zurück zum eigentlichen Thema. Egal ob Sie ein Stubenhocker sind, oder als Stubenfliege das Haus verlassen, die Folgen ähneln sich. Sie bekommen unabhängig von Wetter und Jahreszeit, eine hammerharte Winterdepression. Sie sind quasi lichtmangelbedingt das ganze Jahr über trübsinnig. Das größte Problem dabei: Kein Arzt nimmt Ihnen im Sommer ab, dass Sie unter einer sonnenbrillenbedingten Winterdepression leiden. Aber es kann tatsächlich so kommen. Leider ist es der für die Augen so schädliche Blaulicht-Anteil, welcher den positiven Effekt auf das Gemüt ausübt. Man sollte das Blaulicht also nicht ständig von den Augen fernhalten. Gelbe Sonnenbrillengläser filtern den Blaulicht-Anteil des Lichtspektrums besonders gut. Deshalb werden sie vermehrt empfohlen und getragen. Gut für die Augen, schlecht fürs Gemüt. Aber es hat auch seinen Vorteil, wenn man den Zug erkennt, vor welchen man sich werfen möchte. Kommt statt des erhofften ICE eine Draisine (Schienenfahrrad), könnte es weh tun! Trotzdem: Wenn Sie auch im Sommer Trübsal blasen, gilt der folgende Rat: Nehmen Sie doch mal wieder Ihre Sonnenbrille ab!

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Werfen Sie doch mal wieder ein paar Pillen ein!

Auch beim Winterblues, der atypischen Variante einer Depression, kann das Schlucken von Psychopharmaka für Erleichterung sorgen. So erhöht die Einnahme von apothekenpflichtigen Johanniskraut Präparaten, die Lichtempfindlichkeit des Menschen. Dies kann ihm Kopfschmerzen bereiten, aber auch dessen Lichtaufnahmefähigkeit erhöhen. Das wenige Licht im Winter kann somit effektiver verwertet werden. Oftmals empfiehlt deshalb der kompetente Arzt, die Einnahme von Johanniskraut Kapseln, parallel zur Lichttherapie. Der Arzt stellt die erste Ansprechstation dar, plant man der Winterdepression mit Medikamenten zu Leibe zu rücken. Keinesfalls sollte man sich Antidepressiva auf eigene Faust im Internet besorgen, auch wenn der Gang zum Doktor schwer fällt. Auch wenn die Nebenwirkungen oft verharmlost werden, so sind die eigenmächtig organisierten Tabletten, nicht selten das Produkt profitgieriger Fälscherbanden. Deren Wirkung ist somit nicht abzusehen. Selbst wenn die Tabletten vom seriösen Hersteller stammen, können Wechselwirkungen (gerade beim Johanniskraut), verheerende Folgen haben. Auch gilt es vor der Medikamentengabe, stets die tatsächlichen Ursachen einer depressiven Verstimmung abzuklären.
Fordern wir Sie also dazu auf, einfach ein paar Pillen einzuwerfen, meinen wir dies bedingt ironisch. Tatsächlich können geeignete Antidepressiva die Lichttherapie ersetzen oder aber auch sinnvoll ergänzen. Dies zu bestimmen, ist aber immer die Aufgabe Ihres Arztes!
Antidepressiva haben gegenüber der Lichttherapie leider einen entscheidenden Nachteil. Die stimmungsaufhellende Wirkung der Psychopharmaka tritt erst nach 2-4 Wochen ein. Die Lichttherapie wirkt sofort, wenngleich die volle Wirkung erst nach 5-7 Tagen zu erwarten ist. Speziell bei der reinen lichtmangelbedingten Depression, macht die medikamentöse Behandlung wenig Sinn.
Ergänzend der Hinweis, dass frei in Supermärkten erhältliche Johanniskraut-Pillen so niedrig dosiert sind, dass weder Wirkung noch Nebenwirkungen zur Debatte stehen. Aber auch der Placeboeffekt soll ja schon wahre Wunder vollbracht haben. Wenn dies bei Ihnen so ist, könnte ein Burnout-Syndrom für Ihren Leistungsabfall verantwortlich sein. Dann sollten Sie Ihr Leben ändern und sich eine bessere Hälfte suchen!

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Suchen Sie sich eine bessere Hälfte (zur Not genügt ein Psychologe)!

Wer sich in Ermangelung an Licht eine Depression einfängt, macht möglicherweise die folgende Erfahrung. Auch wenn sich das passende Licht auf die Schnelle nicht organisieren lässt, so kann das persönliche Gespräch mit einer vertrauten Person, für große Erleichterung sorgen. Ein guter Ehepartner eignet sich dafür mitunter besser, als ein schlechter Psychologe. Leider nicht immer. Wer aber die Möglichkeit hat, einen Angehörigen als Seelenmülleimer zu missbrauchen, der sollte sich nicht scheuen dies zu tun. Hier unterscheidet sich der Winterblues nicht von der normalen Depression. Die Depression führt zu diversen Ängsten, welche im Gespräch gemildert werden können. Dazu muss man sich nicht immer auf die Couch des Psychologen legen. Es ist selten ein Vollprofi nötig, die Seelenqualen zu lindern. Ein zuhörender und verständnisvoller Laie, kann wahre Wunder bewirken. Leider bewirkt ein Ehepartner oft das Gegenteil. Deshalb unsere Empfehlung: Suchen Sie sich keine schlechtere Hälfte, sondern eine bessere!
Jüngere Menschen und Singles tun gut daran, alternativ die Mutter ins Vertrauen zu ziehen. Ältere Menschen sollten sich von der Lebensfreude der Enkelkinder anstecken lassen. So oder so stehen Menschen ohne Ansprechpartner, im Falle einer Depression auf verlorenem Posten. Sie müssen über Ihre Ängste reden! Ist nicht der Lichtmangel die Ursache für Ihre Depression oder wurde die Ursache noch nicht zweifelsfrei abgeklärt, sollte der Arzttermin an oberster Stelle Ihrer To-do-Liste auftauchen.
Unabhängig davon führt die Einsamkeit im privaten Umfeld, oft zur Ausbildung einer negativen Grübelneigung. Erst wer zu viel über den Sinn des Lebens nachdenkt, erkennt dass es keinen gibt. Die Zweisamkeit und/oder die Arbeit im vertrauten Kollektiv, helfen bei der Unterbindung der Grübelneigung.

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Keine Alternative zur Therapieleuchte: Solarium und Deckenlampe

Sehr oft hört man von Laienhelfern, unglaublich aber war, auch der Blick in die Deckenlampe sei wunderbar. Wozu ein Lichttherapiegerät kaufen, wenn jede andere Lampe den gleichen Zweck erfüllt?! Solche Aussagen sind derart traurig, dass man fast schon wieder darüber lachen muss. Wenn sich ein Depressiver von einer 200 LUX Taschenlampe blenden lässt, dann wird er zwar von anderen besser gesehen, aber es fehlen immer noch 9800 LUX zum zügigen Therapieerfolg. Trotzdem schädigt er seine Augen erfolgreich, denn je nach verwendetem Leuchtmittel, variieren Strahlenart und Strahlenintensität der "Behelfs-Therapielampe" erheblich. Da das Licht echter Lichttherapiegeräte direkt in das Auge des Betrachters fallen soll, achten deren Hersteller idealer Weise darauf, dass die bereitgestellte Farbtemperatur 6500 Kelvin beträgt (weißes Licht mit einem Fitzelchen Blau). Es darf kein Ultra-Violettes Licht und so gut wie kein Blaulicht an die Netzhaut gelangen. UV-Strahlung und Blaulicht lassen das Auge schneller altern und führen zu dessen Degeneration. Infrarotlicht kann das Auge sofort verbrennen, und hat somit in einer Therapielampe zur schnellen Bekämpfung der Winterdepression überhaupt nichts zu suchen. Therapielampen zur Behandlung anderer Krankheiten wie z.B. der Nasennebenhöhlenentzündung, setzen sehr wohl das warme infrarote Licht voraus, aber auch das Tragen einer Schutzbrille! Dies sei erwähnt um festzuhalten, dass der Handel für die verschiedenen Krankheiten, unterschiedliche Therapielampen bereit hält. Die zu treffenden Sicherheitsvorkehrungen weichen ggf. voneinander ab. Die erhoffte Wirkung setzt je nach Krankheit, eine spezifische Farbtemperatur voraus. Also die Lampen bitte nicht vertauschen! Das gelbe Licht der Deckenlampe ist zwar weniger schädlich, entbehrt aber der notwendigen Helligkeit und macht muntere Männer müde. Selbiges gilt für gewöhnliche Schreibtischlampen oder Taschenlampen. Die ICE-Beleuchtung täte helfen, wenn nur die Einwirkdauer nicht so kurz wäre.
Wenig Hilfreich auch der (gut gemeinte?) Rat, sich im Falle der Winterdepression unter ein Solarium zu brezeln oder in einen Gesichtsbräuner zu starren. Solarien gehören aufgrund ihrer hautschädigenden Wirkung ohnehin verboten. Schaut man auch noch hinein, mutiert man zum blinden Schwein. Regelmäßige Nutzer eines Solariums wissen zwei Dinge: 1. Sie sterben aufgrund der UV-Belastung 20 Jahre früher und 2. Das künstliche Sonnenbad erfordert das Tragen einer UV-Schutzbrille. Winterbluesbetroffene wissen dies möglicherweise nicht, zumal ihnen von allen Seiten eingeredet wird, ohne Brille direkt in die Lampe schauen zu müssen, um von deren Helligkeit zu profitieren. In ihrer Verwirrung starren sie dann ungeschützt in einen Gesichtsbräuner und verlieren dann kurz nach der Winterdepression, auch noch die Sehkraft. Nutzen Sie egal ob depressiv oder ein fröhlicher Jung, niemals ein Solarium! Bei der Nutzung einer echten Lichttherapielampe kann und muss auf eine Brille verzichtet werden.

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Die fachgerechte Durchführung der Lichttherapie
Anleitung zur Behandlung der Winterdepression mittels Therapie-Lampe

Die Lichttherapie beginnt mit dem Abnehmen der Schlafmaske und dem Hochziehen der Rollläden. Diese Maßnahmen sollten idealer Weise 1-2 Stunden vor dem Aufstehen durchgeführt werden, z.B. während eines nächtlichen Ausfluges zur Toilette. Wer mit dem ersten Sonnenstrahl oder gar schon vorher aufstehen muss, kann sich alternativ mit einem Lichtwecker behelfen. Lichtwecker spulen zeitgesteuert, einen künstlichen Sonnenaufgang ab, um die Melatoninproduktion zum Stillstand zu bringen. Langschläfer lassen wie oben angedeutet, einfach das Licht von draußen rein. Die nächtliche Bewusstseinstrübung weicht darauf hin sehr schnell der geistigen Klarheit.
In Abstimmung mit den Zwängen des Alltags (Arbeit, Schule, Flaschen sammeln), gilt es die Lichttherapie auf jeden Fall in die frühen Morgenstunden zu verlegen, da parallel zur Melatoninreduzierung, die innere Uhr gestellt werden soll. Nur wenn dies gelingt, kann eines Tages auf die Nutzung der Therapielampe verzichtet werden. Auch im weiteren Verlaufe des Tages macht die Lichttherapie Sinn, aber nur in Ergänzung zur morgendlichen Therapiesitzung. Rechtzeitig vor Einsetzen der Dämmerung, spätestens gegen 16.00 Uhr, empfiehlt es sich das Lichttherapiegerät auszuschalten, da das Einsetzen der Müdigkeit zur Nacht hin absolut notwendig ist. Wer Nachts nicht schlafen kann, weil er sich bis 23.00 Uhr vor der Tageslichtlampe vergnügte, ist am Folgetag unausgeschlafen und neigt verstärkt zu depressiven Verstimmungen. Möchte man sich mittels Licht-Therapielampe auf die Nachtschicht vorbereiten, gilt natürlich die gegenteilige Empfehlung. In diesem Falle kann man mit Hilfe der Therapieleuchte, die Nacht zum Tage machen. Uns geht es aber vordergründig um die schnelle Behandlung der Winterdepression.
Wer in den Morgenstunden keine Zeit zur Durchführung der Lichttherapie findet, weil er seinen Lebensunterhalt bestreiten muss, kommt nicht an Arztbesuch und Krankschreibung vorbei. Ohnehin ist bei einer schweren Winterdepression nicht an Arbeit zu denken. Doch was macht der Anfällige vor- und nachbeugend, um sich den Winterblues dauerhaft vom Leibe zu halten? Die Antwort ist nicht immer einfach und hängt von den persönlichen Gegebenheiten und Arbeitsbedingungen des Einzelnen ab. Manchmal ermöglicht ein Arbeitgeber das Arbeiten in freier Zeiteinteilung oder gibt Gelegenheit zur Nacharbeit. Büroangestellte können ihr Licht-Therapie-Gerät mit zur Arbeit nehmen. Fabrikarbeiter haben es deutlich schwerer, an das benötigte Licht zu kommen. Bergleute sollten sich am besten einen Kumpel mit Grubenlampe auf den Bauch binden. Wir haben nicht für Jeden eine Lösung parat. Fakt ist jedoch die kontraproduktive Wirkung der Lichttherapie, wird sie erst nach Feierabend durchgeführt.
Die notwendige Mindestdauer der Lichttherapie ergibt sich aus der Helligkeit, welche das Auge erreicht. Zertifizierte Lichttherapie-Geräte leuchten zwar mit 10.000 Lux, welche aber nur in Teilen das Auge erreichen. Mit zunehmendem Abstand zum Therapiegerät, reduziert sich die ins Auge fallende Helligkeit deutlich. Erreichte ein gutes Lichttherapie-Gerät im Test, in 20cm Entfernung zur Netzhaut satte 10.000 Lux, so waren es im Abstand von 50cm, selten mehr als 2500 Lux. Dieser Helligkeitswert gilt als untere Schwelle zur Nutzlosigkeit. Genügt es bei max. Helligkeit 30 min vor der Tageslichtlampe auszuharren, so sollte man im Falle einer weiter entfernt stehenden Therapieleuchte, alle Vormittagstermine absagen. Trotz der anzustrebenden geringst möglichen Entfernung zur Therapie-Lampe, gilt es auch auf eine entspannte Sitzhaltung zu achten. Diesen Spagat bei der Heimanwendung hinzubekommen, erweist sich oft als Problem. Deshalb favorisierten wir in unserem Test, Lichttherapie-Geräte mit flexiblem Schwanenhals.
Wurde das Equipment fachgerecht aufgebaut und hat sich der Depressive platziert, kann das Lichttherapie-Gerät eingeschaltet werden. Beim Einschalten des Gerätes ist auf die Wahl der max. Helligkeitsstufe zu achten! Da einige Hersteller zwecks Vergrößerung der Nutzungsbandbreite eine Dimm-Möglichkeit in ihre Lampen verbauen, besteht die Gefahr der versehentlichen Auswahl einer niedrigeren Helligkeitsstufe. Diese ist in jedem Falle viel zu niedrig und wirkungslos. Sie bietet sich an, bei der alternativen Nutzung als Schreibtischlampe. Wurde die Therapielampe bei maximaler Helligkeit in Betrieb gesetzt, gilt es den ungeschützten Blick ins Licht nicht zu vermeiden. Die Augen müssen geöffnet sein, das Nasenfahrrad muss abgenommen werden. In anderen Anleitungen ließt man mitunter, man solle sich gemütlich zurücklehnen und die Augen schließen. Ersteres ist Quatsch und letzteres Unfug! Natürlich sollen Sie bequem sitzen, aber dabei den Abstand zur Lampe nicht zu groß werden lassen. Das Licht muss direkt und in voller Stärke die Netzhaut fluten. Wenn Sie bei der Lichttherapie die Augen schließen, können Sie sich auch gleich erschießen.
Das direkte Starren in das Leuchtmittel ist unterdes nicht notwendig. Sie können wie in obiger Abbildung ersichtlich, am Computermonitor schaffen und sich von der dahinter stehenden Lampe blenden lassen. Nur sollten die Augen nicht zu oft und zu weit abschweifen, vom heilenden Licht der Wunderlampe. Außerdem sollte der strebsam Depressive mal mit einem Zollstock die Entfernung zum Leuchtmittel messen. Beträgt der Abstand 50cm, so sind zumindest die besten Lichttherapie-Lampen nicht wirkungslos, wenngleich sich die Therapiedauer durch den größeren Abstand vervierfacht. Schenkt man dem Maximalabstand zu wenig Beachtung, kommt schnell eine Entfernung von 60 oder gar 70cm zum Therapiegerät zustande. In so einem Falle verliert selbst der Testsieger das letzte Fitzelchen seiner Wirkung. Wer in kürzester Zeit den maximalen Therapieerfolg erwartet, sollte während der Sitzung die Arbeit niederlegen und das gleißende Licht aus kürzester Entfernung bewusst genießen.
Ein großer Genuss ist es freilich nicht, wie im Test der Lichttherapie-Lampen festgestellt werden musste. Man fragte sich unweigerlich, wie lange die Augen dies mitmachen, und ob langfristige Schäden zu erwarten seien. Eines können wir mit Gewissheit sagen: Durch Nutzung einer 10.000 Lux Therapielampe mit 6500 Kelvin Farbtemperatur, verbessert sich die Sehkraft nicht. Dafür stehen wir grade! Glaubt man den Angaben der Hersteller, droht dem bis dahin gesunden Auge, kein Nachlassen der Sehkraft in Folge der Lichttherapie. Voraussetzungen dafür sind die Flimmerfreiheit des Leuchtmittels, das Fehlen von UV-Strahlung, Infrarotstrahlung und zu viel Blaulicht im Lichtspektrum. Handelt es sich bei einer Lichttherapielampe um ein zertifiziertes Medizinprodukt, sollte dies gewährleistet sein. In unserem Test galt es mitunter Gegenteiliges festzustellen, wenngleich die meisten Lichttherapie-Geräte, die an sie gerichteten Anforderungen erfüllten.
Sind die Augen schon vorher von einer Krankheit gezeichnet, ist von der Lichttherapie abzusehen oder zumindest vorher ein Augenarzt zu konsultieren. Gegebenenfalls muss ersatzweise auf eine medikamentöse Therapie zurück gegriffen werden. Doch auch bei guter Augengesundheit, sollte man die täglichen Therapiesitzungen nicht zur Gewohnheit werden lassen. Die Dauer der einzelnen Sitzungen sollte nicht ins Unermessliche ausgedehnt werden. Zwar ist der Spruch "Viel hilft viel" vollkommen korrekt, aber die Ungefährlichkeit ausufernder Lichttherapie-Partys konnte noch nicht zweifelsfrei und von unabhängiger Seite bestätigt werden. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass bei sachgemäßer Nutzung einer Therapielampe, gemäß der in ihrem Handbuch stehenden Sicherheitsbestimmungen, keine gravierenden Risiken für Leib und Leben bestehen. Leib und Leben sind ggf. bei Nichtnutzung der Lichttherapie-Lampe in Gefahr! Bei Bedarf und Therapieerfolg, sollte man eine zertifizierte Licht-Therapie-Lampe, 8-16 Wochen lang, täglich bis zu 2 Sunden nutzen können. Diese Angabe gilt unter Vorbehalt und steht hinter den Angaben in der Bedienungsanleitung ihres künftigen Freudenspenders zurück.
Hat man die erste Sitzung hinter sich gebracht, ist aber immer noch nicht euphorisch, liegt dies an der verzögert eintretenden Wirkung der künstlichen Lichttherapie. Bis zu 5 Therapiesitzungen sind notwendig, um den Effekt einer echten Sonnenstunde zu erreichen. Dies erklärt sich aus dem Helligkeitsunterschied. Leuchtet die Therapielampe bestenfalls mit 10.000 LUX (eher mit 2500 bis 5000 LUX), so bietet Frau Sonne eine Helligkeit von mindestens 50.000 LUX. Deshalb der Rat an akut und schwer Betroffene, zunächst jeden echten Sonnenstrahl auszunutzen und das Lichttherapie-Gerät ergänzend einzusetzen! Der Aufenthalt an einem wolkenlosen Tag im Freien, ist das Beste was man im Kampf gegen die Winterdepression unternehmen kann!
Tritt der gewünschte Erfolg auch nach einer Woche der künstlichen Lichttherapie nicht ein, ist nun der richtige Zeitpunkt um nervös zu werden. Wurde die Lichttherapie gemäß unserer Anleitung durchgeführt, aber keine Besserung des Befindens erzielt, ist von einer nicht lichtmangelbedingten Depression auszugehen. Der Gang zum Arzt sollte nun nicht länger hinaus gezögert werden.

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Fazit zur Lichttherapie und Testergebnis

Die Lichttherapie ist kein fauler Zauber. Entdeckt wurde deren Wirksamkeit von einem Lebensmüden, welcher sich beim Sprung vom Dach in der Fassadenbegrünung verhedderte. Dehydriert aber mit einem Lächeln auf den Lippen, wurde er nach 3 Stunden in der prallen Südsonne, von der Trauben behangenen Rebe gelesen. Glücklich und zufrieden kehrte er ein, ins geschlossene Heim. Erst nach 3 Tagen in einer fensterlosen Gummizelle, setzte er sein ursprüngliches Vorhaben erfolgreich um.
Mittlerweile ist die heilende Wirkung des hellen Lichtes wissenschaftlich erwiesen. Die aus der Lichttherapie resultierenden chemischen Prozesse im Kopfe des Erleuchteten, sind hingegen noch immer nicht vollständig erforscht. Wichtig erscheint uns die Erkenntnis, mit der Lichttherapie ein wirksames Mittel gegen die Winterdepression und andere lichtmangelbedingte Krankheiten zur Verfügung zu haben.
Die zum Test angetretenen Lichttherapiegeräte unterschieden sich enorm in ihrem Auftreten, was sich nicht immer im Testergebnis bemerkbar machte. Abzuwerten galt es jedoch jene Therapielampen im Test, welche mit Leuchtstoffröhren daher kamen. Leuchtstoffröhren enthalten Quecksilber und andere Gifte, welche im Falle des Zerberstens, spätestens aber bei anstehender Endsorgung (Sondermüll!) zum Problemfall werden. Ähneln sie in ihren Leuchteigenschaften den LED-Therapielampen, so verbrauchen sie doch mindesten die 10-fache Menge Strom. Das ist traurig und könnte den Empfänger der Stromrechnung zusätzlich deprimieren (Stromrechnungsblues). Auch die Leuchteigenschaften dieser keineswegs immer billigen Leuchtstoff-Therapielampen ließen in vielen Fällen zu wünschen übrig. Dabei waren es selten Abweichungen von der vorgeschriebenen Farbtemperatur und auch die gewünschte Helligkeit wurde von den Testprobanden zumeist erreicht. Die Mehrheit der Leuchtstoffröhren flimmerte jedoch merklich, wenn auch nicht immer sichtbar. Merken tat man es am zunehmenden Brummschädel. Lichttherapie-Geräte mit Leuchtstoffröhren sind ein Überbleibsel aus dem letzten Jahrtausend und haben im Jahre 2017 nichts verloren.
Doch auch die mit LED-Lämpchen bestückten potentiellen Testsieger erwiesen sich im Ergebnis des Testberichtes, nicht alle als Empfehlenswert. Einige leuchteten zu schwach, andere offenbarten Schwächen in der Bedienung und wieder andere waren schlecht verarbeitet oder nach kurzer Zeit des Einsatzes kaputt. Generell kann aber von einer guten Qualität der Lichttherapie-Geräte gesprochen werden, sind sie doch frei von hochtrabenden und defektanfälligen Innovationen. Der Aufbau der Lampen ist recht einfach gehalten. Besaß die Therapielampe einen Schwanenhals, bekam sie aufgrund der damit verbundenen Vielseitigkeit, einen dicken Bonuspunkt. Besaß selbige Lampe einen Sensorschalter, wurde der Bonuspunkt gleich wieder abgezogen. Aus Kostengründen wird er oft verbaut, und erfüllt seinen Zweck nur leidlich.
Eine gute Therapielampe ist für unter 200 EUR erhältlich. Mehr sollte man nicht investieren, weil wesentlich teurere Lichttherapie-Geräte im Test keinen Vorteil erkennen ließen. Tageslicht-Lampen unter 100 EUR sollte man beim Händler stehen lassen. Deren Lichteigenschaften sind nicht immer schlecht, resultieren aber i.d.R. aus verschwenderischen und vergifteten Leuchtstoffröhren. Der fehlende Schwanenhals schränkt die Einsatzmöglichkeiten ein und macht die Standplatzsuche zum schwierigen Unterfangen. Gute Besserung!

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