Die Besten im Kaminofen Test 2017

Im Kaminofen Test: 22 Öfen mit Sichtfenster als Kamin-Alternative des armen Mannes im Vergleich

Im Kaminofen Test 2017 soll es uns nicht nur darum gehen, den besten Ofen mit Sichtfenster zum Testsieger zu küren. Ungeachtet innerer Qualitäten wäre dies ohnehin ein höchst subjektives Unterfangen. Wichtiger erscheint es uns über die Vorraussetzungen zu informieren, welche zum Betrieb eines Kaminofens in Ihrer speziellen Wohnsituation erfüllt sein müssen. Als Kamin Alternative des armen Mannes, soll der Ofen mit Sichtfenster, Behaglichkeit aber auch Wärme in die kärglichen Stuben der Arbeiter und Bauern zaubern. Dies gelingt ihm nur bedingt wissen wir im Ergebnis unseres Kaminofen Testberichtes 2017 zu vermelden. Selbst die besten Kaminöfen sehen nach Jahren des stetigen Heizens ziemlich verschlissen aus. Nicht wenige fallen schon nach einer Heizperiode auseinander. Feinstäube in der Wohnung, das stressige Knistern des Feuers und dessen wüst flackernde Flammen, schädigen die Gesundheit der verhinderten Romantiker aus Unter- und verarmter Mittelschicht. Auch die Natur und das nachbarschaftliche Kleinklima werden nachhaltig beeinträchtigt, Kaminofen Test 2017wenngleich der Gesetzgeber den Betrieb der Festbrennstoff betriebenen Einzelraumheizer immer schärfer reglementiert. Gibt es für den Betrieb der meisten Bestandsöfen weit reichende Übergangsfristen, so kennt er bei der Inbetriebnahme neuer Kaminöfen kein Pardon (1. BImSchV). Zwecks Reduzierung der Feinstaubbelastung müssen die neuen Kaminöfen strenge Grenzwerte einhalten. Vor 1975 installierte Einzelraumheizer müssen ausgetauscht oder mit einem Russfilter nachgerüstet werden. Die zum Kaminofen Test 2017 angetretenen Exemplare erfüllten zwar alle gesetzlichen Auflagen, enttäuschten aber auf anderen Gebieten. Effektivität und nachhaltige Romantik sucht man selbst bei den besten Kaminöfen vergebens. Die Testsieger überzeugten durch lang anhaltende Qualität, Brenndauer und Wärmeabgabe. Hinter dem offenen Kamin müssen sie sich nicht verstecken.
 

Wozu einen Kaminofen kaufen?

Testbericht I Testsieger I Alternativen I Beim Kauf beachten I Zubehör

Kaminofen-Käufer versprechen sich sehr viel vom Einzelraumheizer mit Sichtfenster. Ein warmes Zimmer und eine romantische Atmosphäre sind noch die realistischsten Wünsche, welche zum Kauf eines Kaminofens führen. Eine kostengünstige ökologische Alternative zur Zentralheizung erhoffen sich die Kaufinteressenten vergebens. Das warme Zimmer erfordert die eigenhändige Abholzung unserer Wälder oder den überteuerten Kauf von Brennholz im Baumarkt. Dass das Brennholz bei seiner Verbrennung nur soviel Kohlendioxid freisetzen soll, wie es während seines Wachstums aufgenommen hat, ist das Argument geschäftstüchtiger Ökofritzen. Tatsächlich ist der durch den Schornstein geblasene Baum unwiederbringlich verloren, das innerstädtische Kleinklima versaut. Die Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) soll künftig das Schlimmste verhindern. Günstiger macht sie das Heizen mit dem Kaminofen nicht. Für stressfreie Romantik sorgt auch eine Kerze auf dem Tisch. Wozu also einen Kaminofen kaufen?

Wärme und Behaglichkeit auf Kosten von Umwelt und Freizeit

Ein Kaminofen kann die Zentralheizung nicht dauerhaft ersetzen, wohl aber ergänzen. So kann die Zentralheizung in der Übergangsjahreszeit deaktiviert werden und dem Kaminofen das Feld überlassen. In harten Wintern kann der festbrennstoffbetriebene Einzelraumheizer die Zentralheizung unterstützen oder im Falle deren Havarie das Schlimmste verhindern. Wasserführende Kaminöfen können sogar an die Zentralheizung gekoppelt werden und so die Beheizung des ganzen Hauses unterstützen. Der wohl größte Vorteil des Kaminofens im Vergleich zu anderen Übergangs- und Zusatzheizungen (Ölradiator, Heizlüfter, Heizstrahler), liegt jedoch in der von ihm ausgehenden Behaglichkeit.
In Sachen Effizienz und Umweltfreundlichkeit gerät der Ofen mit Sichtfenster jedoch deutlich ins Hintertreffen. Freunde des billigen Heizens sehen allzu oft nur den günstigen Preis des selbst geschlagenen Holzes. Den damit verbundenen Aufwand sehen sie nicht. Das Schlagen, Sägen, Rankarren, Trocknen und Verheizen des Holzes stellt einen Aufwand dar, welcher den Sinn eines Kaminofens als effiziente Heizung ernsthaft in Frage stellt. Wer seine Holzscheite im Baumarkt erwerben muss, weil ihm der Kettensägeschein fehlt, der käme mit einem strombetriebenen Direktheizer zwar weniger romantisch, aber doch deutlich günstiger davon. Dieser braucht weder einen Schornstein, noch einen Schornsteinfeger. Die Anschaffungskosten eines Elektrokamins betragen im Vergleich zum Kaminofen nur einen Bruchteil. Da kostet allein der Besuch des Schornsteinfegers das 10-fache. Heizlüfter, Ölradiator oder Heizstrahler sind nicht an einen festen Ort gebunden und können je nach Bedarf versetzt werden. Sind auch die Stromkosten nicht von Pappe, so bleibt es doch bei diesen. Ist die Wärme der Elektroheizer auch nicht sonderlich behaglich, so lässt sich diese doch besser dosieren, schneller bereitstellen und sofort verhindern. Strom betriebene Direktheizer besitzen keinen Aschekasten und blasen weder Feinstäube noch Ruß in die Raumluft. Die durch Stromerzeugung entstehenden Emissionen dürfen zwar nicht herunter gespielt werden, verpesten aber nicht das innerstädtische Klima. Sie entstehen dort wo die Bäume wachsen, welche Sie in Ihrem neuen Kaminofen verheizen wollen. Deren Aufgabe ist es, Kohlendioxid aufzunehmen und via Photosynthese in Sauerstoff umzuwandeln. Aber daraus wird ja nun nichts mehr. Schade!

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Entspannung und Romantik vor dem Kaminofen oder Stressmaximierung für Hyperaktive?

Die Vorstellung von einem gemütlichen Feierabend vor dem Kaminofen, existiert in der Phantasie zahlreicher Arbeiter und Bauern. Weil der Kauf eines Kaminofens vordergründig betrachtet ein günstiges Vergnügen darstellt, erfüllen sich viele Schmalspur-Romantiker ihren Traum vom Pseudo-Kamin, bevor sie sich mit der grausamen Realität auseinander gesetzt haben. Ist der Kaminofen installiert und das erste Feuer gelegt, nimmt das Unheil seinen Lauf.
Ist der erste Gestank der sich einbrennenden Lackierung verflogen, bleibt das wilde Flackern der Flammen sowie das unkoordinierte Knistern und Knallen der brennenden Holzscheite. Die audiovisuellen Eigenschaften eines Kaminfeuers werden höchst unterschiedlich und selten positiv wahrgenommen. Die Wenigsten sind in unserer schnelllebigen Zeit noch in der Lage, 5 Minuten stillzusitzen ohne dabei am Rad zu drehen. Schuld ist die alltägliche und ganztägige multimediale Reizüberflutung, welche unzählige psychisch kranker Wracks hervorbringt.
Entspannung suchende Menschen sitzen angespannt vor dem Sichtfenster, befürchten das Schlimmste und hoffen dass es bald vorbei ist. Brennt das Feuer nicht schnell genug herunter, springen sie auf und versuchen es zu löschen oder terrorisieren ihre Angehörigen. Es handelt sich dabei um hyperaktive ängstliche Menschen, welche sich einerseits langweilen aber gleichzeitig vor Veränderungen fürchten. Jene Menschen schalten auch die Senderliste am TV rauf und runter, ohne sich länger als 2 Sekunden auf ein Fernsehprogramm konzentrieren zu Kaminofen kaufenkönnen. Das monotone Programm des Kaminofens überfordert sie intellektuell, verursacht Stress und Minderwertigkeitskomplexe. In dieser Situation gefangen, fällt es dem Ernährer schwer seinen Mann zu stehen. Ein Techtelmechtel zweier oder mehrerer Personen vor dem Kaminofen, endet dann zumeist unerfüllt in Sachen gehüllt.
Einigen Leuten gelingt es dennoch Entspannung zu finden und sich vor dem Kaminofen zu vergnügen. Man braucht halt die entsprechenden Nerven und den richtigen Kaminofen. Auch das Umfeld muss stimmen. Mit der Wahl des geeigneten Kaminofens allein ist es nicht getan. Die gute Stube muss entsprechend ausstaffiert werden, damit der Kaminofen nicht wie ein Fremdkörper wirkt. Hat man es geschafft ein romantisches Ambiente zu kreieren, sollte man sich nicht zu früh freuen, denn es bleibt nicht lange erhalten. Schon bald erstrahlt selbst der beste Kaminofen in einem mehr oder weniger edlen Vintage-Look (siehe Foto), denn die Hitze hinterlässt ihre Spuren. Auch die Wandgestaltung lässt nach kurzer Betriebsdauer zu wünschen übrig und schreit nach einer Renovierung. Hitze, Feinstäube und Ruß verwandeln jedes noch so romantische Kaminzimmer in ein Stundenhotel, wo man außer Geschlechtskrankheiten und Kakerlaken nichts erwartet.
Im Vergleich zum offenen Kamin, schlägt sich der geschlossene Kaminofen gar nicht so schlecht. Handelt es sich um einen offenen Kamin ohne Kaminscheiben, leidet die Umgebung deutlich mehr. Auch die Feinstaubbelastung im Zimmer ist bei Nutzung eines offenen Kamins ohne Ofenglas deutlich größer. So gesehen ist ein Kaminofen nicht das Schlimmste. Der reiche Schnösel ist mit seinem offenen Kamin schlechter dran!

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Erhöht ein Kaminofen den Wert der Immobilie?

Nicht wirklich! Einzige Ausnahme bildet ein nagelneuer Kaminofen, welcher unmittelbar vor der Immobilienveräußerung installiert und noch nie befeuert wurde. Auch dann ist der Wertzuwachs eher marginal. Für den Kaminofen gilt ansonsten das gleiche wie für den Kamin: Romantik und Wertigkeit existieren nur in der Phantasie des Nichtbetrachters. Ein über längere Zeit betriebener Kaminofen sieht dermaßen verschissen aus, dass er den Wert der Immobilie eher nach unten zieht. Dabei ist weniger der Kaminofen selbst das Problem, als viel mehr dessen vergilbter Standplatz. Hitze und Feinstäube setzen der unmittelbaren Umgebung dermaßen zu, dass eine halbjährliche Renovierung des "Kamin-Zimmers" oft unumgänglich erscheint. Aber auch der Kaminofen sieht nach einer Heizperiode nicht mehr feierlich aus. Angerostete Bleche, versiffte Scheiben trotz Scheibenspülung und gerissene Steinverkleidungen, erzeugen eher Ekel statt Kaufinteresse.
Insbesondere private Immobilienveräußerer geben in ihren Inseraten gerne mit einem Foto ihres romantischen Kaminofens an und blamieren sich damit bis auf die Knochen. Eine kitschige Wandgestaltung im Hintergrund des Kaminofens verschärft nicht selten den schäbigen Gesamteindruck. Am widerlichsten erscheinen uns diesbezüglich Klinker oder Klinkerriemchen. Die wirken so schon ziemlich billig, lassen sich aber auch schlecht bis gar nicht vom Ruß befreien. Eine verputzte Innenwand hingegen, lässt sich ohne großen Aufwand mit einer neuen Schicht Innendispersionsfarbe versehen. Eine bodenständige Wandgestaltung passt auch besser zu einem banalen Kaminofen. Dieser ist nun mal kein Kamin, hat dafür aber ganz eigene Vorzüge. Im Vergleich zum Kamin bietet der Kaminofen einen besseren Wirkungsgrad und vermag es bei deutlich geringerem Brennstoffverbrauch, ein Zimmer zu heizen. Ein betagter Kamin und dessen Umgebung hingegen, sehen einfach nur verschissen aus. So als hätte es im Zimmer gebrannt.
Manchen Immobilenkäufern erscheint es sicherer und vorteilhaft, wenn zusätzlich zur hochtechnisierten Zentralheizung eine zweite Möglichkeit der Beheizung existiert. Ist die Zentralheizung defekt oder wird sie im Sommer deaktiviert, kann ein Kaminofen wertvolle Dienste leisten. Ein neuwertiger Einzelraumheizer wird deshalb gerne genommen und vermag das Kaufinteresse durchaus anzuheizen. Wichtiger als ein verschissener Ofen, erscheint uns aber ein intakter Schornstein. So kann der Immobilienkäufer einen Kaminofen nach seinem Geschmack auswählen und kaufen.

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Der Kaminofen Test im Detail

Allgemeines I Testsieger I Alternativen I Beim Kauf beachten I Zubehör

Kaminöfen gibt es in unterschiedlichsten Preislagen, Qualitäten und Designs. Im Kaminofen Test 2017 suchten wir nach dauerhaften, bodenständigen und bezahlbaren Einzelraumheizern, welche die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und das Niveau der Stube aber auch deren Temperatur dauerhaft zu heben wissen. Allzu kitschige, billige oder unverhältnismäßig teure Kaminöfen, wurden zu unserem Test gar nicht erst zugelassen. Das Testergebnis spricht nicht unbedingt für den Kaminofen, wenngleich die besten Öfen mit Sichtfenster, so auch unsere Testsieger, den Alltag bedingt bereichern können. Das romantische Ambiente muss man sich spätestens nach einer Heizperiode dazu denken. Nur wenige der 22 im Kaminofen Test 2017 verglichenen Einzelraumheizer mit Sichtfenster wussten zu gefallen und bekamen eine gute Testnote verliehen. Unsere Testsieger haben uns vollends überzeugt, müssen aber nicht für Jeden die beste Lösung darstellen. Je nach Geschmack, Ambiente und Größe Ihrer guten Stube, kann Ihr persönlicher Kaminofen Testsieger ein anderer sein.

Anmutung und Zumutung - Der erste Eindruck

Nicht alle der 22 Kaminöfen erschienen vom Transport gezeichnet, mehr oder weniger deformiert zum Test. Immerhin 5 der 22 Öfen kamen unbeschädigt zur Auslieferung. Zehn weitere Einzelraumheizer besaßen kleinere Schönheitsfehler im nicht sichtbaren Bereich. Leider waren 7 Kaminöfen derart verunstaltet, dass wir sie reklamieren mussten. Zwei der sieben Retouren hätten aufgrund ihrer Beschädigungen nicht sicher betrieben werden können (Kohlenstoffmonoxid!). Ob tatsächlich ein unsachgemäßer Transport für die Beschädigungen verantwortlich war, darf im Einzelfall bezweifelt werden. Einige der Kaminöfen wagten sich derart schlecht verarbeitet zum Test, dass genauso gut Fertigungsfehler in Verbindung mit einer mangelhaften Endkontrolle für deren Zustand verantwortlich sein könnten. Im Zweifel für den Angeklagten und so gaben wir den Herstellern eine zweite Chance. Zu Abwertungen kam es letztendlich bei 11 der 22 Kaminöfen, aufgrund weiterhin bestehender optischer Mängel. Auch unterschiedliche Spaltmaße, gerissene Schamottsteine sowie ungenau eingepasste Stahl- und Steinplatten zählten wir dazu.
Die Materialanmutung gab kaum Anlass zur Kritik, wenngleich die Kaminöfen im Test mit höchst unterschiedlichen Materialien brillierten. Kostete ein Einzelraumheizer mit Ofenstahl-Gehäuse entsprechend weniger im Vergleich zum Kaminofen mit ergänzender Specksteinkeramik, gereichte ihm seine billigere Machart nicht zum Nachteil. Unterschiedliche Qualitäten und Preise sind notwendig, um die verschiedenen Bevölkerungsschichten unabhängig von deren Einkommenshöhe absahnen zu können. Die inneren Werte litten selten unter der äußeren Gestaltung, wenngleich eine gut austarierte Natursteinverkleidung, die Wärmespeicherung des Kaminofens merklich verbessern kann.
Bezüglich des Designs (Formgebung der Kaminöfen) enthielten wir uns im Test weitestgehend der Stimme. Erschienen uns auch die schnörkellosen und kompakt gehaltenen Kaminöfen am besten, so hat hier jeder seine eigene Meinung. Unser Tipp: Überlassen Sie die Wahl des geeigneten Kaminofens niemals Ihrer Frau! Räumen Sie ihr stattdessen ein 49-prozentiges Mitspracherecht ein. Frauen wählen nie den besten Kaminofen, sondern stets den teuersten mit den lächerlichsten Verzierungen.

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Wärmeabgabe und Wärmespeicherung

Ein Kaminofen dient nicht allein der Schaffung einer romantischen Atmosphäre. Als vollwertiger Einzelraumheizer ist es seine Aufgabe, die Temperatur in seiner Umgebung merklich anzuheben. Idealerweise sollte er dies so effizient und so ökologisch wie möglich tun. Wasserführende Kaminöfen sind sogar in der Lage, die Aufgaben der Zentralheizung bedingt zu übernehmen oder diese in ihren Bemühungen zu unterstützen. Wasserführende Kaminöfen sind im Vergleich zu den reinen Einzelraumheizern aufwendiger und teurer. Wer einen wasserführenden Kaminofen kaufen möchte, sollte bei dessen Auswahl vermeintlich günstige Angebote ignorieren. Ein wasserführender Kaminofen kommt erfahrungsgemäß auf 3 bis 4 mal so viele Betriebsstunden im Vergleich zum Einzelraumheizer. Möchte man das ganze Haus zuverlässig und dauerhaft mit Wärme versorgen, sollte man auf Qualität achten und beim Kauf des wasserführenden Kaminofens etwas tiefer in die Sofaritze greifen. Im Kaminofentest 2017 interessierten wir uns für die wasserführenden Feuerstätten nur am Rande. Sie sind ineffizient, aufwendig zu betreiben und teuer in Anschaffung und Unterhalt. Als Notnagel sind sie eine Alternative.
Im Kaminofen Test 2017 konzentrierten wir uns auf reine Einzelraumheizer mit Sichtfenster. Deren oberste Priorität ist es, die unmittelbare Umgebung des eigenen Standortes zu erwärmen, aber auch das Herz des Betrachters. Bei der Auswahl des geeigneten Kaminofens kommt es auf die Gewichtung der persönlichen Prioritäten an. Wer in erster Linie sein Herz erwärmen und das seiner Kameradin erweichen möchte, braucht ein großes Sichtfenster und davor ein Bärenfell (auf den Sicherheitsabstand zu brennbaren Gegenständen achten!). Auch die Wärmeabgabe ist nicht ganz unwichtig, damit des Mannes Lalleck für die Dauer des Aktes Form und Haltung bewahrt. Einen mit Schamottsteinen ausgekleideten Brennraum braucht es dafür nicht, wissen die meisten Frauen leidvoll zu berichten, denn der Lalleck des Mannes steht nicht ewig und verschwindet alsbald wieder in der verschissenen Trainingshose.

Schamotte oder Vermiculite?

Trotzdem empfehlen wir bei der Wahl des Kaminofens auf dessen Auskleidung zu achten! Ein reiner Einzelraumheizer ohne Anbindung an die Zentralheizung, sollte über einen mit Schamottsteinen ausgekleideten Brennraum verfügen, während der wasserführende Kaminofen von einer Feuerraumauskleidung aus Vermiculite profitiert. Nicht erst unser Kaminofen Test war notwendig, um das enorme Wärmespeichervermögen der Schamotte-Steine zu erkennen. Schamottsteine nehmen die Wärme auf, um sie allmählich über einen langen Zeitraum an den unmittelbaren Standort abzugeben. Vermiculite besitzt hingegen eine isolierende Wirkung und hält die Wärme zurück. Dies kann auch bei einem Einzelraumheizer von Vorteil sein. Nämlich dann wenn man ihn aus optischen Gründen größer kauft, als es der Standort eigentlich zulässt. Mit Vermiculite ausgekleidete Brennräume findet man allerdings vorwiegend in wasserführenden Kaminöfen vor. Deren Wärme soll nicht (nur) an die unmittelbare Umgebung, sondern auch und mitunter überwiegend an das Rohrleitungssystem der Zentralheizung abgegeben werden. Hier spielt das isolierende Vermiculite seine Stärke aus, denn es hält die Wärme im Ofen, wo es für die Aufheizung des Wassers benötigt wird.
Im Kaminofentest 2017 hatten wir Gelegenheit, 19 Einzelraumheizer mit Schamottauskleidung und 3 Kaminöfen (ebenfalls nicht wasserführend) mit Vermiculiteauskleidung zu begutachten. Wie schon angedeutet, hat Vermiculite eigentlich nichts im Einzelraumheizer zu suchen. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber nicht in unserem Test. Überraschenderweise galt es auch die Schamottauskleidungen von 10 der Testteilnehmer abzuwerten. Zu schwach, zu dünn, nicht flächendeckend und/oder beschädigt, erfüllten sie ihren Auftrag unzureichend. Was sich zunächst in einer unausgeglichenen Heizleistung niederschlägt, macht sich im Dauertest durch eine verzogene und beschädigte Ofenhaut bemerkbar. Auch gerissene Sichtfenster und Natursteinverkleidungen haben ihren Ursprung in einer minderwertigen Schamotteauskleidung. Aus gutem Grunde handelt es sich bei den von uns empfohlenen Kaminöfen nicht um Pfennigartikel! Günstigen Kaminöfen aus dem Baumarkt sieht man deren Minderwertigkeit nicht an. Diese versteckt sich heimtückisch im Brennraum.

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Schadstoffausstoß der Kaminöfen im Wohnraum

Neu zu errichtende Kaminöfen unterliegen den Bestimmungen der 1. Bundesimmissionsschutz-Verordnung. Die 1. BImSchV reglementiert zwar den Schadstoffausstoß am Schornsteinkopf, interessiert sich aber nicht für Undichtigkeiten am Ofen oder undichte Ofentüren. Im Kaminofen Test 2017 ging es uns weniger um den regulären Schadstoffausstoß, als vielmehr um die Belastung des Wohnraums mit Feinstaubpartikel und Kohlenmonoxid. Nicht immer zeichnen sich eine mangelhafte Installation oder ein verstopfter Schornstein für ein tödliches Unglück in Zusammenhang mit Festbrennstoffherd oder Kaminofen verantwortlich. Kommt es durch unvollständige Verbrennung zur Freisetzung von Kohlenmonoxid und entweicht das tödliche Gas nicht durch den Schornstein, sondern durch die Ritzen des Ofens, haben die Bewohner schlechte Karten. Werden sie rechtzeitig gefunden, kommen sie mit einem leichten Dachschaden davon. Oft jedoch erweist sich der Schaden am Dach der Hausbewohner als derart groß, dass das Unglückshaus nur noch an Verwandte 3. Grades weitervererbt werden kann.
Der Kaminofen Test hat glücklicherweise ergeben, dass entsprechende Undichtigkeiten am Ofen, allenfalls aus Transportschäden resultieren. Entsprechend beschädigte Kaminöfen sortierten wir gleich am Anfang unseres Testberichtes aus. Trotzdem galt es im Testbetrieb der Kaminöfen, eine erhöhte Feinstaubbelastung der Raumluft zur Kenntnis zu nehmen. Auch der Sauerstoffgehalt der Luft nahm beim Betrieb raumluftabhängiger Kaminöfen merklich ab. So oder so empfehlen wir deshalb ausschließlich die sachgerechte Verwendung raumluftunabhängiger Kaminöfen! Früher oder später wird die Bauphysik eines jeden Gebäudes derart durch Fenster- und Fassadensanierung ruiniert, dass die natürliche Frischluftzufuhr gänzlich unterbunden wird. Neben der Schimmelbildung wird dann auch der veraltete Einzelraumheizer zum tödlichen Risiko. Während man in Neubauten auf Lüftungsanlagen setzt (welche ausfallen können!), setzt man in sanierten Altbauten allzu oft auf das regelmäßige manuelle Lüften. Eine nicht zu verantwortende Dummheit!
Obwohl unser Testergebnis nicht so schlecht wie befürchtet ausgefallen ist, mussten wir bei der Besichtigung älterer Feuerstätten immer wieder deren verschissene Umgebung zur Kenntnis nehmen. Rußgeschwärzte Wände, vergilbte Tapeten und äußerlich arg versiffte Öfen lassen darauf schließen, dass erst der mehrjährige Praxisbetrieb ans Tageslicht bringt, was im Kaminofen Test verborgen bleibt. Die starken Temperaturschwankungen scheinen sowohl der Ofenhaut, als auch den Rauchrohranschlüssen derart übel mitzuspielen, dass dem Feinstaub Tür und Tor geöffnet wird. Zwar reduziert eine saubere Verbrennung die Gefahr einer Kohlenmonoxid Vergiftung, aber der Feinstaub kann sein tödliches Werk trotzdem in Angriff nehmen. Der von ihm verursachte Tod lässt länger auf sich warten, fällt aber ungleich grausamer aus. Allzu oft wird der Lungenkrebs ausschließlich mit dem Tabakkonsum und dem Schadstoffausstoß von Diesel-Fahrzeugen in Verbindung gebracht. Leider spielt der Kaminofen bei der Entstehung eines tödlichen Karzinoms keine untergeordnete Rolle. Er kontaminiert nicht nur das Außenklima, sondern ganz besonders die Raumluft. Unsichtbar und schleichend bringt der Kaminofen den Tod, wenngleich sich unsere Testsieger keiner Schuld bewusst sein müssen.

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Kaminöfen im Dauertest

Im Dauertest konnten wir den mehrjährigen Einsatz der verschiedenen Kaminöfen wohl nur bedingt simulieren. Während wir die Öfen mehrere Wochen am Stück befeuerten, blieben die in der Praxis üblichen extremen Temperaturschwankungen weitgehend unberücksichtigt. Eben jene Temperaturschwankungen (heizen-abkühlen-heizen-abkühlen) quälen das Material über die Jahre derart, dass es schneller altert als im simulierten Dauertest. Die aus unterschiedlichen Materialien und Materialstärken bestehende Ofenhaut dehnt sich an einigen Stellen stärker als an anderen. Selbiges erfolgt beim Prozess der Abkühlung in umgekehrter Form. Das stetige Arbeiten der Ofenhaut schadet dem Kaminofen mehr, als eine konstant hohe Temperatur. Eine Konsequenz lässt sich aus dieser Erkenntnis nicht ableiten, denn auch dann zu heizen wenn man die Wärme nicht benötigt, wäre Kokolores.
Wenngleich der Praxisalltag jeden Kaminofen altern lässt, lohnt es sich beim Ofenkauf auf Qualität zu achten. Etablierte Kaminofen Hersteller sind nämlich in der Lage, durch gezielte Kombination hochwertiger Bauteile, den Alterungsprozess hinauszuzögern und/oder dessen Folgen zu mildern. Zwar erwies sich unser Dauertest nicht gerade als Praxistest, aber dennoch rissen währenddessen bei einigen der günstigen Kaminöfen, die Sichtfenster und Natursteinplatten. Auch die metallischen Oberflächen sahen alsbald recht muchtig aus. Ein Blick in den Brennraum lieferte in den meisten Fällen die Erklärung. Wenn an der Schamottsteinverkleidung gespart wurde, blieb dem betreffenden Ofen ein langes Leben in Schönheit verwehrt. Eine gute Schamotteauskleidung des Brennraums federt Temperaturspitzen ab und nimmt ein Großteil der Last von der Ofenhaut. Doch auch Ofenhaut, Türen, Sichtfenster und Rauchrohranschlüsse selbst, erwiesen sich im Dauertest selten von hochwertiger Qualität und guter Verarbeitung. Nicht mehr funktionierende Schließmechanismen, abgebrochene Griffe, beschädigte Scheiben, undichte Stellen am Ofen und hin zum Rauchrohr, lassen viele Kaminöfen im Testergebnis aber auch in der Realität ziemlich alt aussehen. In der Praxis zeigt sich dies nicht nur am verschlissenen Ofen, sondern auch am Ruß geschwärzten Kaminzimmer und den Feinstaub geschädigten Lungen der Ofenbetreiber. Nur 4 der 22 getesteten Kaminöfen überstanden unseren Dauertest nahezu neuwertig mit geringfügigen Gebrauchspuren. Alle anderen wiesen Blessuren oder unschöne Abnutzungserscheinungen auf.
In der Praxis hätte dies gravierende Folgen für das Familienbudget, denn der Anschaffungspreis ist bei einem Kaminofen der kleinste Kostenfaktor. Die größten Kosten verursachen Installation, Transport, Abnahme und Reparaturen. Wer beim Kaminofenkauf 500 EUR sparen möchte, indem er zum 300 EUR Model aus dem Baumarkt greift, der hat die genannten Nebenkosten alle 2 Jahre zu tragen, während der qualitätsbewusste Investor mit seinem 800 EUR Ofen, durchaus 10-20 Jahre lang heizen kann. Denke dran!

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Brennmaterial und Ersatzteilversorgung

Ging es uns in dieser Testdisziplin vorwiegend um die Ersatzteilversorgung und den Service seitens der Hersteller, wollen wir an dieser Stelle auch ein paar Worte zum Brennmaterial verlieren. Alle im Kaminofen Test begutachteten Einzelraumheizer kamen mit Holzscheite, Kaminbriketts aus Braunkohle und Holzbriketts zurecht. Selbst der kompakteste Kaminofen im Test war in der Lage, 30cm langes Scheitholz zu fassen. Verlangt der Baumarkt um die Ecke gut 100 EUR für den Raummeter Brennholz, so gibt sich der Holzwilderer im Harz mit 30 Mücken zufrieden. Natürlich an der Steuer vorbei, aber dafür inkl. Anlieferung. Schon bevor Sie einen Kaminofen kaufen, sollten Sie sich über eine günstige Bezugsquelle für Ihr Brennholz Gedanken machen. Sind Sie gezwungen die Baumarktpreise für Holzscheite und Briketts zu bezahlen, leidet das Familienbudget furchtbare Qualen. Dann können Sie Ihren neuen Kaminofen nur als Attrappe hernehmen oder zu den Feiertagen anheizen.
Bei wohldosierter Luftzufuhr, richtig dimensioniertem Ofen und günstig eingekauftem Brennholz, sind die besten Kaminöfen durchaus in der Lage, halbwegs ökonomisch zu heizen. Anders als bei Gas- und Ölheizung erfolgt jedoch das Management des Kaminofens manuell und erfordert viel Zeit und Aufmerksamkeit. Eine Steuerung des Kaminofens via App wird immer unvollkommen sein, wenngleich die ersten Hersteller im Hochpreissegment bereits mit einer Smartphone-Steuerung auf Kundenfang gehen.
Im Kaminofen Test kamen wir nicht umhin, uns mit der Ersatzteilversorgung der Kaminofen Hersteller zu beschäftigen. Bereits der Transport zum Testlabor ging nicht ohne Schäden vonstatten. Von Produktionsfehlern wollen wir gar nicht erst reden. Im Dauertest gingen die meisten Teile kaputt. Auch dort wo nichts kaputt ging oder von Anfang an zu bemängeln war, orderten wir diverse Ersatzteile, um uns einen Überblick über deren Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit zu verschaffen. Das Testergebnis darf als kurios bezeichnet werden. Hersteller deren Öfen nicht kaputt gehen und kaum verschleißen, stellen bezahlbare Ersatzteile jeder Art, schnell und unkompliziert bereit. Für Kaminöfen minderwertiger Qualität hingegen, schon vom Transport entstellt und nach dem Dauertest wie vom Blitz getroffen aussehend, sieht es schlecht aus mit Ersatzteilen. Nicht einmal die üblichen Verschleißteile waren verfügbar. Ein Sichtfenster kann immer mal zu Bruch gehen. Auch ein Öffnungsmechanismus ist bei intensiver Nutzung des Kaminofens mitunter zu beklagen. Geplatzte Natursteinverkleidungen sind gerade bei vermeintlich günstigen Kaminöfen aus dem Baumarkt an der Tagesordnung, weil deren mangelhaft schamottierter Brennraum für hohe Temperaturschwankungen sorgt. Immerhin gab es für die bekannten Baumarktfabrikate ein angemessenes Spektrum an Ersatzteilen, wenn auch zu überhöhten Preisen. Letztendlich gilt es auch hier das altbekannte Fazit zu ziehen: Wer einen billigen Kaminofen kauft, kauft zweimal. Sparen kann nur jener, welcher ein etabliertes Fabrikat erwählt und bereit ist, einen deutlich höheren Kaufpreis zu berappen. Ein sicherer, guter und dauerhafter Kaminofen mit angemessener Ersatzteilversorgung und seriösem Hersteller-Service, kostet zunächst das Dreifache, aber unter dem Strich, nach Jahren der Nutzung, nur ein Drittel dessen, was der zunächst als Günstig erachtete Baumarkt-Ofen letztendlich an Kohle verheizt hat.

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Einen Kaminofen kaufen - Was es zu beachten gilt

Allgemeines I Testbericht I Testsieger I Alternativen I Kaminofen Zubehör

Wer einen Kaminofen kaufen möchte, findet in unserem Testsieger einen sehr guten, aber nicht unbedingt auf seine Situation gemünzten Sichtfenster-Ofen. Bei der Kürung des besten Kaminofens zum Testsieger, legten wir unsere eigenen Vorlieben und Kriterien zu Grunde. In Abhängigkeit von Geschmack, Wohnsituation und Einsatzzweck, muss der unserer Meinung nach beste Kaminofen, nicht Ihr Testsieger sein. Bevor Sie einen Kaminofen kaufen, müssen Sie sich mit Ihren Gegebenheiten, Ihren Vorlieben und mit Ihrer Frau auseinander setzen. Es macht einen Unterschied, ob man den Ofen zum Heizen benötigt, oder zum Kopulieren davor. Kommt er in einem hermetisch isolierten Gebäude zum Einsatz? Soll er die schnelle oder die dauerhafte Wärme bereit stellen? Fragen über Fragen, welche vor dem Kaminofen Kauf gestellt und beantwortet werden müssen.

Verwendungszweck des Kaminofens (heizen oder kopulieren?)

Wer vor dem Kaminofen die Generierung von Nachwuchs trainieren oder vollziehen möchte, der braucht bei dessen Kauf nicht viel zu beachten. Um von der romantischen Ausstrahlung seines Einzelraumheizers profitieren zu können und um einen Lustgewinn zu erzielen, sollte der Kaminofen nicht zu tuffig ausfallen, sondern einen eher martialischen Eindruck hinterlassen. Heiße Öfen bringen fast jedes Weib auf Touren! Harley-Davidsons turnen sie hingegen ab. Gleichgeschlechtliche Verfehlungen erfordern unter Umständen nicht nur das blanke Hinter- sondern auch Gegenteil. Gegebenenfalls genügt es zwecks Auslebung homoerotischer Phantasien, die Wand hinter dem Kaminofen rosa zu streichen oder mit einer Hakenkreuzfahne abzuhängen?!
Wesentlich mehr gilt es zu beachten, möchte man den Kaminofen zu Heizzwecken kaufen. Braucht es die schnelle Wärme für den kurzweiligen Fernsehspaß, ist eine dicke Auskleidung des Feuerraumes mit Schamottsteinen eher von Nachteil. Schamottsteine speichern die Wärme, um sie verzögert freizusetzen. Doch wer hält es schon stundenlang vor der Glotze aus? Werden hingegen die Qualitäten eines Dauerbrandofens gewünscht, gilt es einen Kaminofen mit starker Schamotteauskleidung zu kaufen. Oft reicht es trotzdem nur zum Zeitbrandofen. Egal ob Zeitbrandofen oder Dauerbrandofen, die Wärmeabgabe erfolgt bei derlei speicherfähigen Kaminöfen etwas verzögert. Es gilt also ein paar Minuten länger zu bibbern, wenngleich die Wärmestrahlung dank des Sichtfensters, zumindest partiell sofort ihre Wirkung entfaltet.
Wer mit seinem künftigen Neuerwerb die Zentralheizung direkt unterstützen möchte, der muss einen Wasser führenden Kaminofen kaufen. Damit dessen Wärme nicht nur an den Raum seines Standortes abgegeben, sondern auch und vordergründig in das Leitungsnetz der Zentralheizung eingespeist werden kann, braucht der wasserführende Kaminofen eine isolierende Feuerraumauskleidung aus Vermiculite. Im Vergleich zum Schamotte, speichert Vermiculite die Wärme nicht, sondern hält sie weitestgehend zurück, so dass mit ihr die Wassertasche des Kaminofens erhitzt werden kann. Die Nachrüstung eines als Einzelraumheizers konzipierten Kaminofens mittels Wassertasche ist übrigens möglich, aber teuer und letztendlich ineffizient. Der Wirkungsgrad ist deutlich geringer im Vergleich zum als wasserführend geborenen Kaminofen.

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Die richtige Größe des Kaminofens

Bei der Wahl der richtigen Kaminofengröße geht es nicht vordergründig um die Optik, aber auch! Ein zu wuchtiger Kaminofen in einem kleinen Dachzimmer, macht die gemütliche Mansarde zum Hauswirtschaftsraum. Ein kleiner Bollerofen im großen Wohnzimmer, wirkt wie ein Matchboxauto in der Doppel-Garage. Kaminofen und Kaminzimmer müssen optisch aufeinander abgestimmt sein. Dazu gehört es auch, den Kaminofen in der richtigen Größe zu kaufen.
Je größer der Kaminofen, desto größer auch dessen Wärmeabstrahlfläche. Dies muss nicht zwangsläufig eine höhere Heizleistung zur Folge haben, aber oftmals ist es so. Passt die Größe des Brennraums zur Größe des Kaminofens, so steigt auch die Heizleistung mit zunehmender Größe der Wärmeabstrahlfläche. In Abhängigkeit von der Isolierung des Kaminzimmers und dessen Größe in m³, benötigt es einen Kaminofen mit der entsprechenden Leistung. Natürlich kann man die Leistung des Einzelraumheizers via Luft- und Brennstoffzufuhr bedingt regulieren, aber wirklich effektiv heizt man nur mit einem richtig dimensionierten Kaminofen. Um die optimale Größe des Kaminofens einschätzen zu können, braucht es keines Ofensetzers, wohl aber Kenntnisse über den Zustand der Gebäudehülle. Während man zur Beheizung eines 30m² Wohnzimmers im Passivhaus keine 2kw Nennwärmeleistung benötigt, muss der Kaminofen in Omas ungedämmter Altbaustube gut doppelt soviel Wärme bereitstellen. Um den späteren Standort nicht zu überhitzen, sollte beim Ofenkauf nicht nur auf den oberen Wert des Wärmeleistungs-Spektrums geachtet werden! Wichtiger erscheint uns der untere Wert des Nennwärmeleistungsbereiches, damit man den Ofen auch bei geringerem Wärmebedarf, z.B. in der Übergangszeit ökonomisch betreiben kann. Es macht wenig Sinn ständig das Fenster aufreißen zu müssen, um nicht in der Hitze umzukommen.
Speziell beim Kaminofen ist auch die Größe des Sichtfensters ein Kaufkriterium. Wer soviel Kamin wie möglich haben möchte, profitiert von einer großen gewölbten Panoramascheibe. Sie sorgt neben dem Wohlfühlfaktor für eine schnelle Wärmeabstrahlung. Soll der Ofen die Wärme etwas länger halten, empfiehlt es sich das Sichtfenster deutlich kleiner zu halten. Generell stellt der Kaminofen aufgrund seines Sichtfensters, nicht die effektivste Form eines Einzelraumheizers dar, wohl aber die schönste. Deshalb zählt wie bei der Wahl von Form und Farbe, auch bei der Wahl der Ofenscheibe, der Geschmack des Käufers.

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Der Kaminofen muss zum Schornstein passen!

Am einfachsten ist es, wenn am schlecht isolierten Gebäude kein Schornstein vorhanden ist. Dann setzt man den Kaminofen innen an eine Außenwand und setzt draußen nachträglich einen Edelstahlschornstein davor. Edelstahlschornsteine gibt es ab 500 EUR zu kaufen und sind vom ambitionierten Heimwerker relativ einfach zu montieren, zumindest am Bungalow. Ansonsten kommt noch einiges an Montagekosten dazu, besonders wenn der Dachüberstand durchbrochen werden muss.
Am besten ist es, wenn ein massiver mehrzügiger Schornstein mit separater Luftzufuhr dort vorhanden ist, wo sich der Kaminofen optimal ins Wohnambiente einfügt. Wer sich sein Haus selber baut oder bauen lässt, tut gut daran genügend Gehirnschmalz in die Planung zu investieren. Für einen Kaminofen braucht es freilich nur einen Schornsteinzug, diesen mitunter aber exklusiv! Wer mehrere Verbrennungsanlagen an nur einem Zug betreiben möchte bzw. muss, kann seinen Kaminofen nicht blindlings kaufen. Er braucht einen Kaminofen mit selbstschließender Tür, damit die Abgase der um den Zug konkurrierenden Öfen, nicht in das Kaminzimmer gedrückt werden können. Hängt an dem einzigen Zug bereits ein Kaminofen mit manuell zu schließender Tür, darf keine zweite Feuerstätte an dem Schornstein betrieben werden.
Genügt beim Neubau meist ein einzügiger Schornstein, weil man ja von vorneherein auf Kaminöfen mit selbstschließenden Türen setzen kann, gibt es bei Niedrigenergie- und Passivhäuser ein ganz anderes Problem. Ein sehr großes Problem! Damit eine Feuerstätte wie der Kaminofen funktionieren kann, braucht sie eine Luftzufuhr. Über Jahrhunderte hinweg bezogen die Festbrennstoff betriebenen Kachelöfen und sonstigen Einzelraumheizer ihren zur Verbrennung notwendigen Sauerstoff aus der Raumluft. Raumluftabhängige Kaminöfen sind solange kein Problem, wie die Luft ungehindert durch die Ritzen des nicht oder nur schwach gedämmten Gebäudes in den Raum "nachrutschen" kann. In den gut gedämmten KFW 70 und KFW 55 Häusern der Neuzeit ist dies nicht der Fall. Quasi alle Neubauten sind also von dem Problem betroffen. Ignoriert man dieses Problem, erstickt bestenfalls nur das Feuer.
Niedrigenergie- und Passivhäuser stellen besondere Anforderungen an Schornstein und Kaminofen! Der zu kaufende Kaminofen muss raumluftunabhängig betrieben werden können. Der Schornstein muss den raumluftunabhängigen Betrieb des Kaminofens unterstützen, indem er eine Luftzufuhr über einen separaten Zuluftschacht gewährleistet. Während mündige Architekten in aller Regel daran denken, einen Schornstein mit Zuluftschacht einzuplanen, vergessen es die günstigeren Bauträger mitunter. Kaum ein Bauherr beschäftigt sich im Vorfeld mit der Luftzufuhr seines künftigen Einzelraumheizers. Viele Bauherren laufen daher Gefahr, den falschen (raumluftabhängigen) Kaminofen zu kaufen.
Auch wer den passenden Kaminofen zum richtigen Schornstein gekauft hat, kommt um eine Abnahme durch den Schornsteinfeger nicht umhin. Bereits in der Planungsphase sollte man den Schornsteinfeger hinzuziehen, um nicht plötzlich vor einem teuren Scherbenhaufen zu stehen. Der Schornsteinfeger weist auch auf notwendige Sicherheitsabstände zu brennbaren Gegenständen, wie Möbel, Türrahmen oder sich öffnende Türen hin.

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1. Bundesimmissionsschutz-Verordnung (1. BImSchV)

Sogar beim Betrieb eines Kaminofens redet der Staat in die Angelegenheiten seiner Bürger hinein. Und er tut gut daran, resultiert doch die Feinstaubbelastung in unseren Städten nicht vordergründig vom Russausstoß veralteter Dieselfahrzeuge. Deren Besitzer dürfen die Feinstaubbelastung ausbaden. Dafür hat die Autolobby gesorgt. Je mehr alte Autos den Umweltzonen zum Opfer fallen, desto mehr neue Autos werden verkauft. In Wahrheit wird die Gesundheit unserer Kinder vom Schadstoffausstoß Festbrennstoff betriebener Einzelraumheizer ruiniert. Deren Betrieb lässt sich rationell nicht begründen, während der arme Mann am Betrieb seines 10 Jahre alten Diesel-PKW´s nicht umhin kommt.
Glücklicherweise ist die Kaminofen-Lobby nicht so pervers, seine eigenen Abnehmer zu hintergehen, um den Verkauf neuer Einzelraumheizer anzuheizen. Trotzdem hat die Regierung das Problem vor geraumer Zeit erkannt und die 1. Bundesimmissionsschutz-Verordnung (1. BImSchV) aus dem Hut gezaubert. Während die Einführung einer Brennraumsteuer erst in der 2. Bundesimmissionsschutz-Verordnung (2. BImSchV) festgeschrieben werden soll, beschränkt sich der Gesetzgeber vorläufig auf die Festlegung von Schadstoffgrenzen, in Abhängigkeit vom Jahr der Ofen-Installation. Während vor 1975 errichtete Einzelraumheizer sofort außer Betrieb genommen oder mittels Feinstaubfilter nachgerüstet werden müssen, dürfen danach in Betrieb genommene Kaminöfen noch ein Weilchen ungefiltert weiter heizen. Spätestens 2025 müssen alle vor dem 22.03.2010 errichteten Einzelraumheizer die vorgeschriebenen Schadstoffgrenzwerte einhalten.
Da Sie Ihren Kaminofen neu errichten möchten, gelten die strengen Abgasnormen natürlich sofort. Insbesondere wenn Sie Ihren Kaminofen aus dubioser Quelle oder gebraucht erwerben, achten Sie auf das Vorhandensein einer (echten) Typbescheinigung, welche die Einhaltung der aktuell gültigen Grenzwerte bescheinigt. Ohne entsprechende Bescheinigung reagiert der Schornsteinfeger ungehalten und schlägt Sie mit seinem Kehrbesen! Seriöse Versand- und Ofenhändler verkaufen i.d.R. nur noch 1. BImSchV konforme Einzelraumheizer. Verlassen sollte man sich darauf nicht!
Wer sich 2001 ein Diesel-Auto gekauft hat, dem hat man damals nichts von Umweltzonen und steigenden KFZ-Steuern erzählt. Auch Sie werden unter der Brennraumsteuer erst zu leiden haben, wenn Sie Ihren Kaminofen bereits gekauft und installiert haben. Früher oder später wird sich der Staat auch an Kaminofen- und Festbrennstoff-Steuer bereichern. Denken Sie darüber nach!

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Kaminofen Zubehör

Allgemeines I Testbericht I Testsieger I Alternativen I Beim Kauf beachten

Wir haben das Kaminofen Zubehör zwar nicht getestet, wollen es aber benennen. Es ist ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor, welcher den Preis des Ofens locker übersteigt. Auch wenn man hier und da improvisieren könnte, kann man auf bestimmte Zusatzinvestitionen nicht verzichten. Um den Kaminofen in seiner Erhabenheit nicht zu entweihen, sollte auch das Zubehör über eine gewisse Wertigkeit und anständige Optik verfügen. Kaminofen Zubehör dient dem sicheren Betrieb des Ofens, dem Schutz von Haus und Kindern, aber auch dem Auge des Betrachters. Kaminofen Zubehör ist kein Firlefanz! Deshalb gilt es genau wie bei der Wahl des geeigneten Kaminofens, auch beim Kauf des Zubehörs auf Qualität zu achten.

Schornstein - Der Edelstahlschornstein zum Nachrüsten

Glasbodenplatten I Schutzgitter I Aschesauger I Ofenrohre I Kaminbesteck

Wir haben bereits einiges zum Thema Schornstein geschrieben und wollen uns nicht wiederholen. Dort wo er vorhanden ist und den Anforderungen genügt, muss er nicht als teures Zubehör erworben werden. Allzu oft jedoch, scheitert die Erfüllung des Traumes vom eigenen Kaminofen am nicht vorhandenen Schornstein. Dann kann man entweder einen Elektrokamin oder einen Ethanolkamin als Kaminofen Alternative in Erwägung ziehen. Für viele wäre dies ein Alptraum. Wer aber im eigenen Hause wohnt, kann möglicherweise an der Außenwand einen Edelstahlschornstein nachrüsten. Dies ist gar nicht mal so teuer, wie es manch einer vermutet. Zumindest am Bungalow ist es für den geübten Heimwerker ein zu bewältigendes Unterfangen. Mitunter erweist sich der Dachüberstand als Hindernis, welches die Hinzuziehung eines Dachdeckers erfordert. Auch der Wanddurchbruch erfordert das beherzte und überlegte Zupacken eines Fachmannes oder geübten Heimwerkers. In seiner Funktion steht der Edelstahlschornstein, dem konventionellen Schornstein in nichts nach. Da der Edelstahlschornstein nur an der Außenwand nachgerüstet werden kann, muss auch der Kaminofen an oder in der unmittelbaren Nähe zur Außenwand positioniert werden. Dies harmoniert im Einzelfall nicht mit dem Rest der Einrichtung. Das müssen Sie aber mit sich ausmachen...
Genau wie der Kaminofen selbst, muss auch der Schornstein von einem Schornsteinfeger abgenommen werden. Da die uns bekannten Edelstahlschornsteine keinen Außenluftschacht integrieren, muss die Außenluft für raumluftunabhängige Kaminöfen separat über die Außenwand bezogen werden. Für die verschiedenen Hausvarianten stellt der Markt ein breites Angebot an Edelstahlschornsteinen für die Außenwand zum nachrüsten bereit. Dies erachten wir als sehr gescheit!

Unterlegblech / Glasbodenplatte mit Segmentbogen / Funkenschutzplatte / Glashitzeschutzplatte

Schornsteine I Kinderschutzgitter I Aschesauger I Ofenrohre I Kaminbesteck

In der guten alten Zeit, als das Ambiente keine große Rolle spielte, legte man einfach ein Ofenblech vor die Tür des Kachelofens, um sich gegen Funkenflug und heraus fallende Glut zu wappnen. Zur Not verhinderte der Asbest-Fußboden den Wohnungsbrand. Heute wo alles ein bisschen gepflegt ausschauen muss und die Asbestfaser dem Laminat- oder gar Korkfußboden gewichen ist, kommt der nicht brennbaren Kaminofen Unterlage eine wichtige Bedeutung zu. So schützt die Funkenschutzplatte den Boden nicht nur vor Glut und Funken, sondern auch vor Verformung durch Druck und Hitze. Hitzeschutzplatten für Einzelraumheizer bestehen heute nicht mehr aus Blech, sondern aus Glas. Glasbodenplatten mit Segmentbogen sind eine saubere Sache, versperren nicht den Blick auf den edlen Fliesen- oder Parketfußboden und sorgen für ein Höchstmaß an Sicherheit. Unterlegplatten aus Glas gibt es in verschiedenen Formen und Größen, so dass kein Kaminofen darauf verzichten muss. Es gibt runde, ovale, rechteckige und eckige Glasbodenplatten mit runden Ecken. Sogar für den Eck-Kaminofen findet sich eine passende Unterleg-Glasplatte, z.B. in Tropfenform. Kaminbodenplatten sind auch als reine Vorlegeplatten erhältlich. Ist der Boden ausreichend stabil, druck- und hitzebeständig, muss der Ofen nicht auf ein Unterlegblech oder eine Glasplatte aufgestellt werden. Wir empfehlen in der Regel den Griff zum Vollschutz, um die Last des Ofens besser zu verteilen. Kaum ein Boden verträgt die dauerhafte punktuelle Last eines 100 bis 200kg schweren Kaminofens.

Kinderschutzgitter / Kaminschutzgitter

Schornsteine I Glasbodenplatten I Aschesauger I Ofenrohre I Kaminbesteck

Kaminofen ZubehörDamit der Kaminofen für den Filius nicht zum Krematorium wird, empfiehlt es sich den hochtemperierten Gefahrenbereich vor dem Sichtfenster weiträumig abzusperren. Ein Absperrband wie es im Straßenbau Verwendung findet, ziert zwar das Wohnzimmer des einfachen Mannes, hält aber dessen verzogenen Bengel nicht davon ab, sich die Hände an der Ofentür dermaßen zu versengen, dass er seiner Mutter nie wieder zur Hand gehen kann. Dem Schicksal als Fußmaler kann er entgehen, wenn seine Eltern nicht tatenlos daneben stehen. Der rechtzeitige Kauf eines formschönen Kinderschutzgitters, rettet die Karriereplanung des Stammhalters, unter Umständen aber auch das Haus und dessen Einrichtung. So hält ein Kaminschutzgitter nicht nur die jungen Wilden fern, sondern auch deren brennbaren Unrat, wie Stofftiere, Feuerzeuge und Schnapsflaschen. Geht es in der guten Stube etwas enger zu, weil sie gleichzeitig als Esszimmer herhalten muss, verhindert das Ofenschutzgitter das zu nahe Heranrücken eines Stuhles an die Vorderseite des Kaminofens. Aufgrund der Sichtscheibe geht es vor einem Kaminofen besonders heiß her. Im Vergleich zu fensterlosen Öl- oder Dauerbrandöfen, muss deshalb ein deutlich größerer Abstand zu brennbaren Gegenständen eingehalten werden. Ein Kinderschutzgitter muss nebenbei bemerkt, gar nicht mal so unschön ausschauen. Achtet man beim Kauf ein wenig auf dessen Optik und Materialanmutung, wirkt das Kaminschutzgitter beinahe wie ein wertvolles Accessoire. Aber nur beinahe!
Auch wenn ein Kinderschutzgitter angeschafft wurde, gilt es die elterlichen Aufsichtspflichten nicht zu vernachlässigen. Der Heranwachsende kann den Schutzwall möglicherweise mittels Trittleiter des "Freundes" überwinden, kommt dann aber aus der Todesfalle nicht wieder hinaus. Eltern welche den Innenraum der Absperrung als Strafzone für erzieherische Maßnahmen hernehmen, handeln gesetzwidrig und unverantwortlich.

Rauchrohre / Ofenrohre

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Ursprünglich bildeten Kamin und Schornstein eine Einheit. Wie eine Dunstesse prangerte der Schornstein über einer offenen Feuerstelle innerhalb der Wohnküchen der einfachen und stets am Hungertuch nagenden Leibeigenen und Proletarier. Noch heute wird deshalb der Schornstein in verschiedenen Regionen als Kamin bezeichnet. Anders als damals fungiert der Kaminofen heute als separate Einheit und muss hermetisch mit dem Schornstein verbunden werden. Das Ofenrohr gewährleistet die dichte Verbindung und verhindert den Eintritt giftiger, übelriechender und schwärzender Rauchschwaden in den Wohnraum. Ein gutes Rauchrohr fördert den Zug, wenngleich es gegen einen fehlerhaft arbeitenden Schornstein nichts ausrichten kann. Ist das Rauchrohr aber zu lang und bogig, leiden der Zug und somit das Feuer. Lässt sich auch mittels längerer Rauchrohre eine größere Distanz vom Kaminofen zum Schornstein bewerkstelligen, so sollte man sie doch so kurz wie möglich halten, um die Effektivität und den Wirkungsgrad des Einzelraumheizers nicht zu beeinträchtigen.
Dass der Kaminofen mit dem Schornstein verbunden werden muss, ist zwar eine Binsenweisheit, hat sich aber noch nicht bis zu den Ofenherstellern herum gesprochen. Deshalb müssen die Ofenrohre als separates Zubehör erworben werden. In Anbetracht dessen, dass der Standort vom Ofen zum Schornstein individuell verschieden ausfällt, macht der Geiz der Hersteller durchaus Sinn. Das Ofenrohr muss je nach Standort und Rauchrohranschluss des Ofens, individuell zusammen gestellt werden. Der Markt hält deshalb ein breites Spektrum an Rauchrohren und Rauchrohrbögen, in verschieden Durchmessern und Längen bereit. Ein gutes Ofenrohrset schlägt mit 30 bis 100 EUR zu Buche. Das Rauchrohrset sollte erst dann gekauft werden, wenn der Ofen bereits vorhanden ist und dessen Standort fest steht. Einige Kaminöfen besitzen den Rauchrohranschluss an der Oberseite, andere an der Rückseite. Mitunter hat man die Wahl. Es sollte nicht vergessen werden, dass die Ofenrohre i.d.R. auch ein sichtbares Accessoire darstellen. Bei deren Kauf gilt es also neben sicherheitstechnischen und funktionellen Aspekten, auch auf die Optik zu achten.

Kaminbesteck

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Auch beim Kauf des Kaminbestecks gilt es auf Optik und Funktionalität zu achten. Es wird in der Regel als Schmuckgegenstand in der Nähe des Kaminofens positioniert. Puristen verstecken es in der Besenkammer, dann kann es ausschauen wie es will. Die Funktionalität des Kaminbestecks ist in jedem Falle von großer Wichtigkeit. Es ermöglicht den Betrieb und die Pflege des Kaminofens. Zumeist besteht das Kaminbesteck aus einer Schaufel für die Asche, einem Besen bzw. Handfeger für kleinere Fauxpas, einem Schürhaken für die Malträtierung des Flammenspiels und einer Zange für das Nachlegen von Holz und Kohle. Das i.d.R. 4-teilige Kaminbesteck findet seine Platz aufgeräumt in einem gestalterisch passenden Ständer. Feuerfestigkeit und Stabilität des Kaminbesteck ließen in unserem Kaminofen Test oft zu Wünschen übrig. Zwar testeten wir das Kaminbesteck nicht explizit, benötigten es aber für unseren Kaminofen Test. Wer sein Kaminofen Besteck online im Versandhandel erwirbt, sollte sich nicht nur von den Produktfotos leiten lassen, sondern auch die vorhandenen Erfahrungsberichte zur Kenntnis nehmen. Im Falle des Kaminbestecks wäre ein Fehlkauf nicht ganz so dramatisch. Es haut mit Kosten von unter 30 EUR ein vergleichsweise kleines Loch in die Haushaltskasse und kann auch bei minderer Qualität eine Weile verwendet werden.

Aschesauger

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Wer einen beutellosen Staubsauger oder einen Mehrzwecksauger besitzt, kann sich den Kauf eines Aschesaugers sparen. In Anbetracht der feinen Aschestäube, ist die Dichtheit des verwendeten Staubsaugers von größter Wichtigkeit. Ein gängiger Staubsauger ist da oftmals besser als ein günstiger Aschesauger. Letzterer stünde dann noch zusätzlich im Wege herum. Da der verwendete Sauger nicht nur kleine Restmengen daneben gefallener Asche aufnehmen soll, sondern ggf. den gesamten Inhalt des Aschekastens, käme anstelle des Aschesaugers nur ein Staubsauger ohne Beutel (Zyklon- oder Mehrzwecksauger) infrage.
Wichtig: Die nicht selten in der Asche befindliche Glut, kann in einem normalen Staubsauger zum Brand führen, zumindest aber den Staubsauger schädigen. Auch wenn der Ofen längere Zeit nicht betrieben wurde, können sich immer noch Glutnester in ihm befinden, welche nicht sofort ersichtlich sind. Wer auf Nummer sicher gehen und die anderen Mietparteien nicht gefährden will, tut möglicherweise doch besser daran, einen speziellen nicht brennbaren Kaminsauger aus Metall zu kaufen. Ein guter Aschesauger mit HEPA Filter und Metall-Saugschlauch kostet keine 50 EUR und kann auch als Allzwecksauger z.B. für das Auto hergenommen werden.

Kaminofen Alternativen

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Es muss nicht immer ein Kaminofen sein! In weiteren Testberichten versuchten wir Ihnen bereits die Alternativen "Elektrokamin" und "Ethanolkamin" näher zu bringen, ohne eine eindeutige Empfehlung zugunsten einer der beiden Technologien auszusprechen. Manch einer sieht in solch banaler Technik nur unromantischen Kitsch. Man braucht schon etwas Toleranz und Phantasie, um derlei Kaminattrappen schön zu finden. Wer beides nicht besitzt, sollte zumindest über einen Schornstein verfügen. Dann bieten sich ihm zwei weitere Echtfeuer-Alternativen. Da wären zum einen der protzige Kamin und zum anderen der nostalgische Beistellherd. Ach ja, am Rande sei auch die Kerze erwähnt.

Der offene Kamin

Auch einen offenen Kamin kann man mittels nachgerüsteter Ofenscheiben schließen, um sich und seine Angehörigen vorm tödlichen Feinstaub zu schützen. Die Hauptaufgabe eines offenen Kamins besteht darin, Gästen zu zeigen wo das Geld zu Hause ist bzw. war, denn seine Anschaffung haut eine ordentliche Kerbe in die Haushaltskasse des armen Mannes. Neben seiner repräsentativen Aufgabe, soll der offene Kamin eine gemütliche Wärme in die Bude zaubern. Mit der Wärme ist es bei ihm nicht weit her, aber in Sachen Gemütlichkeit kann ein Kamin den Kaminofen übertreffen. Dies ist nicht zwangsläufig so, denn gerade die aus Ziegelsteinen selbstgemauerten Kamine, wie man sie oft in den Datschen der Arbeiter und Bauern vorfindet, sehen ziemlich muchtig aus und erinnern leise an die Krematorien aus der Nazizeit. Ein vom Fachmann errichteter Kamin, mit Sichtfenster verkleidet, kann das Niveau einer guten Stube heben und sogar für Wärme sorgen. Rentieren tut sich der Kamin noch weniger als der Kaminofen. Darum geht es beim Kamin auch gar nicht, wenngleich ein schönes Exemplar den Wert des Hauses steigern kann. Auch der Kamin kann mit einer Wassertasche ergänzt werden, um so die Zentralheizung des Hauses unterstützen zu können. Ein wasserführender Kamin hilft aber realistisch betrachtet, nicht beim sparen von Heizkosten. Aufgrund hoher Anschaffungs-, Wartungs- und Unterhaltskosten, gibt es kaum eine teurere Art des Heizens. Wer einen Kaminofen ins Auge gefasst hat, der hat sich i.d.R. schon im Vorfeld gegen die Alternative Kamin entschieden. Meist sprechen Budget und Vernunft gegen ihn.

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Der Festbrennstoff betriebene Beistellherd mit Sichtfenster

Die Festbrennstoff betriebenen Küchenherde gehörten früher in die Wohnküchen der armen Leute. Besaßen die urigen Küchenöfen auch selten ein Sichtfenster, so gelten sie noch heute als Inbegriff der Gemütlichkeit, zumindest bei den älteren Generationen. Mit einem Festbrennstoff betriebenen Beistellherd im Wohnzimmer, fühlt man sich in seine Jugendzeit zurückversetzt. Opa sollte damals meine erste bei den sowjetischen Soldaten geschnorrte Zigarette für mich entzünden. Er öffnete die Tür des Beistellherdes und warf den Rachenputzer hinein. So jetzt brennt´se, waren seine (letzten) Worte, an welche ich mich noch gerne erinnere. Ja sie haben richtig gelesen! Warum soll man einen festbrennstoffbetriebenen Küchenherd mit Sichtfenster nicht im Wohnzimmer betreiben? Er ist nicht annähernd so banal wie der Kaminofen. Der Festbrennstoff betriebene Küchenherd ist etwas ganz besonderes! Zum Kochen wird er selten hergenommen, gelingt doch der Braten in der elektrischen Röhre wesentlich unkomplizierter. Zur Not kann er es aber und er kann je nach Auskleidung seines Brennraumes, die gute Stube schnell oder dauerhaft auf Temperatur bringen. Wasser führende Beistellherde können an das Leitungssystem der Zentralheizung gekoppelt werden, um diese in ihren Bemühungen um ein warmes Haus zu unterstützen. In der Übergangsjahreszeit macht das durchaus Sinn und im Falle einer defekten Gas- oder Ölzentralheizung ergibt sich aus dem wasserführenden Beistellherd ein echter Notnagel. Wie bei den Kaminöfen auch, gibt es große Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Küchenöfen zu vermelden. Einige Hersteller gehen wohl von Vorneherein davon aus, dass der Kohlebeistellherd nur als Schmuckgegenstand ins Haus geholt wird?! Dies ist falsch, denn ein guter Küchenofen ist vielseitiger als ein schweizer Taschenmesser. Im Vergleich zum Kaminofen bietet er weitere Vorteile, welche seine Nachteile aufwiegen. Auch der Festbrennstoff betriebene Beistellherd frisst unsere Wälder und verpesstet das innerstädtische Kleinklima. Wenigstens gilt auch für ihn die BImSchV. Der mit Holz und Kohle zu befeuernde Beistellherd ist unser persönlicher Testsieger und Favorit für das Wohnzimmer. Wer über eine Amerikanische Küche verfügt, sollte ihn ernsthaft in Erwägung ziehen, aber bei dessen Kauf nicht zu geizig agieren. Ein günstiger Beistellherd aus dem Angebot, hält selten länger als eine Saison.

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Fazit im Kaminofen Test 2017

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Ein Kaminofen vereint die Vorteile von offenem Kamin und geschlossenem Ofen. Er erlaubt den Blick auf das Feuer, hilft aber auch dabei, die Wohnung auf Temperatur zu bringen. Während ein offener Kamin das Leben der Reichen und Schönen nachhaltig verkürzt, behalten im Test für Gut befundene Kaminöfen, Kohlenmonoxid, Feinstaub, Ruß und andere Schadstoffe bei sich. Zwar ist das Design der Kaminöfen nicht ganz so exklusiv wie das der offenen Feuerstellen, jedoch hat der Wärmebedürftige auch hier eine große Auswahl an verschiedenen Modellen. Der Kaminofen Vergleich 2017 brachte jedoch enorme Qualitätsunterschiede zu Tage. Dabei gilt die Grundregel, je leichter der Kaminofen desto furchtbarer sein Wärmerückhalt. Specksteine und Scharmottsteine machen den Wärmespender zwar deutlich schwerer, speichern aber die Wärme dauerhaft, ähnlich wie bei einem Dauerbrandofen, nur halt mit Sichtscheibe. Hier gilt es beim Kauf nicht am falschen Ende zu sparen, vor allem wenn die Ofenheizung auch zu ernsthaften Heizzwecken Verwendung finden soll. Geht es nur darum den Feierabend etwas gemütlicher zu machen, genügt oft auch ein günstiger Kaminofen aus dem Angebot. Bei häufiger Nutzung sieht dieser jedoch alsbald recht schäbig aus. Wer den Kaminofen als Alternative zur Zentralheizung in Erwägung zieht muss abschließend wissen: Montageaufwand, Anschaffungs- und Folgekosten sind für einen ökonomischen Heizbetrieb eindeutig zu hoch. Das Heizen mit Holz ist ökologisch nicht zu vertreten. Es leidet das innerstädtische Klima. Der Wald wird dezimiert. Die Mär vom CO2 neutralen Heizen ist ein reines Verkaufsargument. So wird das CO2 nicht in der Stadt gebunden, wohl aber dort freigesetzt. Der Baum welcher es einst gebunden, bindet einmal durch den Schornstein geblasen, künftig keine Schadstoffe mehr.

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