Der kritische Heizstrahler Test 2017

Halogenheizer, Quarzstrahler, Wickeltisch-Heizstrahler und Wärmewellen-Heizgeräte im Vergleich

Heizstrahler sind energiehungrige Schnellheizer, aber keine schlechten Futterverwerter. Daran dass das Futter so teuer ist, kann wohl auch unser Heizstrahler Test nichts ändern?! Kritiker haben Recht, wenn sie von elektrischen Direktheizungen zur dauerhaften Beheizung größerer Heizstrahler TestRäumlichkeiten abraten. Schließlich, das hat auch unser Heizstrahler Test 2017 ergeben, würde das Heizen des Eigenheimes mit Strom statt mit Öl, gut das Dreifache kosten. Doch sind all die vielen Käufer strombetriebener Wärmestrahler mit dem Klammerbeutel gepudert? Nein, nur etwa 35% davon! Heizstrahler werden in Ergänzung zur Heizungsanlage gekauft und nicht um diese zu ersetzen. Ist die Heizungsanlage außer Betrieb oder benötigt man punktuell binnen kürzester Zeit die Extraportion Wärme, dann bieten Halogenheizer, Quarzstrahler und Wärmewellenheizgeräte, in ökologischer sowie in ökonomischer Hinsicht, die Lösung schlecht hin. Doch Vorsicht: Steht der Heizstrahler zu nah am Wickeltisch ist das Baby ist das Baby bald hin. Im Testbericht der Heizstrahler unterziehen wir die vermeintlichen Wickeltisch-Heizer einem Vergleich und küren den Besten unter ihnen zum Testsieger. Darüber hinaus informieren wir aber auch über sinnvolle Einsatzgebiete und ernsthafte Gefahren für das Baby.

˃˃   zum Testsieger...  ˂˂

Die Einsatzgebiete der Heizstrahler

Angesichts hoher und stetig steigender Strompreise, werden wir an dieser Stelle niemandem ins Gewissen reden müssen, von der Beheizung seines Hauses mittels der von uns getesteten Heizstrahler abzusehen. Andererseits sollen unsere Autos schon bald mit Elektroantrieb durch die Straßen heizen. Was das für den Strompreis bedeuten wird, interessiert momentan die Wenigsten. Viele werden dann froh sein, wenn sie sich den Blick auf die Standby-LED ihres Fernsehers noch leisten können. Das Display können die Hersteller dann weg lassen. Auch wenn in Skandinavien das direkte Heizen mit Strom so selbstverständlich ist wie die Entleerung des menschlichen Körpers ins Trockenklo, so ist es bei uns so wie es ist. Der Strompreis ist exorbitant und die Steuereinnahmen des Staates hängen daran. Auch wenn die Installationskosten für Wärmewellenheizer, Quarzstrahler und Halogenheizer sehr gering sind, so ist es in Deutschland nicht bezahlbar, sein Gemüt dauerhaft mit Elektrizität zu erwärmen.
Ganz richtig ist diese Aussage unterdes nicht. Es gibt Orte, stille Orte, wo die schnelle punktuelle Erwärmung blanker menschlicher Extremitäten, nicht von klassischen Heizungsanlagen gewährleistet werden kann. Es würde schlicht den Rahmen einer notdürftig einberufenen Sitzung sprengen, wollte man die Temperatur des Toilettenraumes mittels Erdgas betriebener Wandkollektoren, in die benötigte Höhe treiben. Dann gibt es da auch noch Jahreszeiten, wo die Heizungsanlage komplett außer Betrieb gesetzt wird, um die Kosten für fossile Brennstoffe im Zaum zu halten. Auch wenn an kühlen Sommertagen auf die Beheizung des Wohnzimmers verzichtet werden kann, so möchte man unter der Dusche, auf dem Klo oder dem Wickeltisch, nicht auf wohlige Wärme verzichten. Elektrische Direktheizungen, zu denen sich der Heizstrahler zählt, bieten in solchen Situationen, den Weg der kurzen und schnellen Wärme. Es muss nicht extra das ganze Leitungssystem des Hauses in Wallungen versetzt werden, nur um sich auf der Brille den Pinsel nicht abzufrieren. Auch wenn aus Gas und Öl produzierte Wärme grundsätzlich billiger ist wie die aus Strom, so ist deren Weg zum entblößten Unterleib wesentlich länger. Auf dem Weg dahin, wird viel Heizleistung sinnlos verpulvert. Unterm Strich erweist sich somit der Heizstrahler im Test nicht nur als ökonomischer, sondern auch ökologischer, geht es darum, kurzfristig für punktuelle Erwärmung, temporär freiliegender Körperteile zu sorgen.
Zusammenfassend kann verlautet werden, dass der Heizstrahler in dem Moment für Wärme sorgt, wo sein Power-Knopf betätigt wird. Diese Tatsache prädestiniert ihn für den Kurzeinsatz. Daran kann auch der hohe Strompreis nichts ändern. Die häusliche Heizungsanlage ist viel zu schwerfällig und auch im Unterhalt zu teuer, um Wärme zeitnah auf den Punkt zu bringen. Zuviel Energie bliebe auf der Strecke, um den geringeren Preis für Gas und Öl zu rechtfertigen.  

Die Gefahren der Heizstrahler

Der Heizstrahler musste sich im Test mit dem Heizlüfter messen. Auch dieser fällt in die Kategorie der strombetriebenen Direktheizer. Während der Heizlüfter seinen Strom lauthals verströmt, verstrahlt der Heizstrahler lautlos seine Opfer. Dies muss kein Nachteil sein! So bläst der Heizstrahler weder Staub noch Keime ans Gemächt und in die Lungen der Wärmebedürftigen. Er strahlt nur die Wärme an sich, an dich und mich. In hygienischer Hinsicht, ist der Wärmestrahler dem Heizgebläse weit voraus. Wer unseren Heizlüfter Test gelesen hat, weiß was sich im Inneren der Heizgebläse sammelt, entwickelt und bei Nutzung des Schnellheizers freigesetzt wird.
Wickeltisch Heizstrahler für das BabyDoch auch der Heizstrahler ist nicht frei von Fehlern. Seine Wärme ist von besonders trockenem Humor, welcher es vermag seine Opfer zu verschrumpeln. Verliert ein Baby in den ersten Lebensmonaten an Gewicht, ist nicht selten der Heizstrahler am Wickeltisch daran schuld. Die Haut des bestrahlten Milchbubis trocknet schneller aus als sie gefettet werden kann. Das Kind dehydriert von außen nach innen und geht von hinnen. Über die inhaltliche Schädlichkeit der Wärmestrahlen ist wenig bekannt. Die Hersteller der Quarzstrahler und Wärmewellengeräte behaupten felsenfest, dass von ihren Heizgeräten keinerlei Gefahr ausgehe. Selbst in Auftrag gegebene Studien belegen angeblich, dass die freigesetzten UV-Strahlen nicht nur nicht an der Entstehung von Krebs beteiligt sind, sondern bereits vorhandene Tumore sogar zurück drängen können. Kritiker und Heizlüfter-Fanatiker hingegen, propagieren genau das Gegenteil. Deren Studien und Testberichte gehen davon, dass Quarzstrahler schwere Hautschäden und langfristig sogar Hautkrebs verursachen können, während sich Wärmewellengeräte für die Entstehung des vibrationsbedingten thermospastischen Syndroms und ferner des Glioblastoms im Oberstübchen verantwortlich zeichnen sollen.
Wir können diese Erkenntnisse im Ergebnis unseres Heizstrahler Testberichtes so nicht bestätigen, aber auch nicht nachhaltig genug entkräften. Wissenschaftliche Studien, vom Bund bezahlt, wären da hilfreicher als ein unabhängiger Vergleich von Heizstrahlern, mit dem Ziel einen Testsieger zu küren. Was machte es für einen Eindruck, würden wir den besten Heizstrahler zum Testsieger erheben, ihn feiern und ihm dann eine tödliche Wirkung attestieren? Immerhin ist bis jetzt noch Niemand aus dem Jenseits zurück gekehrt, um vor der Gefährlichkeit der strahlenden Direktheizer zu warnen. Unsere Empfehlung geht dahin, Säuglinge und auch Kleinkinder unter 12 Jahre, weder der Wärmestrahlung eines Heizstrahlers, noch dem versifften Föhnwind eines Heizgebläses auszusetzen. Erwachsene sind härter im Nehmen und sollten´s überleben! Doch eines ist unumstritten: Konnte die WHO ein Krebsrisiko durch hochfrequente elektromagnetische Strahlung eines zu nah an den Kopf gehaltenen Handys nicht ausschließen, so kann sie die Gefahr eines zu Nah an den Kopf gehaltenen Heizstrahlers nicht bestreiten!
Um die Gefahren für Leib und Leben auf einen Kurzschluss mit Todesfolge hin zu reduzieren, sollte ein Sicherheitsabstand zum Heizstrahler von mindestens 100cm eingehalten werden. Damit wird jedoch lediglich der Brandgefahr vorgebeugt. Wer langfristige Strahlungsschäden verhindern möchte sollte a) den Heizstrahler nur selten und nur für wenige Minuten zur direkten Aufheizung eines Erwachsenen hernehmen und b) einen deutlich höheren Sicherheitsabstand, insbesondere zum hellleuchtenden Quarzstrahler einhalten (mind. 2m). Im Vergleich zum Halogenheizer, droht durch den Wärmewellenheizer nur dann Gefahr, wenn dieser zum telefonieren zu lange ans Ohr gehalten wird.

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Der Heizstrahler Test im Detail

46 Halogenheizer, Quarzstrahler und Wärmewellengeräte, stellten sich erwartungsvoll unserem Vergleich. Welcher Heizstrahler würde wohl als Testsieger heimkehren und so die Gewinne seines Herstellers in die Höhe treiben? In Erwartung einer hohen Stromrechnung, wurde uns schon vor dem Heizstrahler Test ganz heiß. Doch wer sich in den Dienst der Sache stellen möchte, um einen Beitrag für die Allgemeinheit zu leisten, der darf an dieser Stelle nicht kneifen. Also schmierten wir uns gründlich mit Sonnencreme ein (LF50+) und stellten uns der Gefahr. Für den nötigen Nachwuchs sorgten wir in der Nacht zuvor. Nach Abschluss des Heizstrahler Testberichtes wird es uns nicht mehr möglich sein, auf diese Weise für die Rente vorzusorgen.

Die Sicherheit der Quarzstrahler & Wärmewellenheizer im Vergleich

Dass der Heizstrahler den Menschen bei dauerhafter Anwendung zum Gemüse machen kann, haben wir zur Genüge anklingen lassen. Die Folgen der Strahlung sind noch nicht ausreichend erforscht, auch weil dies von der Heizstrahlerlobby bisher wirkungsvoll verhindert wurde. Als nahezu gesichert gilt jedoch die erbgutschädigende Wirkung der Halogen- und Quarzstrahler beim Säugling, werden die Schnellheizer zu lange und zu dicht am Wickeltisch betrieben. Gegen den kurzzeitigen Einsatz beim Wechseln der Windel hingegen, ist unserer Meinung nach nichts einzuwenden. Auch Wärmewellenheizgeräte stellen keine Gefahr dar, werden sie für das benutzt, wofür sie gebaut wurden, - für den Kurzeinsatz. Nur zu nah und zu lange am Kopf betrieben, kann außen kurzfristig etwas verschwinden, oder innen langfristig zum Vorschein kommen.
In dieser Rubrik des Heizstrahler Testberichtes 2017, ging es uns jedoch in erster Linie, um die Brand- und Standsicherheit der warmen Brüder. Auch den Zustand der stromführenden Bauteile nahmen wir unter die Lupe. Im Feuchtraum auf der Toilette sitzend, bewarfen wir die in 2 Metern Entfernung stehenden Heizstrahler mit Klopapierrollen, um die Standfestigkeit der Testgeräte zu überprüfen. Parallel dazu verstopften wir die Kloschüsseln "versehentlich" mit Waschlappen, um eine Überschwemmung des Badezimmers herbeizuführen. Was wir uns bei dem zweiten Teil gedacht haben, wissen wir selber nicht, verfügt doch unser Badezimmer nicht über den vorgeschriebenen FI-Schalter. Im Kipptest galt es jedoch festzustellen, dass einige der Schnellheizer nicht auf festen Beinen stehen. Zwar genügte bei keinem der Quarz- und Halogenheizer ein Luftzug, um die Katastrophe herbei zu führen, aber bei 32 der getesteten Geräte, wurde es den Haustieren seitens der Hersteller zu leicht gemacht, für einen Sachschaden zu sorgen. Zwei der getesteten Heizstrahler, musste die weitere Teilnahme am Testbericht verweigert werden. Deren Standsicherheit genügte trotz des vorhandenen CE-Zeichens, nicht im Geringsten den von uns vorausgesetzten Mindestanforderungen.
Fällt ein solches Heizgerät um, möglicherweise vom Hund gestoßen, oder steht es zu nah am Wickeltisch, weil die treu sorgende Mutti den Meter nicht vom Zentimeter unterscheiden kann, besteht akute Brandgefahr. Diese Brandgefahr zu reduzieren, ist Aufgabe der integrierten Kippschutzschalter und Überhitzungssicherungen. Verhindern können diese Schutzmechanismen den Wohnungsbrand im Einzelfall nicht. Ist die Zündtemperatur des bestrahlten Wickeltisches sehr gering, weil er wie bei einfachen Menschen üblich, nur aus einem Strohballen besteht, kann es schnell zum Verlust eines kurzfristig lieb gewonnenen Familienmitgliedes kommen. Steht Muttis Drink (eine Flasche Spiritus) in unmittelbarer Nähe des vom Heizstrahler angestrahlten Wickeltisch-Strohballens, kann sich auch die Nachbarschaft ein Gute Nacht Lied singen. Um dieses düstere Szenario nicht zur Realität werden zu lassen, gilt es auf die Vernunft der Frierenden, nicht aber auf die Sicherheit der Halogenheizer und Quarzstrahler zu setzen. Diese montiert man entweder fest an die Wand (dann geht die Mobilität verloren), oder man stellt sie auf eine Asbestplatte, fern von brennbaren Gegenständen, wie Sessel, Kinderbett oder Krabbelbox auf. Denn auch wenn Kippsicherung und Überhitzungsschutz im Falle einer Havarie auslösen, was im Heizstrahlertest bis auf 3 Ausnahmen zuverlässig funktionierte, so sinkt die Temperatur zu langsam ab, um das Bärenfell oder den Strohballen nicht doch noch entzünden zu können. Während an dieser Stelle 3 weitere Halogenstrahler und Quarzheizer des Testberichtes verwiesen wurden, hinterließen auch die restlichen Kandidaten einen faden Beigeschmack. Die besten Heizstrahler im Test, wie auch der spätere Testsieger, verminderten das Risiko nicht unerheblich, in dem sie die Heizstäbe so tief wie möglich ins Gehäuse verbannten. Kippt ein solches Gerät auf dem Teppich um, kommen die Teppichfasern nicht direkt mit den Heizstäben in Kontakt.
Im Ergebnis des Sicherheitstestes der gut gemeinte Rat, auf das Vorhandensein und die Funktion eines FI-Schalters im Badezimmer zu achten. In Feuchträumen sind die Fehlerstrom-Schutzschalter Pflicht und müssen in regelmäßigen Abständen auf ihre einwandfreie Funktion hin getestet werden. Wir erwähnen dies explizit, weil Heizstrahler in rund 65% aller Fälle, für Kurzeinsätze im Badezimmer gekauft werden. Rund 20% der Käufer, richten ihren Schnellheizer auf das wehrlose Baby. Da kann auch der FI-Schalter nichts ausrichten. Auch Erwachsene und deren Wohnungseinrichtung sind nur sicher, wenn sie ihren Schnellheizer nicht ohne Aufsicht und Rauchmelder betreiben. Als etwas sicherer erwiesen sich die Wärmewellenheizer im Test. Beim Wärmewellengerät besteht aber zusätzlich die Gefahr der Gefahrenunterschätzung.

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Heizleistung und Verbrauch der Heizstrahler und Wärmewellengeräte

Wer seinen Heizstrahler nicht zur Dauerbeheizung seiner windigen Bude zweckentfremdet, darf sich über eine starke punktuelle Heizleistung und einen sehr geringen Energieverbrauch freuen. Der Sinn der strombetriebenen Direktheizer besteht stets darin, einen eng umrissenen Bereich, kurz und schmerzlos mit Wärme zu versorgen. Dies tut er auf direktestem Wege, denn er muss keine Rohrleitungen und Kollektoren aufheizen, um die Wärme zum Einsatzort zu verbringen. Schaltet man den Heizstrahler ein, gelangt die Wärme mit Lichtgeschwindigkeit an das freiliegende Gemächt seines Besitzers. Das umliegende Gefilde wird nicht sinnlos mit aufgeheizt, wie es bei Gebrauch der Heizungsanlage unweigerlich der Fall wäre. Außerdem: Bis die häusliche Heizungsanlage den Toilettenraum auf eine humane Temperatur gebracht hätte, wäre der Stängel längst abgefroren. Die Heizungsanlage würde zudem sinnlos nachheizen, weil deren Rohre und Kollektoren die Wärme speichern und auch nach dem herunterdrehen des Thermostates, an die Umgebung abgeben. Dies passiert beim Heizstrahler nicht, wie im Test dokumentiert werden konnte. Schaltet man den Direktheizer ab, war es das mit der Wärmezufuhr. Der Vorteil ist darin zu sehen, dass während des Heizvorganges keine Energie für ungewolltes Nachheizen verschwendet werden muss. Nun versteht wohl auch der vom Kritiker aufgehetzte Laie, warum wir strombetriebene Schnellheizer wie den Halogenstrahler, als sehr günstig im Unterhalt einstufen. Ja, der Strom ist teuer und auf die Stunde gerechnet, verbrauchen die von uns getesteten Wärmewellenheizer und Quarzstrahler eine ganze Menge davon. Aber: Um die Aufgabenbereiche des Heizstrahlers mittels Gas- oder Ölheizungsanlage abdecken zu wollen, wäre aufgrund langer Wege sowie langer Vor- und Nachheizzeiten, trotz niedrigerer Kosten für fossile Brennstoffe, gut das Doppelte bis Dreifache für eine Unterleibserwärmung zu zahlen.
Doch wie unterscheiden sich die Heizstrahler und Wärmewellenheizer im Test untereinander, hinsichtlich ihres Wirkungsgrades? Kaum! Aufgrund des kurzen Weges, welcher der Strom bis zur Wärmefreisetzung zurück legen muss, ist der Wirkungsgrad aller Testkandidaten nahezu identisch. Anhand dieses Testkriteriums lässt sich ein Testsieger also nicht ausmachen. Immerhin gibt es an dieser Stelle auch keine Verlierer im Heizstrahler Vergleich 2017.
Ist der Wirkungsgrad der verschiedenen Schnellheizer nahezu vergleichbar, so unterscheiden sich die Testkandidaten trotzdem gehörig. Dies liegt aber nicht daran dass der eine schlechter ist wie der andere, sondern daran dass die Hersteller für verschiedene Einsatzzwecke und Bedürfnisse, unterschiedlich dimensionierte Strahler bereitstellen. So gibt es Heizstrahler mit einer maximalen Leistung von 500W, für Männer die sich beim Stuhlgang nur die Pinselspitze bräunen wollen. Dann gibt es Halogenheizer wie den Testsieger, dessen 1200W ausreichen, um das riesige Feuchtareal einer reiferen Frau dermaßen trockenzulegen, dass diese sich das Abwischen sparen kann.
Da sich der Verbrauch proportional zur Heizleistung verhält, kann man kleiner dimensionierte Halogenheizer im Testurteil ebenso wenig aufgrund ihrer geringeren Wärmefreisetzung abstrafen, wie leistungsstarke Wärmewellenheizer, aufgrund ihres höheren Verbrauches. Der Käufer muss sich natürlich vor dem Kauf seines Heizstrahlers Gedanken machen, wofür er den Schnellheizer benötigt. Dabei ist die Gefahr ein unterdimensioniertes Gerät zu kaufen, wesentlich größer wie andersherum. Ein Quarzstrahler mit max. 500 Watt Leistung, bringt halt nur 500 Watt an Wärme, während die 1200 Watt des Testsiegers, durch das Abschalten einzelner Heizstäbe, in Leistung und Verbrauch nach unten geregelt werden können. Da elektrische Direktheizer in der Anschaffung so oder so spott billig sind, empfiehlt es sich stets ein höher dimensioniertes Gerät zu erwerben, welches man je nach Bedarf herunter regulieren kann.

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Design und Verarbeitung der Heizstrahler und Wärmewellen

Ein wenig erfreuliches Kapitel im Heizstrahler Test 2017, gilt es im Folgenden schnell abzuhandeln, um es gleich wieder zu vergessen, - die Verarbeitung. Immerhin erwiesen sich 6 Heizgeräte, darunter auch unser Testsieger, als so "Gut" verarbeitet, dass sich Leib, Leben und Besitz der stolzen Eigentümer, nicht in akuter Gefahr befinden, kommen sie zur Anwendung. Die Ursachen für ungleiche Spaltmasse, freiliegende Stromleitungen und scharfkantige Gehäuseüberstände sind schnell ausgemacht. Kostendruck beim Hersteller und Inkompetenz beim Monteur, sind maßgeblich verantwortlich, für die zahlreichen Heizstrahlertoten in Deutschland. Allein in Berlin starben 2011 über 50 Menschen an den Folgen eines defekten Heizstrahlers. So werden viele Halogenheizer und Wärmewellengeräte von chinesischen Facharbeitern montiert, welche aufgrund ihrer Intelligenz, Kindergarten und Schule übersprungen haben. Sie sind in einem Alter und von einer Größe, wo der Sturz aus dem Kellerfenster, zwangsläufig den Tod zur Folge hätte. Oft genug ist es geschehen, weil die Kosten für ein Pausenbrot höher waren wie der wöchentliche Arbeitslohn. Die Herstellung von Heizstrahlern erfordert keine hochtrabenden Patente und kaum technisches Know-how. Ein Blick in die Sonne genügt und man weiß wie's geht. Deshalb werden sie von jedem Piesepampel hergestellt und vertrieben. Diese Tatsache führt zu einem enormen Kostendruck bei den zahl- und namenlosen Herstellern. Die Importeure freuen sich und kleben ihre Schriftzüge aufs Gehäuse. Im Schnitt 30 EUR kostet dann ein Quarzstrahler im Onlinehandel. Der Hersteller bekommt 50 Pfennige davon. Dass es da zu qualitativen Verwerfungen, nicht nur aus dem Kellerfenster kommt, wird jeder einsehen. Für den Käufer empfiehlt es sich deshalb, seinen Schnellheizer beim seriösen Onlinehändler mit kulantem Rücknahmeverhalten und der Möglichkeit der nachträglichen Rechnungszahlung zu kaufen. Hält man das Gerät in den Händen, gilt es zunächst eine strenge Sichtprüfung durchzuführen. Sieben Heizstrahler markierten hier das Ende ihrer Teilnahme an unserem Testbericht. Sie waren dermaßen verzogen, fehlerhaft und kaputt, das Funktion und Sicherheit auf der Strecke blieben. Ist Ihr neuer Heizstrahler nur etwas unsauber verarbeitet (ungleiche Spaltmaße, etwas Grat), gilt es zu lernen mit diesen Fehlern zu leben. Besser wird's nicht. Wobei drei Testkandidaten, darunter der spätere Testsieger, mit einer Qualität aufwarteten, wie man sie von A-Ware erwarten darf.
In Punkto Design sieht die Sache schon etwas lustiger aus. Nahezu komisch muteten einige Quarzstrahler und Halogenheizer im Heizstrahler Vergleich an. Wärmewellengeräte erschienen etwas gesetzter zum Test. Da konnte man sich zumindest das in die Hose Pullern beim Lachen verkneifen. Auch hier verhinderte augenscheinlich der Kostendruck oft den Einsatz eines Stardesigners. Da wir das Design in erster Linie als Geschmackssache einstufen, werteten wir es nur dann negativ, wenn es der Betriebssicherheit des Schnellheizers im Wege stand. Dies war bei 5 Heizstrahlern der Fall. Auch ein Wärmewellenheizer blamierte sich diesbezüglich. Generell heben die günstigen Wärmestrahler nicht gerade das Wohnambiente. Am Besten sehen noch die fest an der Wand montierten Elektroheizer aus. So findet man Wandheizstrahler auch in den Badezimmern vieler Hotels höherer Kategorie. Badheizstrahler in kleinen und kurz genutzten Dusch-WCs, erachten wir als recht sinnvolle und kostengünstige Alternative zur Heizungsanlage. Vermitteln die fest montierten Badheizer einen ordentlich neutralen Eindruck, so sehen die mobilen Standgeräte zumeist recht armselig aus. Schuld daran sind die schlechte Verarbeitung und das windig billige Design der meisten Elektroheizer.

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Heizstrahler im Dauertest

Bestand unser Anliegen zunächst darin, im Dauertest eine 10-jährige Laufzeit der Heizstrahler zu simulieren, reduzierten wir dieses Vorhaben schnell auf eine umgerechnet fünfjährige Laufzeit. Auch dieses Ziel erreichten neben dem Testsieger nur zwei weitere Heizstrahler. In einem Feuchtraum mussten die Testkandidaten 8 Wochen lang zeigen was sie können. Sie heizten stets 30 Minuten am Stück, gefolgt von einer 15 minütigen Pause. So wurden zahlreiche Schaltvorgänge simuliert und die Heizstäbe anständig gefordert. Alle Geräte verbreiteten anfangs einen furchtbaren Gestank. Nur bei zwei Quarzstrahlern war der Gestank Vorbote für einen Defekt. Innerhalb der ersten Testwoche gingen 22 Heizstrahler kaputt. Einer davon wurde zur Supernova, ein anderer schmorte bis auf den Standfuß nieder. Ein Rauchmelder verkündete den Ausfall der beiden Härtefälle. Auch Sie sollten daheim nie auf einen Rauchmelder verzichten! Betreiben Sie einen Heizstrahler zum ersten Mal, muss Sie der Gestank schmorenden Kunststoffes nicht beunruhigen. Dies ist ganz Normal und sollte nach wenigen Anwendungen zur Gänze verschwinden. Trotzdem sollte man stets in der Nähe des neuen Gerätes verweilen, denn manchmal schickt auch die Katastrophe ihren Gestank voraus. Der Normalgestank ist durch den Laien nicht vom Katastrophengestank zu unterscheiden. Stinkt plötzlich ein älteres Gerät, welches zuvor stets duftneutral arbeitete, ist schnellstens der Schutzbunker aufzusuchen und die Feuerwehr einzuschalten. Manchmal genügt es auch den Netzstecker zu ziehen.
In den folgenden Wochen des Dauertestes, verabschiedete sich ein Elektroheizer nach dem anderen. Dabei traf es vorwiegend Billigheizer. Kunststück, denn es gab ja nur solche. Lediglich die Wärmewellenheizer waren etwas teurer und hielten auch länger durch. Immer wieder kam es bei den Quarzstrahlern und Halogenheizern zu gefährlichen Havarien. Diese sind jedoch selten deren Grundprinzip geschuldet, sondern einer lausigen Verarbeitung. So führten freiliegende Elektroleitungen zu gefährlichen Kurzschlüssen mit all ihren Folgen. Wackelkontakte waren für die Knallpannen einiger Halogenröhren verantwortlich. Auch hier war der Brand vorprogrammiert. Nur drei Geräte (ein Halogenheizer, zwei Wärmewellengeräte) erreichten das Testende bei voller Funktion. Sie sahen auch danach noch recht neuwertig aus, und hätten in der Realität mit hoher Sicherheit das Garantieende erlebt.
Bei einigen Halogenstrahlern, ließ die Heizwirkung im Verlaufe des Dauertestes merklich nach. Im schlimmsten Falle verlor ein Halogenheizer knapp 25% seiner Heizleistung. Schuld daran waren minderwertige Halogenheizstäbe, welche sich mit wachsender Nutzungsdauer partiell verfinsterten. Leider kann man die Halogen-Heizstäbe oft gar nicht wechseln. Manchmal ist es technisch machbar, aber ökonomisch nicht sinnvoll. So kosten zwei Ersatz-Heizstäbe im Schnitt soviel wie ein neuer Heizer mit 3 Heizstäben. An dieser Stelle die Empfehlung, vor Entsorgung des alten Heizstrahlers, dessen noch funktionierende Heizstäbe auszubauen und sicherzustellen. Bekommen Sie kein baugleiches Gerät zu kaufen, wo die alten Heizstäbe als Ersatz hätten fungieren können, lassen sich diese immer noch versteigern. Am einfachsten ist es wohl, das ganze Gerät zu entsorgen, um für 30 EUR ein neues zu kaufen. Was will man da erst lange basteln?

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Fazit im Heizstrahler Test 2017

Wer vom Heizstrahler enttäuscht wird, hat schlicht zuviel von ihm erwartet. Ein Gerät der 30 EUR Klasse, sollte nicht mit der Zentralheizung verglichen werden. Abgesehen von einigen Sicherheitsmängeln in Folge schlechter Verarbeitung, haben die Halogenheizer, Quarzstrahler und Wärmewellenheizgeräte den Test ohne Bravur, aber doch bestanden. Kostete ein Heizstrahler über 100 EUR, hätte man wohl nicht hier und da ein Auge zugekniffen?! So nimmt man halt leichte Schönheitsfehler, aber keine groben Sicherheitsmängel in Kauf. Der Käufer eines solchen Schnellheizers sollte sich hin und wieder den Lalleck damit bestrahlen, ihn aber nicht aufs Baby richten. Der Begriff "Wickeltisch-Heizer" sollte zum Unwort des Jahres 2017 erkoren werden. Wer den Filius als Altersvorsorge betrachtet, sollte ihn in Watte packen, aber nicht bestrahlen. Eine Ausnahme bildet das Wickeln von Kindern ab dem sechsten Lebensjahr. Erwachsene können sowohl Halogenheizstrahler, als auch Wärmewellenheizer bedenkenlos, aber nicht dauerhaft und in zu geringer Entfernung auf sich richten. Der Abstand sollte mindestens das Dreifache der Heizstrahlerdiagonale betragen. In Abhängigkeit von der Hautfarbe, gilt es die maximale Anwendungsdauer festzulegen. Ist jemand schwarz, aber nicht von der Sonne, kann er seine Haut 60 Minuten am Stück bestrahlen, ohne mit einem Tumor rechnen zu müssen. Eine Rothaarige mit naturgemäß blasser Haut hingegen, sollte sich spätestens nach 5 Minuten der Strahlung entziehen und vor dem Toilettengang etwas Sonnencreme im Schritt verreiben. Alternativ können lichtempfindliche Menschen ein Heizgebläse verwenden, so sie nicht allergisch auf Staub und Keime aller Art reagieren. Egal welchen mobilen Elektroheizer man wo verwendet, sollten immer einige Sicherheitsregeln beachtet werden. Betreiben Sie Ihren neuen Heizer nie ohne Aufsicht, nie ohne Rauchmelder an der Decke, nie auf oder in der Nähe brennbarer Materialien und richten Sie das Ding um Himmels Willen nicht auf Kleinkinder!

Heizstrahler Test 2017     Erfahrungsberichte im Vergleich      Heizstrahler Testsieger

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