Der kritische Ethanol-Kamin Test

Die besten Ethanolkamine 2016 im Vergleich

Ethanolkamin Test: Träumt der arme Mann häufig vom eigenen Kamin, wünscht sich der Wohlbetuchte nicht selten einen eigenen Schornstein. Beiden kann geholfen werden, so sie bereit sind, auf unkonventionelle Kamin-Lösungen zurückzugreifen. So besticht der Ethanolkamin durch sein echtes Feuer und führt seine Abgase direkt in die Raumluft ab. Er kostet in der Anschaffung nur ein paar Pimperlinge, sieht mitunter aber richtig edel aus. Im Ethanol Kamin Test 2016, wollen wir uns die Eigenschaften aber auch die Gefahren der Dekokamine vor Augen führen, und den Besten unter ihnen zum Testsieger küren. Ist der Bio-Ethanol-Kamin auch nicht jedermanns Sache, so ist er doch ein Phänomen unserer Gesellschaft, in welcher es darum geht, sich durch seinen Besitz über andere zu erheben. Unser Ethanolkamin Test hat aber auch gezeigt, dass eine Kaminattrappe für eine gemütliche Atmosphäre sorgen kann, wenn zuvor das Bewusstsein des Betrachters, durch den Genuss von Bio-Ethanol erweitert wurde. Neben den Gefahren für seine Besitzer, gilt es in unserem Ethanol Kamin Test auch auf die Folgen für die Kinder in der 3. Welt hinzuweisen. Bio-Ethanol ist kein reines Abfallprodukt der Landwirtschaft, sondern oft das Ergebnis abgeholzter Wälder und vernichteter Lebensmittel.

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Die Entstehungsgeschichte der Gel- und Ethanol-Kamine

Napalm betriebene Gelkamine haben ihren Ursprung im 2.Weltkrieg. Da die Amerikaner den Deutschen nichts entgegen zu setzen hatten, suchten sie nach einer wirkungsvollen Waffe, um die deutsche Zivilbevölkerung bestialisch und bei lebendigem Leibe zu verbrennen. Dazu mischte man Benzin, Aluminiumpulver, Schmierseife und Gummi, zu einer gelartigen Masse namens Napalm. Das entstandene Gel ergoss man über die an der Heimatfront verbliebenen Frauen, Kinder und Greise, und zündete diese an. Ziel war es, die an der Front kämpfenden deutschen Familienväter zu demoralisieren, aber auch sich die Hände zu wärmen. Während der Krieg aufgrund widriger Umstände unglücklich für die Deutschen verloren ging, frohren die Amerikaner immer noch und konnten erobertes Gebiet nicht halten. Weite Teile Mecklenburgs, Sachsen-Anhalts, Thüringens und des westlichen Sachsens, verlor man am Verhandlungstisch, gegen die kälteerprobten Sowjet-Kommunisten. Dafür bekam man ein kleines gut geschütztes Fleckchen Land namens "Westberlin". Um nicht wie Hans im Glück zu enden, erprobten die Amerikaner eilig verschiedene Wärmequellen. Während man in Hiroshima und Nagasaki noch etwas übers Ziel hinaus geschossen ist, gelang es deutschen Ingenieuren in amerikanischer Kriegsgefangenschaft, übrig gebliebenes Napalm, kontrolliert in einem umgedrehten Helm aus Kruppstahl zu verbrennen. Der Gelkamin war erfunden. Seine Aufgabe war es nicht, für Lagerfeuerromantik zu sorgen, sondern für Wärme und knusprige Brathähnchen.
Der Napalm betriebene Gel-Kamin erfüllte zwar seinen Zweck, brachte aber unangenehme Begleiterscheinungen mit sich. Während deutsche Stahlhelme den hohen Temperaturen (ca. 1200 Grad Celsius) gewachsen waren, zerschmolzen die amerikanischen Behelfskamine schon beim Einfall der ersten Sonnenstrahlen. Deren Stahlwerker sind nie über das Trompetenblech hinaus gekommen. Zudem klebte das brennende Gel prima auf der Haut, was es ja ursprünglich auch sollte. Selbst mit Wasser ließ es sich nicht löschen. So kam es, dass in der US-Armee schon bald mehr Schwarze als Weiße dienten. Auch verbrauchte das brennende Gel sehr viel Sauerstoff und setzte hohe Mengen an Kohlendioxid und anderer Schadstoffe frei. Im Inneren von Gebäuden, konnte der Gelkamin somit nicht betrieben werden. Wollte man den Gel-Kamin kommerzialisieren, musste das vorbelastete Napalm, durch eine moralisch einwandfreie und unkompliziertere Brennflüssigkeit ersetzt werden. Zudem brauchte man das Napalm alsbald für koreanische sowie vietnamesische Frauen und Kinder.

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Wieder waren es deutsche Wissenschaftler, welche die perfekte Lösung präsentierten: Marshallplan und Wirtschaftswunder führten zu einer landwirtschaftlichen Überproduktion. Die Lebensmittelpreise fielen ins Bodenlose. Der Handel damit lohnte sich nicht mehr. Also musste etwas gegen die Lebensmittelschwämme unternommen werden. Schickte man zunächst Kehrpakete nach Österreich und in die Schweiz, vergärten schließlich deutsche Gelehrte, die zuckerhaltigen Früchte zu Ethanol. Diese Flüssigkeit schmeckte nicht nur köstlich, sondern brannte auch recht gut. Die Ethanol-Flamme verbrauchte kaum Sauerstoff und setzte nur geringe Mengen Schadstoffe frei. Leider setzte die Flüssigkeit ihre Wärme nicht während der Verbrennung, sondern nur flüssig genossen, innerhalb des Körpers frei, weshalb die Zahl an "Bio-Ethanolikern" in Westdeutschland bedrohlich anstieg. Noch härter erwischte es die Russen, welchen es zwar an deutschen Tugenden fehlte, nicht aber am Ethanol. Im Rahmen von Reparationsleistungen viel es den Russen in die Hände. Russische Raketenforscher erhöhten dessen Konzentration, um den Mond als erstes zu erreichen. Wir alle wissen, wie die Sache ausgegangen ist. Vier der Fünf letzten Staatschefs der Sowjetunion, starben am Bio-Ethanol-Missbrauch. Einer hat sich im Angesichte einer Feuerzangenbowle die Stirnglatze verbrannt und in der daraus resultierenden geistigen Verwirrung, den Warschauer Pakt aufgelöst. Den Mond haben die Amerikaner erobert, weil sie ihr fossiles Napalm nicht trinken konnten. Koreaner und Vietnamesen brannten recht gut, aber es gab einfach zu viele davon.
Die Feuerzangenbowle läutete nicht nur das Ende des Kommunismus ein, sondern gilt, wie unser Test zu berichten weiß, auch als Prototyp moderner Ethanol-Kamine. Der mit Bio-Ethanol übergossene und brennende Zuckerhut zeigte den Menschen, dass ein offenes Feuer in den eigenen 4 Wänden, ohne Schornstein betrieben werden kann. Es flackert fröhlich vor sich hin, verbraucht kaum Sauerstoff und setzt nur geringe Mengen Kohlendioxid frei. Um das Tischtuch zu schonen, setzte eine findige deutsche Hausfrau, den brennenden Zuckerhut in einen alten halbautomatischen Frontlader. Der Ethanolkamin wie wir ihn heute kennen, erblickte somit das Licht der freien Welt. Zum Geburtstag gab es für die Erfinderin (Herta oder Berta) einen modernen Waschvollautomaten und vom Bundespräsidenten ein Bügeleisen am Bande 2. Klasse.

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Die Eigenschaften der Ethanolkamine

Der Ethanolkamin ist nicht von Grund auf böse. Er ermöglicht es dem armen Manne, seine Kaminträume zu verwirklichen. Auch wenn kein Geld für ein von Hand gemauertes Krematorium vorhanden, so kann der Unterschichtler dennoch für Behaglichkeit in den eigenen 4 Wellblechtafeln sorgen. Auch der gut betuchte Mittelständler, welcher dem Spitzensteuersatz zum Opfer gefallen ist, profitiert mitunter vom Ethanolkamin. Er hätte zwar das Geld für eine echte Feuerstelle, aber nicht für eine Wohnung mit Schornstein in der Berliner Innenstadt. Aller Ironie zum Trotze, stellt der fehlende oder an der falschen Stelle befindliche Schornstein, oft das Ende aller Kaminträume dar. Um auch verarmte Superreiche abzocken zu können, erfand deshalb die findige Industrie, diverse Kaminalternativen. Dazu gehörte der Elektrokamin, welcher sich bereits in einem eigenen Testbericht bewähren durfte. Aufgrund von Vorurteilen des falschen Feuers wegen, bekam dieser alsbald Konkurrenz vom Bio-Ethanol-Kamin. Auch der Ethanolkamin benötigt keinen Rauchabzug und simuliert wenn alles passt, leidlich einen echten Kamin. Benötigt der echte Kamin einen festen Standort am Schornstein, so ist der "Bio-Ethanolkamin" je nach Bauweise mobil verwendbar und setzt nur geringe Schadstoffmengen frei. Auch benötigt sein Verbrennungsprozess viel weniger Sauerstoff als ein echtes Scheitholzfeuer. Um für eine bessere Authentizität zu sorgen, kann freilich auch der Ethanolkamin fest installiert werden. Sein schornsteinunabhängiges echtes Feuer, verschafft ihm gegenüber Kamin, Kaminofen und Elektrokamin, einen entscheidenden Marktvorteil. Wer auf genannte Vorteile verzichten kann, der sollte auch auf den Ethanolkamin verzichten, denn eigentlich ist er doch von Grund auf böse! Im Folgenden möchten wir auf einige Fragen zum Ethanolkamin etwas näher eingehen.

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Welche Heizwirkung hat ein Ethanolkamin?

Bekommt der vor ihm Sitzende Schwielen an den Backen, so sind es keine Brandblasen! Der Ethanolkamin verursacht zwar im Vergleich zum echten Kaminfeuer deutlich höhere Verbrauchskosten, setzt aber kaum Wärme frei. Nur wenn seine Flamme auf die Einrichtung übergreift, was im Ethanolkamin-Test 2016 zwei mal passierte, entwickelt sich die Raumtemperatur zum Positiven. Allenfalls in einem Niedrigenergie- oder Passivhaus vermag der Bio-Ethanol-Kamin das Thermometer ohne Wohnungsbrand zu kitzeln. Der Ethanolkamin ist keine Heizung! Im Vergleich zum Elektrokamin, lässt sich bei ihm auch optional kein Heizlüfter zuschalten. Ist die fehlende Heizwirkung im Winter von Nachteil, besonders wenn man sich die Ethanolkosten vor Augen führt, so stellt die fehlende Abwärme im Sommer, durchaus einen Vorteil dar. Auch an einem tropischen August-Abend dürstet es manch frisch Verliebten, nach einer romantischen Liebesnacht vor dem Kamin. Da wird es vor einem echten Scheitholz-Feuer schnell zu heiß, besonders wenn man dabei nicht alleine zugange ist. Trotzdem besteht beim Ethanolkamin im Vergleich zum Elektrokamin, die Gefahr einer Verbrennung. Greift das unbedarfte Kind in die offene Flamme, bleibt oft nur die Umschulung zum Linkshänder. Wer wegen seiner Kinder auf Nummer sicher gehen möchte, aber auch wer von seinem falschen Kamin eine nennenswerte Heizwirkung erwartet, der sollte das elektrische Kaminfeuer bevorzugen. Es sieht besser aus, bleibt im Ansatz kühl, kann aber durch das optionale Zuschalten des integrierten Heizgebläses, bis zu 2000 Watt an Wärme freisetzen.

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Benötigt der Ethanolkamin einen Schornstein?

Eigentlich ja, aber nicht wirklich. Die Aufgaben des Rauchabzugs übernimmt für den Ethanolkamin, das geöffnete Fenster. Auch der Sauerstoffausgleich erfolgt über ein Loch in der Außenwand. Zudem weisen seriöse Hersteller in ihren Verkaufsprospekten darauf hin, dass Bio-Ethanolkamine nicht in Räumen unter 20 m² / 45 m³ betrieben werden sollten. Unseriöse Hersteller erwähnen diese Tatsache erst nach dem Kauf, in den Sicherheitshinweisen der beiliegenden Installationsanleitung. Zwar rußt und raucht der Ethanolkamin augenscheinlich nicht, verbraucht aber dennoch Sauerstoff und setzt bei der Verbrennung Kohlendioxid und andere Schadstoffe frei. Wie die Hersteller richtig anmerken, handelt es sich bei der Ethanolverbrennung um einen recht sauberen Prozess. Es wird nur sehr wenig Sauerstoff verbraucht und auch die Schadstoffbelastung der Luft ist sehr gering. Trotzdem summiert sich der Schadstoffgehalt mit der Zeit, besonders wenn mehrere Personen im Raume sitzen, und den darin befindlichen Sauerstoff weg atmen. Irgendwann ist der Kohlendioxidgehalt in der Raumluft derart hoch, dass die Party beendet ist. Deshalb sollte auch das Fenster niemals ganz geschlossen werden. Auch wenn das angekippte Fenster unter selbsternannten Energieexperten verpönt ist, so ist es in dieser Situation sicherer als das gelegentliche Schocklüften. Dieses hat man nämlich schnell mal vergessen. Als Problematisch erweisen sich in diesem Zusammenhang, die immer besser isolierten und abgedichteten Bauwerke. Wer die Grundregeln bezüglich der Raumgröße und der zu öffnenden Fenster nicht beachtet, riskiert Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Herzbeschwerden. Kinder können infolge dauerhaft regelwidrigen Betreibens eines Ethanol-Kamins, in ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden. Die schulischen Leistungen sinken, das Klassenziel wird nicht erreicht.
Ethanolkamine besitzen keinen Abgasrohranschluss und können deshalb nicht an einen Schornstein angeschlossen werden. Aus diesem Nachteil formulieren die Hersteller und Verkäufer das einzige Verkaufsargument. Der Ethanolkamin kann unabhängig von einem Schornstein, mobil betrieben werden. Er stellt somit eine Alternative für schornsteinlose, aber gut betuchte Romantiker dar, welche sich nicht mit einem elektrischen Feuer begnügen möchten.

der Testsieger...

Sind Bio-Ethanol-Kamine gefährlich?

Jährlich sterben in Deutschland etwa 50.000 Menschen an den Folgen des Bio-Ethanol-Missbrauchs. Die Dunkelziffer liegt weit höher! Doch nur 10% der Opfer kommen in den Flammen um oder fliegen in die Luft. Häufiger führt das vergessene Lüften während der Kaminnutzung zu Leberschäden, Herz- und Karzinomerkrankungen. Ja es soll auch Fälle gegeben haben, in welchen das Bioethanol getrunken wurde. Das Trinken von Bio-Ethanol endet langfristig immer mit dem Tode. Unverdünnt auch kurzfristig! Wird es getrunken, sorgt es zunächst für Euphorie, dann für einen Brummschädel und im weiteren Verlauf für eine Bio-Ethanol-Krankheit (Ethanolismus). Es kommt zur Pflegebedürftigkeit einhergehend mit einer Demenz und dann zum Tode des Ethanolikers. Der natürliche Todeszeitpunkt wird durch das Bio-Ethanol markant vorverlegt.
Am markantesten geschieht dies, wenn sich Oppa einen Hieb aus dem Kanister genehmigt, aber dabei den Stumpen im Mundwinkel belässt. Dann verteilen sich Oppas und des Hauses Fragmente, über die angrenzenden Grundstücke. Ist die Heizleistung des kontrolliert brennenden Ethanols zu vernachlässigen, so ist die explosive Kraft eines Jahresvorrats recht enorm. Gut tausend Liter des teuren Fusels werden bei mittlerer Nutzung pro Jahr und Flamme benötigt. Nur Wenige sind unterdes so unbedarft und packen sich 1000 Liter Ethanol unters Dach. Doch selbst wenn nur ein einzelner Liter in der guten Stube gezündet wird, sind die Folgen verheerend. Mit haushaltsüblichen Feuerlöschern und Verbandskästen, ist in so einer Situation kein Blumentopf zu gewinnen. Im Übrigen ist es uns unverständlich, dass die sachgerechte Lagerung des Ethanols, nicht gesetzlich geregelt ist. Muss der Heizölvorrat in TÜV-geprüften Tanks gelagert werden, so kann das Bio-Ethanol in der Besenkammer gebunkert werden, - im Einfamilienhaus, wie in der Mietskaserne. Wir empfehlen die Lagerung kleinster Mengen (max. 1 Liter), in einem feuerfesten Tresor. Ein gut gesicherter 5 Liter Kanister im Keller, sollte das Maximum dessen darstellen, was man im Hause zu lagern pflegt.
Die Bio-Ethanolkamine selbst, können durchaus sicher sein, auch wenn im Test zumeist das Gegenteil festgestellt wurde. Bei guter Verarbeitung und sicherem Stand, sollte eigentlich nichts passieren. Sind Kinder und Haustiere in der Nähe, gilt es die zuletzt getroffene Aussage zu revidieren. Wird der Ethanolkamin umgerammelt oder ein Gegenstand in dessen Flamme geworfen, kann es zu heiklen Situationen kommen. Situationen die das ganze Leben verändern oder gar beenden können. Fest an der Wand montierte Ethanolkamine mit Sicherheitsverglasung, können das Risiko minimieren. Rauchmelder, Brandschutzdecke und ein allzeit freier Fluchtweg, gehören stets dazu, möchte man einen Ethanolkamin in den eigenen 4 Wänden betreiben und überleben.

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Welche Kosten verursacht ein Ethanolkamin

Die Anschaffungskosten für den Bio-Ethanol-Kamin, fallen im Vergleich zum echten Kamin, wesentlich niedriger aus. In einfachen aber auch extravaganten Ausführungen erhältlich, variieren die Anschaffungspreise der Ethanolkamine sehr stark, sind aber unterm Strich mit denen der Elektrokamine vergleichbar. Während exklusive Designer-Ethanolkamine schon mal 2000 EUR kosten können, so zahlt man für einen anständig verarbeiteten und halbwegs neutral designten Testsieger-Aspiranten, zwischen 150 und 300 EUR. Mehr sollte man unserer Meinung nach nicht investieren, zumal dem Deko-Kamin ein protziges Erscheinungsbild nicht gut zu Gesichte steht. Er ist und bleibt eine unglaubwürdige Kaminattrappe, hat aber durchaus seinen eigenen Reiz. Um diesen ausspielen zu können, ist weniger manchmal mehr. Eine Gartenfackel hinter Glas auf Blech, ich lach mich wech...
Weniger Lustig wird es, wenn man sich nach dem Kauf, die Ethanolkosten vor Augen führt. Vor dem Kauf sollte man dies unterlassen, weil es zur Revidierung der Kaufentscheidung führen würde. Verbraucht der Elektrokamin pro Stunde, Strom im Gegenwert von etwa 2 bis 4 Cent, so verbrennt der Bio-Ethanolkamin in der selben Zeit, sage und schreibe 1 bis 2 EUR pro Flamme. Der echte Kamin kommt im Vergleich dazu, mit etwa 50 Cent die Stunde aus. Bedenkt man wie viele Lebensmittel für einen Liter Bio-Ethanol vernichtet werden müssen, lässt sich dessen hoher Preis besser nachvollziehen. Schnell wird klar, dass der arme Mann, die Früchte seiner Arbeit besser essen sollte, anstatt sie zu verheizen. Wobei "Verheizen" nicht das richtige Wort ist. "Vernichten" trifft es eher, denn eine nennenswerte Heizleistung vermag der Ethanolkamin nicht zu erbringen. Zu den Kosten für das Bio-Ethanol, müssen also noch die Heizölkosten hinzu addiert werden, möchte man nicht am offenen Feuer erfrieren. Auch der Elektrokamin erfordert bei Bedarf das kostspielige Zuschalten eines Heizlüfters, erfreut dafür aber mit einem nahezu kostenlosen Flammenspiel. Dessen falsche Flammen ähneln dem Kaminfeuer mehr, als die Stichflamme des Ethanol-Kamins. Aufgrund der niedrigeren Unterhaltskosten, aber auch aufgrund der besseren Optik, raten wir eher zum Kauf eines Elektrokamins, sollte der Einbau eines Kaminofens nicht möglich sein.

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Ist Bio-Ethanol ein moralisch einwandfreies & nachhaltiges Naturprodukt?

Wohl kaum! Der Begriff "Bio-Ethanol-Kamin" ist irreführend und wurde gewählt, um den Verkauf der Ethanolkamine anzukurbeln. Ethanol ist kein fossiler Brennstoff, sondern wird stets durch biologische Vergärung und Destillation zuckerhaltiger Lebensmitteln gewonnen. Dazu zählen mit Mais, Kartoffeln, Rüben und Getreide, die Hauptnahrungsmittel der größtenteils hungernden Weltbevölkerung. Dringend benötigte Lebensmittel werden den Kindern in der 3. Welt vorenthalten, damit wir vor dem Ethanolkamin sitzend, von einer Welt ohne Hunger träumen können. Etwa 10 Kinder müssen sterben, damit ein Ethanolkamin 12 Monate lang, 3 Stunden täglich, betrieben werden kann. Im Vergleich dazu müssen nur 2 Kinder verhungern, damit ein Alkoholiker ein Jahr lang trinken kann. Um genügend Bio-Ethanol zu einem günstigen Preis bereitstellen zu können, werden täglich etwa 1000 km² Wald niedergebrannt und urbar gemacht. Der Schaden für die Umwelt ist enorm. Vorhandene Pflanzenabfälle genügen bei weitem nicht, um den Bedarf an Bioethanol zu decken. Der Zucker steckt nun einmal in der Frucht, während die Trägerpflanzen der Früchte, immer kleiner gezüchtet werden. Denken wir nur an das Getreide auf unseren Feldern. Mussten wir vor 20 Jahren noch auf die Leiter steigen, um die Ähren zu pflücken, so werden diese heute von polnischen Erntehelfern frei gelegt und dann gestochen.
Bioethanol stammt selten aus nachhaltigem Anbau. Solange der Welthunger nicht besiegt ist, lässt sich dessen Herstellung auch durch nichts rechtfertigen. Möglicherweise trägt der eine oder andere Liter Ethanol das umstrittene Qualitätssiegel "BIO" zurecht?! Wir dürfen es aus rechtlichen Gründen nicht gänzlich in Abrede stellen. Wir können aber verbindlich sagen, dass kein Ethanolkamin den Begriff "Bio", zurecht im Namen verwendet. Es gibt keine Bio-Ethanolkamine! Zum einen gibt es unserer Meinung nach kein Bio-Ethanol. Und falls doch (wir dürfen es ja nicht mit absoluter Gewissheit bestreiten), gibt es keinen Ethanol-Kamin, welcher auf dessen Nutzung beschränkt wäre. Ethanol ist zumeist das Produkt unkontrollierten Raubbaus an der Natur, welches zu Lasten der ärmsten Menschen dieser Welt hergestellt wird. Nur der so genannte Bio-Sprit, vermag diese "Leistung" noch zu toppen. Pfui Teufel!

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Der Ethanol-Kamin-Test im Detail

Immerhin 12 Hersteller schämten sich nicht und bereicherten unseren Ethanol-Kamin Test mit 42 Modellen. Sie taten dies nicht ganz freiwillig, denn sie wurden nicht gefragt. Möglicherweise schämen sie sich nun doch?! Nach unserem Ethanol Kamin Test mit Sicherheit! Einer augenscheinlichen Sichtprüfung mit mehreren Disqualifikationen, folgte die subjektive Einschätzung des Designs der Ethanolkamine. Dieses erntete zwar mitunter höhnisches Gelächter, floss aber nicht in das Testergebnis mit ein. Lediglich wenn die Formgebung einen unsicheren Betrieb zur Folge hatte, kam es zu einer Abwertung in der Test-Rubrik Sicherheit. Im Dauertest simulierten wir einen 2 jährigen Einsatz der "Bio-Ethanolkamine", beurteilten Verbrauch, Gestank, Handhabung und Gesundheitsfolgen. Im abschließenden Falltest aus 73cm Höhe, machten wir dem Ethanolkamin Test ein Ende. Das beste Preis-Leistungsverhältnis gab letztlich den Ausschlag, für die Kürung des besten Ethanolkamins zum Testsieger.

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Das Design der Ethanolkamine im Vergleich (ohne Wertung!)

Ethanolkamine passen in keine Schablone. Einige orientieren sich am großen und unerreichbaren Vorbild, dem echten Kamin. Andere sehen aus wie eine Gartenfackel im Schneewittchensarg. Wieder andere erinnern an das olympische Feuer und die damit verbundenen sportlichen Misserfolge. Eigentlich sollte für jeden etwas dabei sein?! Nur der klassische Kaminliebhaber dürfte skeptisch drein blicken, betrachtet er das Angebot erhältlicher "Bio-Ethanolkamine". An das Original kommt keiner ran, wenngleich das Feuer echter nicht sein kann. Doch auch bei ihm stellte sich im Test unwillkürlich die Frage nach dessen Herkunft, denn ein Holzscheit suchte man darunter  vergebens. Es gehört bei einem Kamin aber dazu, wie die Kerze unter den Docht. Ohne Glut und Holzscheite hat die unterkühlte Ethanolflamme zwar etwas mystisches, aber nichts romantisches. Man fühlt sich bestenfalls an den Reichstagsbrand erinnert, oder an einen Fackelumzug der Kommunisten. Wer jedoch keine Kaminatmosphäre vom Dekokamin erwartet, sondern eine etwas andere Form der schmückenden Stimmung, der kann durchaus zufrieden gestellt werden. Unserer Meinung nach erscheint es deshalb sinnvoll, einen Deko-Kamin zu kaufen, welcher sich deutlich vom offenen Kamin unterscheidet. Also keinen Kaminabklatsch, keine Kaminattrappe und kein Kaminplagiat, sondern eine mystische Stichflamme im Designer-Blechmantel. Das Design der Deko-Kamine werten zu wollen, wäre in jedem Falle anmaßend. Die Geschmäcker sind verschieden, genau wie die zum Test erschienenen Ethanolkamine. Jedes Deckelchen findet sein passendes Töpfchen, möchte man meinen?! Klassische Kaminfreunde, Humanisten und ökonomisch Interessierte, reden sich das Äußere der Dekokamine, aus anderen Gründen schlecht. Wir versuchen sachlich zu bleiben, auch wenn der Bio-Ethanolkamin vom Kopf her stinkt.

der beste Bio-Ethanol-Kamin im Test...

Sicherheit und Verarbeitung

Bei keinem Ethanolkamin war die Verarbeitung derart schlecht, als dass das Design darunter gelitten hätte. Ungleiche Spaltmaße und Verarbeitungsfehler, waren zwar mitunter messbar, aber selten sichtbar. Fünf Ethanolkamine erschienen mit leichten Transportschäden zum Test. Eine Folge fehlender Umverpackungen bzw. schlecht gepolsterter Originalkartons. In zwei Fällen kam es dadurch zur Abwertung, während in den anderen Fällen der Händler an den Verpackungskosten gespart hat. An dieser Stelle der Tipp, bei einem Preisvergleich nicht grundsätzlich das günstigste Angebot zu favorisieren. Manchmal ist es besser, ein paar Mark mehr zu investieren. Der Versand defekter Ware, kann zwar dem besten Händler unterlaufen, aber ein seriöses Onlineversandhaus bringt die Sache schnell auf eigene Kosten in Ordnung. Es akzeptiert auch die nachträgliche Zahlung per Rechnung.
Leichte Verarbeitungsmängel schaden zwar selten dem Design, können aber schwerwiegende Folgen für die Sicherheit mit sich bringen. Ist der Vorratsbehälter für den Brennstoff undicht, kann Ethanol entweichen und zum Wohnungsbrand gereichen. So kam es tatsächlich in einem Fall, zum Flächenbrand und dann zum Knall. Bio-Ethanol ist zudem eine leicht flüchtige Flüssigkeit. Wird Ethanol nicht in einem geschlossenen Behälter aufbewahrt, es mit der Raumluft sich verpaart. Ein Funke kann dann genügen, um die Nachbarn zu vergnügen. Diese sehen es gerne, fliegt dein Haus in die Ferne! Zwei "Bio-Ethanolkamine" mussten aufgrund gefährlicher Verarbeitungsmängel, vom Test freigestellt werden. Zu groß die Gefahr für die Sicherheit, resultierend aus einer schlechten Verarbeitung. Bei einigen Ethanolkaminen erschien uns auch die Wahl der Materialien etwas fragwürdig. Während der spätere Testsieger aus hochwertigem Stahl, nicht gerade leicht zum Test erschien, muteten andere Deko-Kamine teilweise recht windig an. Das Gewicht ist zwar kein Kriterium, welchem es blind zu vertrauen gilt, aber es sagt doch einiges über die Sicherheit und die Qualität eines Ethanolkamins aus. Speziell die Standsicherheit profitiert von einem massiven Materialeinsatz. So wiesen viele Testteilnehmer eine recht geringe Bautiefe auf. Was sich an der Wand montiert gut macht, umgekippt auf dem Tisch, schnell einen Brand entfacht. Trotz der mitunter geringen Bautiefe standen jene Testprobanden recht sicher, welche über das nötige Gewicht verfügten. Einige nicht unbedingt günstige Ethanolkamine, kamen aber bedrohlich leicht daher. Ihnen fehlte es oft auch an der nötigen Verwindungssteife, so dass sie nicht einmal leichter zu heben waren. Kann ein mit Flüssigbrennstoff betriebener Kamin, von einem vorbeilaufenden Hund mittleren Ausmaßes zum Umsturz gebracht werden, gilt es im Testergebnis ein Mangelhaft auszusprechen! In 5 Fällen, dies sei berichtet, fühlen wir uns dazu verpflichtet.
Ergänzend darf man nicht verhehlen, dass selbst der sicherste Ethanolkamin, die Vernunft seines Betreibers voraussetzt. Dieser muss für ausreichende Belüftung sorgen, darf den Treibstoff nicht trinken und muss ihn sicher aufbewahren. Auch beim Befüllen des Ethanolkamins, gilt es Vorsicht walten zu lassen, besonders wenn der Einfüllstutzen schlecht zugänglich ist. Zwei Wandkamine galt es abzuwerten, weil die Tanköffnung auf der Rückseite verbaut wurde. Ein Schelmenstreich sondergleichen. In beiden Fällen zeichneten sich chinesische Schildbürger dafür verantwortlich.

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Inbetriebnahme und Handhabung der Deko-Kamine

Die Ethanolkamine erschienen zwar nicht fertig montiert zum Test, waren aber leicht zu komplettieren. Handwerkliches Geschick war nicht vonnöten, um die Betriebsbereitschaft der Testkandidaten herzustellen. Als schwierig erwies sich mitunter die Wandmontage. Weniger von der Sache her, als viel mehr vom Gewicht. Eine zweite Person kann von Vorteil sein, möchte man einen 20kg Kamin an die Wand hängen. Die Wand sollte übrigens nicht aus Pappmaschee bestehen, sondern eine gewisse Lastenaufnahme verkraften können.
Drei Ethanolkamine, welche neben der Tischaufstellung zur Wandmontage geeignet waren, ließen es am Montagezubehör fehlen. In zwei Fällen war es wohl vorgesehen, kam aber unvollständig zur Auslieferung. Hier führte nur eine Rücksendung der gesamten Lieferung zum Teil-Erfolg. Auch die Ersatzlieferung war in einem Falle unvollständig.
Das Gefährlichste beim Ethanolkamin, ist der Vorgang des Nachtankens. Grundsätzlich ist es recht einfach. Der Vorgang des Nachtankens darf aber nur bei erloschener Flamme und bei abgekühltem Kamin erfolgen. Aufgrund eines selbst auferlegten Termindrucks, hielt sich eine Testperson nicht an diesen Grundsatz und erlitt ein ähnliches Schicksal, wie die tibeterianischen Selbstverbrenner. Alle 5 Gliedmaßen mussten mit Après-Sonnenmilch eingerieben werden, um einer Amputation vorzubeugen. Nach 5 Minuten, konnte der Produktprüfer seine Arbeit wieder aufnehmen, so dass wir sein Gehalt nicht kürzen mussten. Es hätte uns leid getan!
Auch wenn man Ethanolkamine im Vergleich zu vielen Elektrokaminen nicht mit der Fernbedienung steuern kann, so ist deren Handhabung doch recht einfach und sauber. Man muss halt nur etwas bedächtig zu Werke gehen, damit es nicht zur Katastrophe kommt. In einem Haushalt mit Kindern und wuseligen Kleintieren, sollte man unterdes, gänzlich auf die Inbetriebnahme eines Bio-Ethanol-Kamins verzichten!

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"Bio-Ethanolkamine" im Dauertest

An einem gemütlichen Abend, brennt der Kamin 3-5 Stunden am Stück vor sich hin, oft bis der Brennstoff aufgebraucht ist. Dies geschieht im Schnitt 1-2 mal die Woche. Am Anfang des Öfteren, bis der Reiz des Neuen ver- oder das Haus in die Luft geflogen ist. Wir befeuerten die Testkandidaten, bis sie unter der Last ihres Feuers verglühten. Zwecks Nachbetankung ließen wir sie eine halbe Stunde abkühlen und steckten sie sodann erneut in Brand. Innerhalb von 8 Wochen simulierten wir so, eine zweijährige Nutzungsdauer. Alle bis dahin nicht aus anderen Gründen disqualifizierten Ethanolkamine, bestanden diese Tortur ohne aufzumucken. Der bestialische Gestank resultierte in erster Linie aus dem billigen "Bio-Ethanol" welches aus dubioser Quelle im Internet ersteigert wurde. Es erinnerte im Abgang an russisches LKW-Benzin. Dieses kann man den Testkandidaten jedoch nicht zum Vorwurf machen. Sicherheitshalber an dieser Stelle der Hinweis, dass ein Deko-Kamin nur mit dem dafür vorgesehenen Ethanol betrieben werden darf. Um sicher zugehen, dass es reines Ethanol ist, sollte es auch nur im seriösen Onlinehandel erworben werden. Der Kauf im Baumarkt ist des Transportes wegen, unserer Meinung nach zu gefährlich. Die tödliche Fracht sollte einem unterbezahlten Paketfahrer vorbehalten bleiben, und nicht im eigenen PKW erfolgen!
Die Folgen für die Gesundheit der Produktprüfer waren überschaubar. Wir betrieben alle im Test verbliebenen 32 Ethanolkamine im Großraumbüro unserer Redaktion. Wir kippten für die nötige Belüftung ein Kellerfenster an. Die Arbeitsleistung unserer 22 Mitarbeiter sank nach kurzer Zeit auf ca. 50%. Die Ausfallquote der Mitarbeiter lag gegen Test-Ende bei etwa 80%. Zwei Mitarbeiter kamen nach wenigen Tagen wieder, die anderen haben gekündigt und Klage beim Arbeitsgericht eingereicht. Auch dieses erschreckende Test-Resultat, wird letztendlich nicht in das Testergebnis einfließen. In unserem 50m² kleinen Großraumbüro im Souterrain, hätten max. 2 einflammige Ethanolkamine betrieben werden dürfen. Leider warfen wir erst gegen Test-Ende, einen Blick in die Sicherheitsbestimmungen der beiliegenden Bedienungsanleitungen. Dort hätte man in einigen Fällen, aufgrund der zu kleinen Schrift, ohnehin nichts erkennen können. Fünf Hersteller verzichteten gleich ganz auf eine schriftliche und/oder deutsche Bedienungsanleitung. War die beiliegende Gebrauchsanleitung mangelhaft, war es der dazugehörige Ethanolkamin auch!
Immerhin sechs vom Design her grundverschiedene Ethanolkamine, schlossen den Dauertest mit einem sehr gutem Ergebnis ab. Sie sahen auch nach 8 Wochen der ununterbrochenen Nutzung, wie aus dem Ei gepellt aus. Der Brennstoffverbrauch ließ sich durch das Einstellen der Flammengröße variieren. So hatte man entweder wenig Spaß bei niedrigem Ethanolverbrauch, oder einen Heidenspaß bei hoher Brennstoffverquasung. Mehr kann man von einem Ethanolkamin im Test nicht verlangen.

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Ethanol-Kamine im Falltest

Mitunter gibt es den Fall eines Falles. Rammelt zum Beispiel durch den Heizraum eine Rasselbande, und schlägt einer der darauf befindlichen Köpfe gegen die Tischkante, kommt der Dekokamin möglicherweise ins wanken. Fällt dem Knaben dann der Ethanolkamin auf die frische Beule, geht es los das Geheule. Auslaufendes Ethanol kann den Jungen benetzen, sich entzünden und ihn verletzen. Größere Mengen, können den Buben total versengen. Die verwaisten Eltern sagen sich dann, "Oh Mann oh Mann".
Im Falltest kann es uns also nicht nur darum gehen, den Wiederverkaufswert eines gefallenen Ethanolkamins zu bestimmen. Vordergründig geht es uns um die Folgen für Leib, Leben und Einrichtung der Betroffenen. Fällt ein Soldat, kann er keinen Schaden mehr anrichten. Fällt der Dekokamin vom Tisch oder von der Wand, droht neben der Selbstverbrennung ein Wohnungsbrand.
Aus 73cm Höhe ließen wir 32 Ethanolkamine bei laufendem Betrieb auf den Kellerboden krachen. Alle 32 Testkandidaten waren danach mehr oder weniger deformiert. Sieben der voll betankten Testkandidaten verloren ihren Lebenssaft. In zwei Fällen kam es zum "Kellerbrand". Ein Produktprüfer hätte mit der Brandschutzdecke gelöscht werden müssen. Leider hatten wir nur ein verrotztes Taschentuch. Dies war kein Segen, sondern ein Fluch.
Nur zwei der Gefallenen, darunter unser Ethanolkamin-Testsieger, erweckten den Anschein, als dass sie auch nach dem Sturz, weiterhin als Feuerstelle hätten fungieren können. Da aber auch bei ihnen der äußere Zustand infolge des Abgangs merklich an Reiz verlor, vermieden wir eine erneute Zündung. Nicht wegen der Gefahr, sondern weil die Deko-Wirkung nicht mehr gegeben war.
Auch wenn das Testergebnis im Falltest wenig Verwunderung hervorrufen sollte, gilt es doch noch einmal auf folgende Sachverhalte hinzuweisen: Ein schwerer Deko-Kamin mit sicherem Stand, fällt nicht so leicht über des Tisches Rand. Auf einem wackeligen Campingtisch hat der Ethanolkamin nichts zu suchen. Die Auflagefläche / Standfläche des Bio-Ethanolkamins, sollte nicht zu schmal ausfallen. Schmale Dekokamine sollte man nach Möglichkeit an die Wand schrauben. Billige Dübel können brechen und sich rechen. Ein Standkamin sollte nicht unter 15kg auf die Wage bringen, denn dann kippt er auch nicht so leicht um. Wer Kinder, Demenzkranke oder Haustiere in Wohnung hat, sollte in jedem Falle zum Elektrokamin greifen. Er schaut nicht nur authentischer aus, sondern verschont auch die Raumluft und ggf. das ganze Gebäude.

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Die besten Ethanol-Kamin Alternativen

Schon in unserem Elektrokamin Test haben wir diverse Kaminalternativen ausführlich vorgestellt. Wir wollen dies hier nicht wiederholen. Es wäre doppelt gemoppelt! Ist der Ethanolkamin eine Alternative zum Elektrokamin, so ist der Deko-Kamin eine Alternative zum elektrischen Kaminfeuer. Ansonsten gilt es an dieser Stelle, auf die entsprechende Passage in unserem Elektrokamin-Test hinzuweisen. Zusammenfassend kann aber verlautet werden, dass die schlechteste Alternative gerade gut genug ist, um den "Bio-Ethanolkamin" zu schlagen. Bedenkt man welches Leid der Ethanolkamin in der 3. Welt verursacht und in den eigenen 4 Wänden anrichten kann, sollte dessen Brennstoff von Gesetzes wegen hoch besteuert werden. Doch fordern die Grünen auch 5 EURO für den Liter, so stören sie sich nicht am Begriff "Bio-Ethanol". Wir stören uns zumindest am Begriff "Bio-Ethanolkamin", denn der so bezeichnete Ofen ist kein nachhaltiges Naturprodukt welches vom Baum gepflückt werden kann. Wir setzen den Begriff daher in Anführungszeichen. Grenzwertig ist auch der Begriff "Bio-Ethanol-Kamin". Hier wird voraus gesetzt, dass der künftige Besitzer nur Bio-Ethanol verfeuert. Dies kann aber weder der Hersteller noch der Verkäufer wissen. Richtig ist daher die Bezeichnung "Ethanolkamin". Egal ob Bio oder nicht, Ethanol ist derart teuer, dass man gute Gründe haben muss, um einen Deko-Kamin zu betreiben. Dies kann die Freude am Elend anderer sein oder aber der Hang zum Extravaganten. Wer seine Dekadenz gerne zur Schau trägt, aber nicht über einen Schornstein verfügt, der kommt am Ethanolkamin nicht vorbei. Schornsteinlose Romantiker sollten besser ein Teelicht zünden, oder den Kauf eines Elektrokamins verkünden.

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