Der große Energiesparlampen-Test 2016

Die besten Leuchtstofflampen und LED-Birnen im Vergleich

Die Zeit ist reif für einen Energiesparlampen Test, denn die klassischen Glühbirnen verlieren den Reiz des Verbotenen. Spätestens wenn der Glühfaden der letzten Lagerbirne verglüht ist, heißt es auf den Sonnenaufgang oder den Preisverfall von LED- und Leuchtstofflampen zu warten. Doch lohnt es sich wirklich, noch ein paar Jahre im Dunkeln auszuharren, oder kann schon jetzt der Kaufvertrag für eine Energiesparlampe unterzeichnet werden? Welches energiesparende Leuchtmittel sich wohl im Test behaupten wird? Die stromsparende Kompaktleuchtstofflampe ist mittlerweile ein alter Hut. Deren giftige Quecksilberdämpfe haben Generationen inhaliert. Krank geworden sind die Leute weil sie nach dem Kauf der Kompaktleuchtstofflampe, kein Geld mehr zum Heizen hatten. Seit einigen Energiesparlampen TestJahren sorgen LED-Lampen für eine gesunde Konkurrenz unter den eigenwillig geformten Energiesparlampen. Die Preise sind gefallen, das Licht leuchtet angenehmer und in den Quecksilberdampflampen kommt nur noch Amalgam zum Einsatz. Was Zahnärzte in den Kauleisten ihrer Kassen-Patienten entsorgen, kann doch in der Leuchtstofflampe nicht schädlich sein? Im Angesichte einer Zahnarztlampe stellt man kurioserweise fest, dass deren Licht aus amalgamfreien LEDs resultiert. Die beste Technologie scheint somit gefunden. Der Energiesparlampen Test 2016, soll unsere Befürchtungen bestätigen, das Glühbirnenverbot hinterfragen und einen würdigen Testsieger im Vergleich von LED-Birne und Leuchtstofflampe ausfindig machen.

Die Geschichte der Energiesparlampen

Quecksilberdampflampen, zu denen die Leuchtstofflampen gehören, wurden schon vor über 115 Jahren zur Verfinsterung von Dunkelkammern hergenommen. Der Deutsche Edmund Germer war es schließlich, welcher 1926 das ultraviolette Licht der Quecksilber-Dampflampe, durch Hinzufügung einer giftigen Beschichtung zum leuchten brachte.
Um das Zerstörungspotential der Energiesparlampen wissend, erwarben die Amerikaner in den 30er Jahren das Patent des deutschen Physikers und entwickelten dessen Quecksilberdampflampe bis 1938, zu einem kriegsentscheidenden Leuchtkörper. Anfang der 40er Jahre, wurden die ersten Quecksilberdampflampen über Deutschland abgeworfen. Die so genannten Christbäume dienten offiziell dazu, bei nächtlichen Angriffen das Zielgebiet für den Abwurf der Hauptfracht zu markieren. In Wirklichkeit aber, sollten die nach dem Aufprall austretenden Quecksilberdämpfe, für einen schleichenden Haarausfall unter den deutschen Soldaten sorgen, um so das Bild vom hässlichen Deutschen zu kreieren. Mit Erfolg! Von den heute noch lebenden deutschen Weltkriegsveteranen, leiden 98% unter quecksilberbedingtem Haarausfall. Aufgrund der erbgutschädigenden Wirkung energiesparender Leuchtstofflampen, sind sogar die Nachkommen der Nazis, die sogenannten Skinheads und Neonazis, vom erblich bedingten Haarausfall betroffen.
Obwohl Fachärzte für Quecksilberkrankheiten (Quacksalber) von Anfang an vor einem Einsatz der Leuchtstofflampen in geschlossenen Räumen gewarnt haben, wurden die Quecksilber-Dampflampen nach Ende des 2. Weltkrieges, nicht nur zur energiesparenden Beleuchtung ganzer Straßenzüge, sondern auch zur effizienten Ausleuchtung von Fabriken hergenommen. Noch heute werden Produktionshallen und Provinzkliniken mit Leuchtstoffröhren erhellt.

Die Energiekrise von 1973, ließ auch beim Privatmann den Ruf nach sparsameren Leuchtmitteln lauter werden. Die findige Industrie schrumpfte daraufhin die Quecksilberdampflampe und verkaufte sie unter der Bezeichnung "Energiesparlampe". Deren tödliches Quecksilber im Inneren, wurde ebenso verschwiegen, wie der giftige Leuchtstoff, welcher auch heute noch zur Sichtbarmachung des Lichtes benötigt wird. Zwar wird im Inneren aktueller Kompakt-Leuchtstofflampen das weniger tödliche Amalgam verwendet (Quecksilberlegierung), aber noch immer müssen sie nach Ablauf ihrer Leuchtdauer als Sondermüll entsorgt werden. Freilich tut dies niemand, weshalb die Ökobilanz der klassischen Energiesparlampen verheerend ausfällt. Auch der Gewinn der Hersteller fiel lange Zeit ernüchternd aus, denn niemand wollte eine Energiesparlampe kaufen, deren Anschaffungspreis sich in 40 Jahren nicht amortisieren würde. Die versprochene Haltbarkeit von 10.000 Betriebsstunden war da nur ein schwacher Trost, zumal sich dieser theoretische Wert im Praxis-Test nicht ansatzweise bestätigte. Die tatsächliche Leuchtdauer lag je nach Zahl der Schaltvorgänge, bei weit unter 1000 Betriebsstunden.
Quecksilberlobbyisten trieben 2009 das Verbot der Glühbirne im Europäischen Parlament voran, um den Verkauf kompakter Leuchtstofflampen anzukurbeln. Obwohl das Glühbirnenverbot seit einiger Zeit greift, hat sich der mündige Bürger nicht beirren lassen und den Verantwortlichen des Glühbirnenverbots, ein entsprechendes Wahlergebnis beschert. Unterdes darf das Glühbirnenverbot nicht gänzlich verteufelt werden. In einer Zeit wo 140 Millionen Russen und 1,3 Milliarden Chinesen von der Petroleumlampe zur elektrischen Beleuchtung wechseln, droht ein gewaltiger Anstieg der Energiepreise und CO2 Emissionen. Auch die heimische Energiewende treibt die Strompreise nicht gerade nach unten. Ein gefundenes Fressen für die gebeutelten Hersteller der verkappten Quecksilberdampflampen? Weit gefehlt!
Während in Sonderpostenmärkten die letzten Glühbirnen reißenden Absatz finden, hat sich die LED-Birne zum großen Kontrahenten der Kompaktleuchtstofflampe aufgeschwungen. In Sachen Design und Lichtstreuung noch nicht ganz perfekt, sind die LED-Lampen schon heute, die Energiesparlampen von morgen. Energiesparende LED-Lampen sind den Leuchtstofflampen derart überlegen, dass ein Verbot der Quecksilberlampen unnötig erscheint. Trotzdem, um das Glühbirnenverbot im Nachhinein glaubwürdiger erscheinen zu lassen, wäre der nächste Schritt, das Leuchtstofflampenverbot und die Inhaftierung deren Hersteller. Die Tatsache, dass die Kompaktleuchtstofflampe im Vergleich zur LED-Birne einen hohen Reifegrad aufzuweisen hat, macht unseren Energiesparlampen Test 2016 nicht einfacher.

Ist die Zeit reif für den Wechsel zur Energiesparlampe?

In Arbeitsräumen und Wohnzimmern sollte man den Defekt der Glühbirne nicht abwarten. Dort wo die künstliche Beleuchtung mehrere Stunden pro Woche zum Einsatz kommt, amortisiert sich die Energiesparlampe binnen weniger Monate. Schließlich sind auch die Anschaffungskosten der Energiesparlampen stark gefallen. Im Energiesparlampen-Test für gut befundene Quecksilberdampflampen, sind für weniger als 10 EUR erhältlich. Auch LED-Birnen sind dabei, die magische 10 EUR Grenze zu unterschreiten. Möchte man seine Arbeits- oder Leselampe modernisieren, ist schon heute die LED das Leuchtmittel der ersten Wahl. Deren helles Licht weckt sogar die Lebensgeister eines Finanzbeamten und erhöht dessen Wirkungsgrad auf 26%. Kein Kunststück, aber es war auch ein schlechtes Beispiel. Während die eher punktuell wirkenden LED-Lampen für die Beleuchtung von Büro- und Arbeitsräumen prädestiniert sind, scheinen die gleichmäßig streuenden Kompaktleuchtstofflampen geeignet, kurzfristig der Wohnzimmer-Glühbirne und langfristig dem darunter Sitzenden den Gar aus zu machen.
In Nebenräumen sieht es bis auf weiteres gegenteilig aus. Dort wo das Licht häufig an und aus geschaltet wird, ist der Kompaktleuchtstofflampe kein langes Leben beschieden. Zudem brennt das Licht in Flur, Keller, WC und Kochnische, oft nur wenige Minuten am Tag. Eine Amortisation der Leuchtstofflampe, ist trotz gefallener Preise, aufgrund der verkürzten Lebensdauer, bedingt durch die große Zahl an Schaltvorgängen, nahezu unmöglich. Bei LED-Lampen sieht die Bilanz wohl etwas besser aus, ohne dass belastbare Langzeitstudien dazu existieren würden. Langfristig könnte sich die LED-Birne in Nebenräumen einnisten, denn sie stellt die maximale Helligkeit im Moment des Einschaltens bereit. Eine Kompaktleuchtstofflampe braucht mitunter 30 bis 60 Sekunden, bis sie ein brauchbares Licht bereitstellen kann. Dies ist schon im Wohnzimmer nervig, aber in Nebenräumen absolut tödlich. Dort braucht man das Licht oft nur kurz, aber dafür sofort dessen volle Intensität. Glühbirnen und LED-Lampen erfüllen diese Anforderung. Keinesfalls ist es in Nebenräumen jedoch sinnvoll, eine funktionierende Glühbirne aus Kostengründen gegen eine LED-Birne auszutauschen. Eine Amortisierung würde viele Jahre brauchen. Geht die Glühbirne kaputt, kann man im Interesse der Umwelt, die Anschaffung einer LED-Birne in Erwägung ziehen. Man sollte aber immer auch daran denken, dass auch bei der Herstellung einer LED- oder Leuchtstofflampe, sehr viele Ressourcen verbraten werden.
An dieser Stelle ein kleiner Tipp: Energiespar-Anfänger machen immer wieder den Fehler, zu schwach dimensionierte Energiesparlampen zu kaufen. Die Enttäuschung ist groß, weil das schwache Licht im Wohnzimmer nichts taugt. Ein solcher Fehlkauf eignet sich vorzüglich für diverse Nebenräume und muss nicht im Schrank verrotten.
Wer bis hier hin gut aufgepasst hat weiß auch, wie er mit der Außenbeleuchtung zu verfahren hat. Dauerhaft leuchtende Außenlampen, sollten unbedingt schon heute mit Energiesparlampen bestückt werden. Nur kurzzeitig z.B. via Bewegungsmelder eingeschaltete Laternen, freuen sich bis auf weiteres über eine Zusammenarbeit mit der Glühbirne, um von einer LED-Birne zu träumen. Zur dauerhaften Gehweg- und Fahrbahnbeleuchtung bei Dunkelheit, werden seit Jahren so genannte Natriumdampflampen herangezogen. Die sparsamsten aller Energiesparlampen, nehmen der Welt leider die Farbe und eignen sich somit nicht für den Wohnbereich.

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LED-Birnen und Kompaktleuchtstofflampen im Vergleich

Es wurden schon einige Eigenschaften der verschiedenen Energiesparlampen in unserem Testbericht aufgezählt und deren Nachteile breitgetreten. In kompakter Form zusammengefasst und mit einigen Ergänzungen versehen, soll es an dieser Stelle weitergehen.

Kompaktleuchtstofflampen

Wie die etwas größeren Leuchtstoffröhren, gehören auch die Kompaktleuchtstofflampen zur Gattung der Quecksilberdampflampen. In den Lampen ist der Quecksilberdampf gut aufgehoben. Leider verbleibt er dort nicht. Recycelt wird er über den Blutkreislauf der Ökofritzen. Die Angst vor einer Quecksilberfreisetzung beim Zerbersten der Leuchtstofflampe, ist jedoch meist unbegründet. Nicht erst unser Energiesparlampen-Test war nötig um festzustellen, dass viele Leuchtstofflampen ihr Quecksilber kontinuierlich ausgasen. Zerbricht eine solche Lampe nach Jahren, ist die tödliche Fracht schon lange im Körper der von ihr Erleuchteten. Doch es gibt auch Ausnahmen wie unser Test zu berichten weiß. Einige mit Amalgam befüllte Quecksilberlampen, behalten ihre tödliche Fracht bis zum Zerscheppern bei sich. Erst beim Aufsammeln der Scherben wird's dann brenzlich. Ursächlich für das bessere Abschneiden ist jedoch nicht das Amalgam, sondern die hermetische Abdichtung aktueller Leuchtstofflampen.
Amalgam ist übrigens ein dehnbarer Begriff! Das Amalgam im Zahn des Kassenpatienten, hat wenig mit dem in der Energiesparlampe gemein. Die in den Lampen zum Einsatz kommende Quecksilber-Legierung, ist´n Zacken schärfer! Erlebt der Kassensanierte nicht selten das 80. Wiegenfeste, wenn auch mit polierter Platte, so stirbt der irregeleitete Energiesparer, oft schon vor dem Renteneintrittsalter. Die mit dem angeblich weniger schädlichen Amalgam betriebenen Quecksilberdampflampen, erwiesen sich im Praxis-Test als nachteilig. Brauchten die alten mit flüssigem Quecksilber befüllten Kompaktleuchtstofflampen nur wenige Augenblicke, bis zum Erreichen einer brauchbaren Helligkeit, so dauert dies bei neueren Lampen gut 30 Sekunden. Das in aktuellen Leuchtstofflampen zum Einsatz kommende Amalgam, verdampft das benötigte Quecksilber erst bei Erreichen einer höheren Temperatur. Diese lange Zeitspanne brauchte das flüssige Quecksilber nicht. Unterdes hat der Ökofritze heute kaum noch eine Wahl, denn die Hersteller werben gerne mit dem Aufdruck "Enthält kein flüssiges Quecksilber". Unter Zeitdruck Einkaufende, denken nicht weiter darüber nach und greifen zu. Doch ob das Quecksilber flüssig, fest, grün oder duftneutral zur Ausgasung ansetzt, ist letzten Endes egal.
Aus Sicherheitsgründen sollten Kompaktleuchtstofflampen nicht in Haushalten mit Kindern zum Einsatz kommen. Geht beim spielerischen Umgang mit der Deckenbeleuchtung eine Leuchtstofflampe zu Bruch, und bleibt deren Quecksilber in den Ritzen des Fußbodens unbemerkt, wird aus dem Filius später weder ein Rechtsanwalt, noch ein Kosmonaut. Bestenfalls ein Polizei- oder Finanzbeamter. Auch wenn das Haupthaar des Hausherren mit den Jahren schütterer wird, sollten zunächst alle Quecksilber-Quellen im Haushalt beseitigt werden. Oft sind es undichte oder vor geraumer Zeit zerbrochene Leuchtstofflampen, welche den schleichenden Haarausfall verursacht haben. Die genetische Komponente spielt beim schleichenden Haarausfall nur eine untergeordnete Rolle. Der schleichende Haarausfall unserer Vorfahren, lässt sich übrigens mit deren Hutfimmel begründen. Überall dort wo der Mensch Kleidung trägt, verliert er früher oder später sein Fell. Heute nutzt er lieber Quecksilber zur langfristigen und dauerhaften Haarentfernung...

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LED-Lampen

Energiesparende LED-Lampen haben unsere Haushalte längst erobert. Tausende der kleinen LEDs verkünden den Betriebszustand unserer elektronischen Haushaltsgeräte. Flachbildfernseher und Computermonitore besitzen eine energiesparende LED-Hintergrundbeleuchtung. Echtwachskerzen, Uhren, Handys und eBook-Reader, werden mittels LEDs beleuchtet. Nur an der Zimmerdecke sucht man die LED-Lampe oft noch vergebens. Ursächlich dafür sind Vorurteile, welche nicht immer unbegründet sind. Mit einigen der angedichteten Nachteile kann jedoch aufgeräumt werden! LED-Lampen sind auf dem besten Wege, hin zur Perfektion. Unser Testsieger ist dafür der beste Beweis.

Im Gegensatz zur klassischen Leuchtstofflampe, ist die LED physisch unbedenklich, wenngleich auch sie nicht in der Toilette herunter gespült werden sollte. Das oft als Halbleiter zum Einsatz kommende Galliumarsenid, ermöglicht zwar vielfältige und angenehme Farbtemperaturen, darf aber aufgrund seiner Giftigkeit nicht zur Zubereitung von Speisen hergenommen und auch nicht auf dem Komposthaufen entsorgt werden. LED-Lampen müssen jedoch nicht in den Sondermüll, sondern gehören in den Elektroschrott. Als gesundheitlich problematisch, galt in der Anfangszeit der LED-Beleuchtung, deren unangenehme Lichtfarbe. Das helle bläuliche Licht verursachte mitunter Kopfschmerzen und Schlafstörungen, ging aber in jedem Falle aufs Gemüt. Es schuf kein wohnliches Ambiente. Zwar hat auch die kalt-weiße Lichtfarbe ihren Sinn, wurde aber um wohnlichere, warm-weiße LEDs ergänzt. Aufgrund der Lichtfarbe (Farbtemperatur), muss heute niemand mehr vor dem Kauf einer LED-Birne für die Deckenbeleuchtung zurück schrecken. Man sollte aber darauf achten was man kauft, denn für Arbeitsräume und Lichttherapiegeräte, gibt es nach wie vor auch kalt-weiße LED-Lampen, mit einem ungemütlichen Blaulichtanteil.
Als verblassendes Vorurteil darf die Leuchtkraft aktueller LED-Lampen abgetan werden. Kauft man eine im Test für gut befundene LED-Birne und achtet man auf deren ausreichende Dimensionierung, kann sie der Glühbirne locker das Wasser reichen. Aus Kostengründen, aber auch aufgrund überschwänglicher Hersteller-Versprechungen, griffen Ökofritzen in der Vergangenheit häufig zu unterdimensionierten LED-Lampen. Dies führte zu dem Vorurteil, die LED-Leuchten hätten es nicht drauf. Unser Energiesparlampen Test bewies das Gegenteil. Aufgrund des starken Preisverfalls, aber auch aufgrund strengerer Vorschriften bezüglich der Produktetikettierung, sind Fehlgriffe bezüglich der Lichtleistung, im Jahre 2016 nahezu ausgeschlossen, jedoch nicht unmöglich. Achten Sie beim Kauf auf die versprochenen Lumen! Leistet eine LED-Birne etwa 800 Lumen, vermag sie eine 60W Glühbirne vollwertig zu ersetzen. Sie selbst verbraucht dabei nur etwa 10 Watt. Doch vermag sie eine Glühbirne wirklich vollwertig zu ersetzen?
Nach wie vor besitzen LED-Lampen eine Eigenschaft, welche man je nach Standpunkt, als Vorteilhaft oder Nachteilig bezeichnen könnte. LEDs bringen das Licht zwar auf den Punkt, können es jedoch nicht so gut verteilen. In Arbeits- und Therapieleuchten ist eine punktuell wirkende Lichtquelle nicht nur von Vorteil, sondern mitunter unabdingbar. An der Zimmerdecke montiert, erwartet man jedoch eine gleichmäßige Ausleuchtung des Raumes. Viele LED-Birnen zeigten im Test, merkliche Schwächen in der Raumausleuchtung. Die besten LED-Birnen unterdes, darunter der spätere Testsieger, konnten diesen Nachteil durch eine geschickte Anordnung der LEDs minimieren. Grundsätzlich sehen wir an dieser Stelle, eine der wenigen Möglichkeiten, die LED als Leuchtquelle weiter zu verbessern.
LED-Lampen erlauben sehr viele Schaltvorgänge ohne eine Reduzierung der Lebensdauer. Sie stellen ihre volle Lichtleistung im Moment des Einschaltens bereit. Im Vergleich zur Kompaktleuchtstofflampe sind sie zudem sparsamer. Der Anschaffungspreis liegt geringfügig höher. Für nahezu jede Lampenfassung, stellt der Handel geeignete LED-Leuchtmittel bereit. Die LED-Lampe ist schon heute der kompakten Leuchtstofflampe haushoch überlegen.
Einen Warnhinweis gilt es doch noch auszusprechen. Vermehrt stellt der Handel Tisch-, Steh- und Arbeitsleuchten bereit, deren fest montiertes LED-Leuchtmittel nicht gewechselt werden kann. Geht dieses Leuchtmittel kaputt, muss die gesamte Lampe in den Elektroschrott. Wer diesen Wahnsinn mitmacht, tut weder der Umwelt noch seiner Brieftasche einen Gefallen. Kaufen Sie nur Lampen, deren Leuchtmittel ausgetauscht werden können!

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Weitere energiesparende Leuchtmittel

Halogenlampen

Halogenlampen sind nicht Fisch und nicht Fleisch. Sie verbrauchen kaum weniger Strom wie Glühbirnen und sind geringfügig teurer. Die Lichteigenschaften sind hoch anständig. In Sachen Haltbarkeit liegt sie zwischen allen Fronten. Im Vergleich zu Leuchtstoff- und LED-Lampen, stinkt die Halogenlampe total ab. In der Wohnraumbeleuchtung kann sie zwar mit der Glühlampe konkurrieren, nicht aber mit den wahren Energiesparlampen. In der Vergangenheit wurden Halogenleuchten mangels Alternativen gerne im Fahrzeugbau verwendet. Büroleuchten wurden oft mit G4 Halogen-Stiftsockellampen bestückt. Beide Domänen verliert die Halogenlampe gegenwärtig an die LED. Wer noch Halogenlampen besitzt oder sie kostengünstig kaufen kann, möge sie zur Beleuchtung von Nebenräumen heranziehen. Immerhin stellen sie ihr volles Licht sofort nach dem Einschalten bereit. Verfechter der alten Glühbirne greifen gerne auf die zum Verwechseln ähnlich sehende Halogenbirne zurück. Auch bei alten Menschen kann man durch die ersatzweise Verwendung von Halogenglühbirnen, einen tödlichen Kulturschock hinaus zögern. Halogenlampen sind zwar grundsätzlich dimmbar, jedoch leidet deren Haltbarkeit unter einer starken Dimmung. Halogenlampen sind keine Energiesparlampen! Sie sind besonders sparsame Energieverschwender. Schuld an deren Verbreitung, ist nicht zuletzt das gewöhnungsbedürftige Erscheinungsbild der Leuchtstofflampen und LED-Leuchtmittel.

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Natriumdampflampen

Wer hätte das gedacht, aber die Natriumdampflampe ist die sparsamste Energiesparlampe in unserem Test. Leider ist sie nicht die beste Energiesparlampe, denn ein eklatanter Nachteil quält die von ihr Erleuchteten. Das monochrome Licht der Natriumdampflampe, reduziert das Farbsehen auf ein im Wohn- und Arbeitsbereich unzumutbares Minimum. Zwar würde ein Wegfall der bunten Farben die alltägliche Reizüberflutung reduzieren, aber derart bestrahlte Bürger würden früher oder später zu kleinen Eichmännern mutieren. Dort wo es in Verbindung mit langer Einsatzdauer darauf ankommt überhaupt etwas zu erkennen, finden Natriumdampflampen seit Jahrzehnten berechtigte Verwendung. So beleuchtet man mit Natriumdampflampen Gehwege, Straßen, Fabrikgelände, Gefängnishöfe und Grenzstreifen. In den genannten Fällen geht es nicht darum, die Schönheit der erleuchteten Anlagen herauszustellen, sondern es geht um die Sicherheit im Straßenverkehr, die Sicherheit von Anlagen und Gebäuden oder auch um die Staatssicherheit. Gärtnereien kultivieren ihre Gewächshauspflanzen gerne unter der Natriumdampflampe. Auch Betreiber privater Hanfplantagen versuchen einen auffällig hohen Stromverbrauch, durch den Einsatz von Natriumdampflampen zu vermeiden. Die so bestrahlten Pflanzen gedeihen prächtig und sind nicht in der Lage, sich über das monochrome Licht zu beschweren. Der Mensch ist von anderer Natur und kann mit einem derartigen Licht nichts anfangen. Natriumlampen brauchen mehrere Minuten bis zum Erreichen ihrer maximalen Helligkeit. Häufige Schaltvorgänge verkürzen die ansonsten sehr lange Lebensdauer der energiesparenden Außen- und Pflanzenbeleuchtung.

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Der Energiesparlampen-Test im Detail

In unserem Testbericht soll es darum gehen, die beste E27 Energiesparlampe zum Testsieger zu erheben. Keine leichte Aufgabe, unterscheiden sich doch die LED- und Leuchtstofflampen sehr stark in ihren Eigenschaften. Selbstredend gehen damit verschiedene Anwendungsgebiete einher. Ist es also überhaupt möglich, einen allgemein verbindlichen Testsieger zu bestimmen? Ja, wenngleich die beste Energiesparlampe in einem Test, (noch) nicht für jede individuelle Wohnsituation prädestiniert sein muss. Der hohe Anteil an giftigem Quecksilber, egal ob in flüssiger Form oder als Quecksilber-Legierung (Amalgam), lässt eine Empfehlung der Kompaktleuchtstofflampe, in einem seriösen Testbericht wie dem Unseren, nicht länger zu. Ursächlich dafür ist nicht zuletzt der Reifegrad, welchen die konkurrierenden LED-Leuchtmittel in unserem Test des Jahres 2016 zur Schau gestellt haben. Deren schnelle Bereitstellung von Licht, einhergehend mit einer langen Haltbarkeit trotz zahlreicher Schaltvorgänge, legt die berechtigte Vermutung nahe, dass die beste Energiesparlampe mittels LEDs Erhellung findet. Unserer Meinung nach gehören die kompakten Leuchtstofflampen, in Anbetracht der von ihr verursachten Toten, sofort im Sondermüll entsorgt und bei Strafe verboten.

Die Ökobilanz der Energiesparlampen

Wann immer es um Begriffe wie Öko und Bio geht, wird sehr viel Schindluder damit getrieben. Der Käufer einer Energiesparlampe ist zwar in der Lage, eine Amortisationsrechnung aufzustellen, wenngleich seine Rechnung am Ende selten auf geht, aber daran wie viele Hektar Regenwald für den Bau einer Leuchtstofflampe abgeholzt werden müssen, denkt er nicht. Auch an die schwarzen Arbeitssklaven in den Quecksilberminen von Ogobambo verschwendet er keinen Gedanken. Er glaubt dass er der Umwelt einen Gefallen tut, wenn er im Vergleich zur Glühbirne, ein um 90% sparsameres Leuchtmittel erwirbt. Wahrscheinlich hofft er in Wirklichkeit nur darauf, auf Dauer ein paar Pimperlinge zu sparen. Sich nebenbei als Ökofritze aufspielen zu können, ist derweil gut für das Image des Selbstverliebten.
Bei der Betrachtung der Ökobilanz, schauen wir jedoch in unserem Energiesparlampen-Test, nicht nur auf den Stromverbrauch der Leuchtmittel. Was viele Ökofritzen stets und ständig vergessen, sind die horrenden Ressourcen, welche für die Herstellung eines neuen Produktes verbraten werden. Der CO2-Ausstoss welcher bei der Produktion einer Kompaktleuchtstofflampe anfällt, wird zur Bereitstellung von Strom, für 20 Glühbirnen auf Lebenszeit nicht benötigt. Allein daran kann man den Irrsinn der von den Lobbyisten der Ökoindustrie propagierten Energiesparmaßnahmen ermessen. Doch es kommt noch schlimmer.

Segnet die Kompaktleuchtstofflampe nach 1-2 Jahren der Nutzung das Zeitliche, steht das Entsorgungsproblem auf der Tagesordnung. Warf man die defekte Glühbirne einfach zum Nachbarn übern Zaun, so müssen die radioaktiven Brennelemente der Quecksilberlampe im Sondermüll entsorgt werden. Tatsächlich landen aber nur gut 10% der ausgemusterten Leuchtstofflampen im Sondermüll. Leuchtkörper die auf dem Fußboden zerschellen, werden zusammengefegt und eilig in der Mülltonne des Nachbarhauses entsorgt. Viele Leuchtstofflampen landen der Einfachheit halber im Elektroschrott. Ein großer Teil zu schwach dimensioniert erworbener Leuchtstofflampen, verschwindet kurz nach dem Fehlkauf im Wohnzimmerschrank, um später in die Erbmasse einzufließen. Bis dahin hängt ein großer Teil deren Quecksilbergases in der Wohnzimmertapete, der andere Teil im Leichnam. Doch auch wenn die Leuchtstofflampen ordnungsgemäß als Sondermüll deklariert wurden, ist die Leidensgeschichte der Umwelt damit noch nicht beendet. Einige Bauteile der Leuchtkörper können recycelt oder in der Müllverbrennungsanlage verbrannt werden. Die in der Lampe befindlichen Amalgam-Brennstäbe, müssen jedoch in Endlagern entsorgt werden. Nicht selten werden diese Stoffe von Ländern der Achse des Bösen aufgekauft und wiederaufbereitet, um sie auf militärische Weise gegen Amerika, aber auch gegen die Länder des christlichen Abendlandes ins Felde zu führen.
So katastrophal die Ökobilanz der Kompaktleuchtstofflampen im Test auch ausfällt, so versöhnlich stimmt uns das Testergebnis der LED-Lampen. Die besten unter ihnen, die sogenannten OLED-Lampen, bestehen aus organisch halbleitenden Materialien, welche bedenkenlos kompostiert werden können. Noch nicht ganz ausgereift, kommen organische Leuchtdioden vorerst nur in kleinen Bildschirmen zum Einsatz. Doch auch die konventionelle LED kann den Ökofritzen nicht umhauen. Lediglich deren Produktion ist im Vergleich zur Glühbirnen-Herstellung etwas aufwändiger. Immerhin müssen für ihre Herstellung keine Bergbaukinder in Chinas Quecksilberminen sterben. Das nicht benötigte Quecksilber gestaltet nicht nur die Herstellung der LED-Birnen umweltfreundlicher, sondern auch deren Entsorgung. Nach Laufzeitende zum Elektroschrott verbracht, freut sich der örtliche Wertstoffhof über die gewinnbringende Rückgewinnung der wertvollen Ingredienzien.
In unserem Energiesparlampen Test 2016 können wir somit ganz klar die LED-Technik zum Öko-Testsieger erklären. Die Erhebung einer einzelnen Energiesparlampe zum Testsieger, kann aber aufgrund dieser Teildisziplin noch nicht erfolgen. Nahezu alle Kompaktleuchtstofflampen weisen die gleichen Nachteile auf, während sämtliche LED-Lampen mit ähnlichen Vorteilen glänzen. Amalgam betriebene Kompaktleuchtstofflampen weisen unterm Strich, keinerlei ökologische Vorteile gegenüber den mit flüssigem Quecksilber bestückten Leuchtkörpern auf. Je nach Katastrophenszenario, können aber die kurzfristigen Unfallfolgen einer zersprungenen Amalgam-Quecksilberlampe geringer ausfallen, da deren Quecksilberlegierung nicht so schnell verdampft, wie das flüssige Quecksilber alter Energiesparlampen.

Lichteigenschaften der LED- und Leuchtstofflampen

Die Beurteilung der Leuchteigenschaften, hat sich im Test der Energiesparlampen, als gleichermaßen interessant wie kompliziert herausgestellt. Im Vergleich zur Glühbirne, scheint es die perfekt leuchtende Energiesparlampe noch nicht zu geben. Beurteilt man die Aspekte Leuchtkraft, Lichtfarbe und Abstrahlwinkel, kann sich kaum eine Energiesparlampe durch Perfektion hervor tun. Nur in Sachen Bereitstellung der maximalen Helligkeit ist schnell ein eindeutiges Testurteil zu Gunsten der LED-Lampe gefällt. Leider schwächelt sie dafür recht oft bei der gleichmäßigen Raumausleuchtung. Bezüglich Helligkeit und Farbtemperatur, gibt es bei den Energiesparlampen des Jahres 2016, kaum noch etwas auszusetzen.

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Die Leuchtkraft und deren zeitnahe Bereitstellung

Bezüglich der Leuchtkraft müssen sich die verschiedenen Energiesparlampen im Vergleich zur Glühbirne längst nicht mehr verstecken. In unserem Testbericht galt es jedoch 2 Hersteller anzumeiern, weil diese ihre Energiesparlampen zu optimistisch bewarben. In einem Falle ergab unsere Messung statt versprochener 900 Lumen, nur einen Wert von knapp 700 Lumen. In den anderen Fällen war es ähnlich. Eine so beworbene und hoffnungsvoll erworbene Lampe, kann ihren Zweck nicht erfüllen und verstört den frisch ambitionierten Energiesparer. Er wird sich auf Jahre hinaus, keine Energiesparlampe mehr kaufen. Mitunter resultiert die Unzufriedenheit aber auch aus einem selbstverschuldeten Fehlkauf. Lässt man sich von der Größe eines Leuchtkörpers blenden, oder schließt man von dessen hohen Preis auf eine starke Leuchtkraft, ohne einen Blick auf die Verpackung zu werfen, kann sich ein Neuerwerb als zu schwach entpuppen. Leider erwiesen sich viele Kompaktleuchtstofflampen in unserem Test, im Vergleich zur Größe ihres Leuchtkörpers, als zu schwach leuchtend. LEDs stellen auf deutlich kleinerer Fläche, viel mehr Licht bereit. Damit eignen sich die kompakten LED-Birnen auch für Deckenleuchten, welche früher Glühbirnen beherbergten. Kompakte Leuchtstofflampen eignen sich ja eher zur Deckenverhunzung. Daran hat sich auch im Jahre 2016 nichts geändert.
Seltener ist heute die Gefahr, aus falscher Sparsamkeit heraus, eine unterdimensionierte Energiesparlampe zu kaufen, denn der Preis der nächst größeren Lampe, ist nur noch wenig höher. Die geläuterten Energiesparer greifen in den Wühltischen der Supermärkte, stets zur stärkeren von zwei im Angebot befindlichen Energiesparlampen, um den Fehler vom letzten Mal nicht zu wiederholen. Bezüglich der Leuchtkraft ergab sich im Test ein anderes Problem.
Ist die volle Leuchtkraft erreicht, gibt es selten etwas zu bemängeln. Bei der LED ist dies im Moment der Lichtschalterbetätigung der Fall. Bei aktuellen Kompaktleuchtstofflampen hingegen, kann man sich nach dem Einschalten dieser, erst einmal einen Kaffee aufbrühen, vorausgesetzt natürlich man findet die Kaffeemaschine. Beleuchtet man seine Küche mit einer Amalgam betriebene Quecksilberlampe, sollte man sich den jeweiligen Standort seiner Küchengeräte gut einprägen. Die Quecksilberdampflampen der neuesten Generation, brauchen dank des träge reagierenden Amalgams, etwa 60 Sekunden bis zum Erreichen der maximalen Helligkeit. Bis zum Erreichen einer halbwegs brauchbaren Helligkeit vergehen immerhin 30 Sekunden. Diese Eigenschaft ist ein absolutes No-Go und disqualifiziert Kompaktleuchtstofflampen der neuesten Generation, für die Verwendung in den meisten Nebenräumen. Überzeugender agierten die mit flüssigem Quecksilber arbeitenden Leuchtstofflampen vergangener Tage. Deren Quecksilber verdampft deutlich schneller. Zwar dauert auch hier das Erreichen der maximalen Helligkeit eine gefühlte Ewigkeit, aber sofort nach dem Einschalten steht eine brauchbare Lichtstärke zur Verfügung. In Punkto Leuchtkraft ist die LED-Lampe unser Testsieger, weil sie auf kleinerer Fläche mehr Licht zur Verfügung stellt. Bezüglich der zeitnahen Lichtbereitstellung mutiert die Kompaktleuchtstofflampe zum schlechten Witz. Auch in diesem Punkt darf sich die LED-Birne als beste Energiesparlampe 2016 feiern lassen.

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Der Abstrahlwinkel und die Ausleuchtung

Kommen wir zu eine Punkt, wo die Kompaktleuchtstofflampe im Vergleich zur LED-Lampe, ein paar Punkte sammeln kann. So leicht ist es nämlich doch nicht, den Testsieger zu küren. Bauartbedingt kann die Leuchtstofflampe ihr Licht besser streuen, bzw. im Raum verteilen. Die deutlich heller erscheinenden LEDs, werfen den Hauptteil ihres Lichtes gerne in eine Richtung. Dies ergibt im Raum einen hellen, mitunter gar blendenden Lichthof, während der Rest des Zimmers recht finster anmutet. Diese Eigenschaft hat auch ihre Vorteile, denken wir nur an die Arbeitslampen im Büro. Dort kommt es auf eine energiesparende punktuelle Beleuchtung der Tastatur oder eines Blatt Papieres an. Dazu genügen 1 bis 3 LEDs mit einem Verbrauch von max. 2 Watt. Die Ausleuchtung des ganzen Raumes, wäre eine große Energieverschwendung. Hier punktet also die LED mit ihrem oft geringerem Abstrahlwinkel.
In Wohnräumen kommt es hingegen auf eine gleichmäßige Raumausleuchtung an. Die dafür geeignete Lampe muss einen großen Abstrahlwinkel ermöglichen. Ein sichtbarer Lichtkegel ist gänzlich unerwünscht. Diese positive Eigenschaft ist eine Domäne der giftigen Quecksilberdampflampe, denn deren Leuchtstoff agiert wie eine Wolke aus Licht. Sie hat quasi den Diffusor im Leuchtmittel integriert. Interessanterweise versagten nicht alle LED-Lampen im Test, bei der Beurteilung der Lichtstreuung. Insbesondere die neueren LED-Birnen wie auch unser späterer Testsieger, sind dank durchdachter Anordnung der einzelnen Leuchtdioden in ihrem Inneren, in der Lage eine gleichmäßige Verteilung des Lichtes zu gewährleisten. Trotzdem muss man der Leuchtstofftechnik bezüglich der Raumausleuchtung, bis auf weiteres einen leichten Vorteil attestieren. Bauartbedingt wird die Kompaktleuchtstofflampe diesen Vorteil, bis zu ihrem baldigen Verbot beibehalten. Einzelne LEDs leuchten stur in eine Richtung. Das prädestiniert die Leuchtdiode für auffälligste aber zugleich sparsamste Betriebszustands-Anzeigen. Wir alle kennen diese blendenden Lichter, denn sie stören uns täglich am TV, USB-Stick, Monitor und am Ladegerät. In größeren Leuchtkörpern verbaut man stets mehrere LEDs und ordnet sie idealerweise so an, dass sie jeweils in eine andere Richtung strahlen. In Kombination mit einem Diffusor, lässt sich auch so das Licht eines Leuchtkörpers nahezu optimal streuen. In Erfahrungsberichten kritischer LED-Lampen-Nutzer, kommt es trotzdem oft zu der einschränkenden Empfehlung, dass die Raumausleuchtung noch verbessert werden müsste. Die kannten wohl noch nicht unsere Testsieger LED-Birne?

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Farbtemperatur und Wohlfühlfaktor

Energiesparlampen der ersten Generationen, schädigten nicht nur den Körper, sondern auch die Seele des Ökofritzen. Ursächlich für die psychischen Probleme, war dabei nicht das giftige Schwermetall in und dann später außerhalb der Leuchtstofflampen. Es war viel mehr die kaltweiße Lichtfarbe, welche die Psyche der sparsam Erleuchteten zum Absturz brachte. Die Farbtemperatur der Kompaktleuchtstofflampen, aber auch der ersten LED-Lampen, lag mitunter über 5000 Kelvin. Eine Verbrennungsgefahr bestand zwar nicht, aber die innere Uhr der so Erleuchteten, geriet aus dem Gleichgewicht. Kaltweißes Licht mit einem Blaulicht-Anteil, bremst die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Dies ist zwar gut wenn der Chef zur Nachtschicht bläst, nicht aber wenn nach einem gemütlichen Fernsehabend, die Nachtruhe den Schlaf herbei führen soll. Derart bestrahlt, wälzten sich die ersten Energiespar-Pioniere schlaflos im Bett umher, und mutierten dafür am nächsten Tag zur Schlafmütze. Im harmlosesten Fall war das kalt-weiße Licht einfach nur unangenehm. Nicht selten jedoch, resultierten depressive Verstimmungen aus der kaltweißen Lichtfarbe, weil diese den Tag-Nachtrhythmus störte.
Interessanterweise nutzt man kalt-weiße LEDs heute in Lichttherapiegeräten, zur Bekämpfung lichtmangelbedingter Depressionen. Auch in Arbeitsräumen eignen sich die unterkühlten Leuchtdioden zur Aufrechterhaltung der geistigen Arbeitskraft. Kaltweiße LEDs sind deshalb keinesfalls zu verteufeln oder gar vom Energiesparlampen-Test auszuschließen. Da wo sie benötigt werden, haben sie ihre Berechtigung. Ihre Existenz ist absolut notwendig. Leider gab es in den Anfangsjahren der Ökofritzen-Bewegung, keine Alternative zur kalt-weißen Kompaktleuchtstofflampe. Später bei Einführung der Leuchtdioden, schlug man sich mit dem selben Problem herum. Doch nun ist alles gut!
Im Energiesparlampen Test 2016, konnten wir uns auch an warmweißen LED- und Leuchtstofflampen erfreuen. Geeignete Leuchtstoffe in den Kompaktleuchtstofflampen, aber auch anders geartete Halbleiterelemente in den Leuchtdioden, sind heute imstande dazu, verschiedene Farbtemperaturen bereitzustellen. Leuchtstofflampen gibt es nun in "Warmweiß" für den Wohnbereich (unter 3300 K), in "Tageslicht" für die Lichttherapielampe (über 5300 K) und im dazwischen liegenden Farbspektrum "Kaltweiß" für Arbeitsstätten. Die LED-Lampe treibt es im Vergleich zur Leuchtstofflampe, dank neuer Halbleiter noch etwas bunter. Sogar Pastelltöne sind heute realisierbar. Viel wichtiger erschien uns im Energiesparlampen-Test aber die Möglichkeit der Bereitstellung von warmweißem Licht. Denn auch wenn es bisher nicht laut ausgesprochen wurde, so gilt unser Testbericht Energiesparlampen, welche im Wohnbereich zur Anwendung kommen sollen und können. Wir erwarten deshalb vom künftigen Testsieger, die Bereitstellung von warmweißem Licht, ohne kaltweiße Energiesparlampen diskreditieren zu wollen. Diese sind in Betrieben und Büros unabdingbar, denn zuviel Gemütlichkeit am Arbeitsplatz, schmälert die Leistung der Beamten, Angestellten und sonstigen Wasserköpfe.

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Energiesparlampen im Dauertest

Es war uns im Energiesparlampen Test nicht möglich, die Herstellerversprechungen zur max. Lebensdauer der einzelnen Leuchtstoff- und LED-Lampen zu überprüfen, denn sonst hätten wir mit dem Testergebnis erst 2016 an das Licht der Öffentlichkeit gehen können. Trotzdem gilt es im Ergebnis des Dauertestes, Positives zu vermelden. Zwar darf das Erreichen der auf den Produktverpackungen abgedruckten Lebensdauer angezweifelt werden, da die Hersteller bei ihren optimistischen Angaben die Reduzierung der Lebensdauer durch die Schaltzyklen unterschlagen, aber dennoch überstanden gut 30% der Kompaktleuchtstofflampen und ca. 80% der LED-Lampen unseren Dauertest unbeschadet, bzw. bei nur geringem Verlust der Leuchtkraft. In unserem Dauertest ließen wir ausschließlich E27 Energiespar-Leuchtmittel 8 Wochen am Stück leuchten, nur unterbrochen durch 6000 Schaltzyklen (je einmal aus und nach 60s wieder an). Somit muteten wir den Leuchtmitteln eine ca. 1500 Stunden währende Leuchtdauer zu. Ohne die große Zahl an Schaltvorgängen, hätten wohl die meisten Energiesparlampen den abschließenden Test überlebt?! Speziell die Kompaktleuchtstofflampen, deren Hersteller mit einer gut 10.000-stündigen Leuchtdauer werben, litten merklich unter den Schaltvorgängen. Dabei sind es vor allem Kaltstarts welche die Kathoden der Leuchtstofflampen verschleißen. Eine gesteuerte Vorheizphase soll den Verschleiß bei aktuellen Kompaktleuchtstofflampen verringern. Einen Unterschied im Vergleich zu älteren Energiesparlampen, konnten wir in unserem Test jedoch nicht feststellen.
Ein Großteil der im Dauertest versagenden Kompaktleuchtstofflampen, gingen erst nach über 1000 Stunden des Einsatzes kaputt. So schlecht ist dieses Ergebnis nicht, betrachtet man die unnatürlich hohe Zahl an Schaltvorgängen. Einige, immerhin gut 10% der Leuchtstofflampen, versagten innerhalb der ersten 100 Betriebsstunden. Hier führten die hohen Temperaturen innerhalb der Lampe, nicht selten zu einer Überhitzung des elektronischen Vorschaltgerätes. Dabei traf es nahezu ausschließlich die vermeintlich günstigen Energiesparleuchten aus den Wühltisch-Angeboten der Bau- und Supermärkte. Die nur geringfügig, um etwa 10 bis 20% teureren Marken-Leuchtmittel, schienen durchdachter in ihrer Konstruktion und besser in ihrer Verarbeitung. Kommt es aufgrund falscher Sparsamkeit zum Supergau an der Zimmerdecke, also zum Bersten der Quecksilberdampflampe während der Leuchtphase, so renn davon wie ein Hase! Zerbricht eine ausgeschaltete und abgekühlte Kompaktleuchtstofflampe, kann durch besonnenes Handeln, der Lebensraum für die Nachkommen erhalten werden. Zerbricht aber eine Leuchtstofflampe während sie leuchtet oder unmittelbar danach, verteilt sich deren Quecksilbergas sofort in der Raumluft. Die Folgen sind verheerend, wenngleich die Geschädigten zunächst nichts merken. Ähnlich wie bei einer leichten radioaktiven Verstrahlung, erkranken und sterben die Familienmitglieder erst nach und nach. Dabei handelt es sich bei einer durch Kompaktleuchtstofflampen-Explosion hervorgerufenen Vergiftung, meist um eine mäßig-akute Quecksilbervergiftung, mit der Gefahr chronischer Langzeitschäden (Haarausfall, Krebs, Nierenversagen). Ein sofortiger Tod ist eher selten, aber Kopfschmerzen und Erbrechen können unmittelbar nach der Kontamination, von einer akuten Vergiftung künden. Sofortige ärztliche Betreuung, kann die Zeugungsfähigkeit und das Leben des Betroffenen erhalten.
Zurück zu den erfreulichen Dingen des Dauertestes. LED-Lampen schienen weit weniger Probleme mit den zugemuteten Schaltvorgängen zu haben. Nicht umsonst versprechen deren Hersteller, eine 15.000-stündige Leuchtdauer. Auch Hitzeschäden sind den cool bleibenden LEDs fremd. Trotzdem versagten rund 20% der Leuchtdioden in den verschiedenen Phasen des Dauertestes. Als Ursache ziehen wir die schlechte Verarbeitung der oft von mandeläugigen Jungfacharbeitern montierten LED-Birnen in Betracht. Auch hier traf es ausnahmslos namenlose LED-Lampen Angebote aus den Wühltischen der verschiedenen Discounter. Diese sind im Übrigen oft teurer, als die Marken LED-Birnen vom Onlinehändler. Greifen Sie nicht unbedacht in einen Wühltisch, ohne zuvor einen Preisvergleich angestellt zu haben!
Insgesamt sind wir mit dem Ergebnis des Dauertestes nicht unzufrieden. Herstellerversprechen sind vergleichbar mit Wahlversprechen. Man darf sie nicht überbewerten. Trotzdem schaffen es mehr und mehr Energiesparlampen, sich während ihrer Lebensdauer zu amortisieren. Dies liegt nicht nur an den gefallenen Preisen, sondern auch an den haltbareren Leuchtmitteln. Der Kauf einer im Test für gut befundenen Energiesparlampe, stellt heute kein finanzielles Risiko mehr dar.

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Testergebnis im Energiesparlampen Test

Wird die LED-Birne in einiger Zeit mit organischen Leuchtdioden bestückt, wird sie sogar die Speisebirne aus den Obstregalen fegen. Bis auch die Williams Christ Birne aus den Schrebergärten verschwindet, werden noch einige Jahre ins Land ziehen. Schon im Ergebnis des Testberichtes 2016 gilt es festzustellen, dass die Glühbirne in der LED-Birne einen adäquaten Ersatz gefunden hat. Deren Leuchteigenschaften kommen der Glühbirne schon jetzt recht nahe, deren Energieverbrauch ist um mindestens 80% geringer. Einige LED-Leuchtmittel schwächeln noch in der Raumausleuchtung. In Arbeitsräumen, wo die punktuelle Ausleuchtung des Arbeitsplatzes gewünscht wird, hat die LED-Leuchte längst das Hausrecht. Doch auch für den Wohnbereich gibt es heute schon geeignete LED-Birnen, sowohl für angestaubte E14 als auch E27 Fassungen. In viel genutzten Wohnräumen, ist der sofortige Wechsel von der Glühbirne zur LED-Birne angebracht. In ökologischer Hinsicht mag diese Aussage fragwürdig klingen, aber ökonomisch betrachtet, gibt es keine Alternative mehr. Binnen kürzester Zeit, hat sich der Anschaffungspreis einer LED-Energiesparlampe bezahlt gemacht. Die ökologischen Folgen der Herstellung, haben andere Nationen zu tragen.
Die Kompaktleuchtstofflampen enttäuschten uns im Test erwartungsgemäß. Deren Raumausstrahlung ist vorbildlich, aber deren negative Eigenschaften und Gefahren (Quecksilberkügelchen), dürfen nicht unter den Teppich gekehrt werden. Leuchtstofflampen sind Quecksilberdampflampen. Sie sind im Kleinen zu behandeln, wie Atomreaktoren im Großen. Darüber hinaus disqualifizieren sie sich vielfach durch ihre verzögerte Lichtbereitstellung. Kann man in der guten Stube 30 Sekunden auf das Licht warten, geht dies in einem Nebenraum nur selten. Gerade dort möchte man schnell das Gesuchte finden. Brennt die Leuchtstofflampe erst mal in voller Pracht, ergibt sie ein schönes Licht. Dann bleibt aber zu hoffen, dass sie nicht zerbricht. Zerbricht eine Kompaktleuchtstofflampe im laufenden Betrieb, heißt es schnell das Weite zu suchen und nie mehr zurück zu kehren. Zerbricht eine erkaltete Leuchtstofflampe, sollte man auf keinen Fall den Staubsauger zur Hand nehmen, denn sonst wird das Quecksilber auch in die Raumluft geblasen. Vorsichtig mit Hilfe zweier Pappen zusammen geklaubte Quecksilberkügelchen, können "Irgendwohin verbracht werden". Ja wohin denn nur auf die Schnelle? Wir wissen es nicht.
Das Testergebnis im Energiesparlampen Test 2016 ist klar wie das Glas einer alten Glühlampe. Der LED gehört nicht nur die Zukunft, sondern sofort die Wohnzimmerdecke. In Nebenräumen ist die olle Glühbirne, bis auf weiteres, nicht das Schlimmste!

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